DJI stellt O3 Air Unit FPV-Set offiziell vor

Der Kamera- und Drohnenhersteller DJI hat soeben seine neue O3 Air Unit vorgestellt. Die neue Lufteinheit besteht aus drei essenziellen FPV-Komponenten und macht DJIs digitale FPV-Technologie der zweiten Generation auch für Selbstbauer und Bastler verfügbar.

Wer bisher in den Geschmack der neuen 1080p-Signalübertragung für FPV-Anwendungen von DJI kommen wollte, musste zwangsweise zur neuen DJI Avata Drohne (zum Testbericht) greifen. Hier ist die neue Übertragungstechnologie bereits seit August in Form einer fertigen Drohne verfügbar.

Das ändert sich heute, denn mit der Vorstellung der DJI O3 Air Unit macht der Drohnenhersteller seine FPV-Signalübertragung auch für den großen Markt der FPV-Bastler und -Selbstbaupiloten verfügbar.

DJI O3 Air Unit kommt mit 1080p und 100 fps Videofeed

Wenig überraschend, decken sich die technischen Daten der neuen DJI O3 Lufteinheit (so der offizielle Name) großteils mit den Specs des FPV-Systems der DJI Avata. Das liegt im Grunde daran, dass die DJI Avata quasi um die Komponenten der O3 Air Unit herumgebaut wurde.

Die neue Air Unit wird dabei als Set angeboten, das drei wichtige Komponenten enthält: Die neue FPV-Kamera, die Sende- und Empfangseinheit und die neue Dual-FPV-Antenne.

DJI O3 Air Unit auf einen BlickBildquelle: DJI | ©

Technisch basiert die Übertragung des FPV-Signals auf dem O3+ Protokoll (OcuSync 3+), welches bereits mit der Mavic 3 Serie (zum Testbericht) eingeführt wurde. DJI hat das Protokoll für die Anwendung im FPV-Bereich so erweitert, dass es nun auch einen Low Latency Modus gibt, wie wir ihn bereits von der HDL-Übertragung des DJI Digital FPV Systems (1. Generation) kennen.

Konkret bedeutet das: Wenn die O3 Air Unit mit den DJI Goggles 2 gekoppelt wird, beträgt die Auflösung des FPV-Feeds 1080p mit bis zu 60 fps. Im Low Latency Modus kann die Bildwiederholungsrate aber auf bis zu 100 Hz angehoben und die Latenz auf 30 ms abgesenkt werden. Im HQ-Modus gibt DJI eine Verzögerung um die 40 ms an.

Das Bild wird dabei von der neuen FPV-Kamera eingefangen, die einen 1/1,7-Zoll-Sensor verwendet und Videos in 4K-Auflösung aufzeichnen kann. Das Field of View des neuen Objektives beträgt dabei 155° und ist damit recht weitwinklig. Die Kamera selbst ist ein würfelförmiges Extramodul, dass an der Front der jeweiligen FPV-Drohne platziert wird und per Kabel Anschluss an der eigentlichen Air Unit findet. Im Grunde bekommt ihr hier die Kamera der Avata als einzelne Komponente.

Neues Antennendesign und integrierter DVR

Die Komponenten O3 Air Unit bringen dabei insgesamt 39,4 Gramm auf die Waage. Davon entfallen 28 g auf das Hauptmodul sowie 8,3 g auf die Kamera. Die Antenne kommt mit 3 g noch einmal obendrauf.

Apropos Antenne: Hier geht DJI neue Wege und nutzt konsequent ein 2T2R-Design mit zwei getrennten Sendern und Empfängern pro Seite (also sowohl in der Air Unit als in der FPV-Videobrille). Physisch sind die beiden Antennen der O3 Air Unit jedoch in eine Einheit integriert, sodass ihr nur noch eine Antenne an der Drohne fixieren müsst. Da es sich in Wirklichkeit jedoch um zwei getrennte omnidirektionale Antennen handelt, laufen weiterhin zwei Kabel von dem Antennenmodul zur Air Unit.

Mit diesem Setup sollen Entfernungen von bis zu 10 km unter FCC-Bedingungen überbrückt werden können. Mit CE-Sendeleistung (relevant für EU / Deutschland) gibt DJI bis zu 2.000 m an.

Außerdem neu und für viele FPV-Piloten wohl ein absolutes Lieblingsfeature: Die DJI O3 Air Unit hat wieder einen integrierten DVR zu bieten, der die Aufzeichnung von hochauflösenden Videos direkt in der Air Unit erlaubt. Dazu verfügt der FPV-Sender über einen microSD-Kartenslot, auf dem die Videodaten gespeichert werden. Maximal erlaubt das System eine Videoauflösung von 4K mit bis zu 60 fps.

Komponenten der O3 LufteinheitBildquelle: DJI | ©

Selbstverständlich integriert die Lufteinheit auch einen RC-Empfänger, sodass der DJI FPV Controller V2 direkt als Fernsteuerung verwendet werden kann. Dazu können die bekannten Flight-Controller-Plattformen auf BetaFlight-Basis via Kabel mit der DJI O3 Air Unit direkt verbunden werden. Als Protokoll nutzt DJI hier SBUS. Das Modul unterstützt auch den Canvas-Modus von BetaFlight zur freien Positionierung der Elemente des OSDs (ab BetaFlight 3.4.0).

Der breite Spsannungsbereich (7,4 V bis 26,4 V) erlaubt den Betrieb an 2S bis 6S-LiPo-Setups. Für Besitzer der DJI Goggles V2 gibt es auch gute Neuigkeiten: Die O3 Air Unit ist auch hierzu kompatibel.

Preise und Verfügbarkeit

Die DJI O3 Air Unit ist ab sofort direkt bei DJI oder im autorisierten Fachhandel erhältlich und kann heute bestellt werden.

Angeboten wird zunächst einmal das O3 Air Unit Set bestehend aus FPV-Cam, Hauptmodul und der neuen Antenne. Für dieses Combo ruft DJI einen Preis von 249 Euro (UVP) auf. Die Kamera alleine soll 99 Euro (UVP) kosten und die O3 Lufteinheit hat im Einzelverkauf einen Preis von 179 Euro (UVP).

Außerdem sind mit dem heutigen Tage die DJI Goggles 2 auch separat erhältlich, sodass auch Kunden ohne DJI Avata Drohne direkt voll durchstarten können. Die DJI Goggles 2 kosten einzeln ab sofort 849 Euro (UVP).

Quelle: DJI

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Bildquellen

  • DJI O3 Air Unit auf einen Blick: DJI | ©
  • Komponenten der O3 Lufteinheit: DJI | ©
  • DJI O3 Air Unit Schema: DJI | ©

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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