Schöne Festtage & einen guten Rutsch (Rückblick 2022)

Auch Jahr 2022 wird ohne Frage erneut in die Geschichtsbücher eingehen. Durch die weltweite Krisensituation erlebte die zivile Drohnentechnologie in vielen Teilen der Welt weiter einen starken Aufschwung. Trotzdem finden wir: Es ist Zeit für ein paar besinnliche Festtage.

Begleitet wurden diese Entwicklungen von vielen spannenden neuen Produkten, die wir von Unternehmen, wie Parrot, Autel und natürlich DJI zu sehen bekamen.

Im Bereich der Drohnengesetzgebung kehrte nach dem Start der EU-Regelungen im Jahr 2021 etwas „neue Normalität“ ein. So war 2022 das zweite Jahr, in dem wir alle weitere Erfahrungen mit den neuen EU-Drohnengesetzen sammeln konnten.

Bevor wir uns in die Festtage zu Weihnachten 2022 verabschieden, hier noch unser Jahresrückblick 2022. Auf geht’s – es ist viel passiert!

2022 – Wieder mal ein aufregendes Jahr

Ganz unabhängig von den verheerenden Folgen durch die Corona-Pandemie und den furchtbaren Angriffskrieg auf die Ukraine, der weltweite schwere Auswirkung in diversen Bereichen hat, war 2022 aus Sicht der Drohnenpiloten und Drohnenhersteller sowie Drohnendienstleister erneut ein spannendes Jahr.

Überschattet wurde der Beginn des Jahres durch den Angriff auf die Ukraine. Bereits in den ersten Tagen wurde schnell klar, dass vor allem kleine, zivile Drohnen eine nicht zu vernachlässigenden Anteil an den Kampfhandlungen haben würden, die traurigerweise bis heute andauern. Zunächst wurden beispielsweise Kameradrohnen von DJI zur lokalen Luftaufklärung verwendet, später machten modifizierte Consumer-Drohnen als Waffen (Granatwerfer und Schusswaffen) Schlagzeilen in den Medien. Der Konflikt bringt auf brutale Art und Weise zum Vorschein, was vorher bereits in Einzelfällen dokumentiert worden war: fast jede friedliche Technologie lässt sich auch für militärische Zwecke instrumentalisieren und zivile Kameradrohnen sind hier leider keine Ausnahmen.

Abseits der Modifikation von zivilen UAVs erlebten unter anderem militärische Drohnen einen großen Nachfrageschub, da diverse Regierungen rund um den Globus auf diese veränderte Art der Kriegsführung reagierten und ihre Rüstungstechnologie aktualisieren. Einige Crowdfunding-Kampagnen sammelten sogar Geld, um der Ukraine militärische Drohnen bereitzustellen. In Deutschland veröffentlichte Rheinmetall ein neues Projekt für einen Antidrohnen-Laser im Auftrag der Bundeswehr.

Ganz zu Anfang des Jahres bestand direkt Handlungsbedarf für Besitzer des alten Kenntnisnachweises nach §21d aus Deutschland. Hier war mit dem Ende von 2021 die Übergangsfrist abgelaufen. Der praktikabelste Ausweg: Das EU-Fernpilotenzeugnis (A2-Drohnenführerschein) absolvieren. Apropos: Durch einige Verzögerungen erließ das LBA eine Sonderregelung für Bestandsdrohnen in der OPEN A2 Kategorie. Im gleichen Zuge verlängerte die EU die Übergangsregelungen für Bestandsdrohnen noch bis 2024.

In Schweden rettet eine Defi-Drohne einem herzkranken Menschen durch eine schnelle Lieferung eines Defibrillator das Leben und japanische Unternehmen gingen mit spezialisierten UAVs auf Jagd nach Wespennestern. In der Schweiz beschäftigte sich ein Projekt damit, wie man Tauben effektiv mit kleinen Drohnen von Dächern verscheuchen kann.

Auch im Bereich Drone Delivery und Urban Air Mobility ging es 2022 hoch her. Eine Taxidrohne von Volocopter erhob sich in Frankreich erstmals mit einem Menschen an Bord. In den USA setzte eine abgestürzte Lieferdrohne von Amazon ein ganzes Feld in Brand und ein eVTOL von Joby stürzte bei einem Hochgeschwindigkeitsflug ab. Wingcopter fasste in der gleichen Zeit Offshore-Windparks als neues Ziel für seine Lieferdrohnen ins Auge. Jetson One machte unter dessen den ersten Pendel-Flug zur Arbeit mit der persönlichen Drohne vor. Ende des Jahres präsentierte Amazon dann noch seine neue Prime Air Drohnengeneration.

Für alle Piloten, die ihre Drohne verloren haben oder Opfer eines Diebstahls geworden sind, ging eine internationale Datenbank an den Start, um seinen Verlust öffentlich zu machen und andere bei der Suche und Wiederbeschaffung helfen zu lassen.

In Singapur mussten gleich zwei Drohnenpiloten erfahren, dass die Regierung dort die erlassenden Vorgaben für den Betrieb von UAVs ernst nimmt und verurteilte zwei Piloten in unterschiedlichen Fällen zu hohen Geldstrafen. Auch am Berliner Flughafen BER sorgte eine Drohne für Ärger und beschäftigte die Behörden. In Irland gab es ebenfalls ein erstes Urteil gegen einen UAV-Piloten, der die Regeln gerochen hatte. In den USA sorgte dessen eine Kameradrohne für besorgte Gesichter, die knapp neben der Landebahn eines aktiven Flughafens abgestürzt ist.

Nicht nur Drohnen gerieten im Jahr 2022 ins Visier von schießwütigen Mitbürgern, in den Niederlanden wurde in einem „kuriosen“ Fall sogar direkt auf den Piloten einer Drohne geschossen. Besonders Aufsehen erregte ein weiterer Fall aus Südkorea, bei dem ein Mann sich für mit der Drohne gefilmte Spanner-Videos von fremden Personen beim Sex vor Gericht verantworten musste. Betroffen macht die Drohnen-Community auch ein Unfall aus einem chinesischen Kinderkarten, bei dem eine Fünfjährige schwer durch Luftschrauben verletzt wurde. In Belgien verlor eine Frau ihr Leben bei dem Versuch, ihre abgestürzte Drohne aus dem Gleisbett einer Bahntrasse zu bergen.

In Deutschland setzt man langsam immer mehr auch auf Drohnentechnologie. Die Rettung von Rehkitzen wurde beispielsweise mit einem speziellen Programm mit bis zu 4.000 Euro für die notwendige Ausrüstung für bestimmte Gruppen gefördert.

Zum Ende des Jahres gab uns dann der Bericht von Droneii einen interessanten Überblick über die Top 5 Drohnenhersteller des Jahres.

In Sachen Produkte durften wir uns als Drohnenpiloten im Consumer- und Semipro-Bereich über viele interessante Neuvorstellungen und die konsequente Weiterentwicklung bestehender Modelle freuen. Allen voran machte natürlich die DJI Mini 3 Pro ordentlich Wirbel.

Um ein paar Beispiele zu nennen:

Was bringt 2023? Hoffentlich Normalität.

Persönlich wünschen wir uns wohl alle wieder die Normalität zurück, mit der wir noch gemeinsam in das Jahr 2020 gestartet sind – sei es Corona oder Krieg in Europa.

In der Drohnenwelt ist mit Blick auf die EU-Drohnenregelungen in 2023 weiter Kontinuität zu erwarten. Entsprechende Übergangsfristen wurden von der EU verlängert. In Ruhe die A1/A3-Lizenz oder gar das EU-Fernpilotenzeugnis (A2-Lizenz) in Angriff zu nehmen, ist also weiterhin ein guter Vorsatz.

Wir freuen uns auf weitere offiziell zertifizierte Drohnenmodelle mit C-Label nach einer der neuen Drohnenklassen. DJI hat es kurz vor Ende des Jahres 2022 noch vorgemacht, dass auch bereits 2021 erschienene Modelle durchaus nachträglich ein C1-Label bekommen können. Wir sprechen natürlich von der Mavic 3 Familie (Testbericht).

Bei den Produkten und weiteren Entwicklungen im Drohnen-Segment erwarten wir hingegen auch in 2023 eher stürmische Zeiten – aber im positiven Sinne. Der technische Fortschritt wird auch im kommenden Jahr spannende Produkte hervorbringen und mit Autel und Hubsan haben sich 2022 zwei Player in Position, die für mehr Konkurrenz im Consumer-Segment sorgen.

Welche neuen Produkte dürfen wir in 2023 erwarten?

Das neue Jahr 2023 dürfte genauso spannend weitergehen, wie das alte Jahr 2022 aufhört: Mit einigen coolen Produkt-Launches.

Auf unserer Erwartungsliste stehen definitiv schon einmal folgende Produkte:

  • DJI Inspire 3 Serie (die wir wohl alle gemeinsam bereits in 2022 erwartet hatten)
  • DJI Air 3 / Nachfolgerin der DJI Air 2S (aktuell nur lose Gerüchte)
  • neue Drohnen von Hubsan im Highend-Segment
  • Autel EVO 3 (es wäre Zeit, auch wenn die EVO II V3 gerade erst als Facelift vorgestellt wurde)

Wir sind uns aber sicher, dass wir noch viele weitere interessante Produkte in 2023 sehen werden. Es bleibt wie immer spannend!

Vielen Dank und schöne Festtage 2022!

Das Wichtigste zum Schluss: Wir möchten uns ganz herzlich bei euch als unseren treuen Lesern und der gesamten Community bedanken. Drone-Zone.de ist auch in 2022 weiter gewachsen und hat viele neue Leser und Follower gewonnen! Das freut uns sehr und motiviert uns ungemein, dieses aufwendige Projekt weiterzuführen.

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Weihnachten 2022 Rückblick Teaser

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Wir wünschen euch und euren Familien nun besinnliche Festtage und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

(Wir verabschieden uns damit in die Weihnachtsferien 2022. Zwischen den Jahren wird es also etwas ruhiger!)

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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