MultiWii Software Download

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Die MultiWii Software wird unter der GPL 3 Lizenz veröffentlicht und  kann direkt aus der Google Code Datenbank heruntergeladen werden.

Überblick

Es ist zu beachten, dass die unterschiedlichen Versionen unterschiedliche Hardwarekonfigurationen für einen reibungslosen Betrieb voraussetzen. Vor einem Download und Update sollten dringend die entsprechenden Release Notes geprüft werden. Augen zu und Update einfach Aufspielen geht meistens nicht gut. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Anpassung des eigenen Multicopters an die neue Software angesagt. MultiWii unterstützt BiCopter, TriCopter, QuadCopter, HexaCopter und Octacopter. Für die meisten Konfigurationen gibt es entweder ein Plus- oder X-Setup. Zudem können eine Vielzahl verschiedener Sensoren verwendet werden.
MultiWii 2.4 Config GUI
Seit MultiWii Version 2.0 wird nun auch offiziell GPS* unterstützt. Somit sind die Funktionen Position Hold und Return to Home ab sofort softwareseitig im Arduino Code verfügbar und können jederzeit aktiviert und konfiguriert werden. Aktuell ist die Version 2.4.

Alternative Flight Controller Projekte

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen „Betriebssystemen“ für Multicopter und Drohnen. Im Folgenden eine kurte Liste der bekanntesten Flight Controller Firmwares / Softwares:

CleanFlight: Projekt-Homepage / Download Chrome-App

BetaFlight: Projekt-Homepage / Download Chrome-App

ArduPilot: Projekt-Homepage 

KISS: Projekt-Homepage

Die meisten dieser Software-Projekte laufen mit modernen 32-Bit-Mikroprozessoren (Targets) und bieten eine Vielzahl an Funktionen. Ein bekanntes Flightcontroller Board ist z.B. der Naze32 Controller* mit einem F3-Prozessor. Darüber hinaus gibt es bereits eine stetig wachsende Liste an generischen F4-Target FCs*.

Einige der FC-Softwares erlauben es darüber hinaus, auf den Kern der ursprünglichen MultiWii Software zurückzugreifen. So ist es möglich, die MultiWii Steuer-Algorithmen (PID-Controller) weiter zu verwenden, wenn einem das Software-Interface der neueren Projekte besser gefällt. Dieses dürfte für die meisten Piloten zutreffen, da das MultiWii-GUI heute relativ sperrig und umkomfortabel anmutet. Auch das Aufspielen der Firmware via Arduino-Board* und Arduino GUI ist im Vergleich zu den modernen Lösungen, wie CleanFlight oder BetaFlight eher umständlich. Beide Projekte bringen ein eigenes FlashTool mit Benutzeroberfläche mit, welches in der Regel direkt über das USB-Interface des Flight Controllers arbeitet und somit eine serielle Verbindung via UART* überflüssig macht.

Die Alternativen im Detail

Für einen modernen Multicopter, gibt es – wie oben schon beschrieben – eine Vielzahl an Open Source / Closed Source Projekten, die sich der Steuerung von Drohnen und RC-Flugzeugen verschrieben haben. Wir wollen in den folgenden Absätzen einen kurzen Blick auf das jeweilige Projekt werfen, um dir die Entscheidung zu erleichtern. Diese Projekte sind vor allem deshalb interessant, da MultiWii nicht mehr offiziell unter diesem Namen weiterentwickelt wird.

Base Flight

Das Projekt Base Flight war die erste Fork aus dem MultiWii Code. Es basiert also auf dem Quellcode von MultiWii, hat sich aber dem Ziel verschrieben, ein einfacheres Konfigurationserlebnis für den Nutzer zu ermöglichen. Dazu wurde ein vollständig neues GUI entwickelt und die Konfiguration im Arduino Quellcode wurden durch den Base Flight Configurator ersetzt.

Über das CLI (Command Line Interface) gab es jedoch weiterhin die Möglichkeit, den Flight Controller mit Befehlen zu füttern, ohne sich durch das GUI klicken zu müssen. Unterstützt wurde das Projekt von der Firma AbuseMark, die für den Naze 32 Flugcontroller* bekannt ist, welcher später häufig kopiert worden ist. Außerdem integrierte eine bereits relativ frühe Version im November 2013 den sogenannten Firmware Flasher, welcher es dem Nutzer ganz einfach ermöglichte, das passende HEX-File (entweder aus einer lokalen Datei oder direkt von GitHub) auf das vorliegenden FC-Board zu schreiben. Als PID-Controller kam initial der originale MultiWii-Code zum Einsatz, später wurde das Projekte durch weitere PID-Controller ergänzt. Die letzte Version von Base Flight erschien im July 2015.

CleanFlight

Das vor allem in der FPV-Racing-Welt extrem bekannte Projekt CleanFlight ist wiederum ein Fork des Base Flight Codes. Clean Flight hat es zum Ziel ein noch besseres Nutzererlebnis zu bieten und die bis dato entwickelten Funktionen für Drohnen und Flugzeuge möglichst einfach in ein übersichtliches GUI zu integrieren. Es setzt dabei vollständig auf das Basis von Beta Flight und MutliWii auf. Wie auch Base Flight unterstützt CleanFlight moderne 32 Bit Hardware und ist nicht auf 8 Bit Prozessoren (wie viele frühe Arduino basierte MultiWii Copter) beschränkt. War Clean Flight zu seinen Anfängen sehr auf die wichtigsten Funktionen beschränkt, dies es zum Fliegen brauchte, stellt es nun eine Vielzahl an Features bereit (Black Box Logging, OSD-Einstellungen, LED-Steuerung, etc.).

Wie auch Base Flight wird der Clean Flight Configurator als sogenannte Chrome Extension bzw. Chrome Browser App zur Verfügung gestellt. Dadurch läuft der Configurator unter allen bekannten Betriebssystemen ohne besondere Einstellungen. Auch CleanFlight erlaubt es im Übrigen weiterhin den originalen MultiWii PID-Controller zu verwenden.

Betaflight

Ein weiteres Projekt im Flight Software Bereich ist Betaflight. Diese Software ist wiederum ein Fork des CleanFlight Software Codes. Im Gegensatz zu Base Flight und CleanFlight ist es das Ziel der Betaflight Entwickler vor allem die Flugperformance der Software in den Vordergrund zu stellen. Initial wurde daher sehr großer Entwicklungsaufwand in die Verbesserung der Steuerungsalgorithmen investiert. Später folgte dann ebenfalls ein eigener Configurator.

Mittlerweile sind neue Funktionen oft früher in Betaflight verfügbar, als dies für die „Mutter“ CleanFlight der Fall ist. Auch versuchen die Betaflight Entwickler eine möglichst große Anzahl an Targets (so werden die unterschiedlichen Flight Controller Boards mit verschiedenen Sensoren bezeichnet) zu unterstützen.

Weitere MultiWii Ableger

Weitere Forks, die auf Clean Flight und somit letztendlich auf MultiWii zurückgehen sind iNav und RaceFlight. iNav spezialisiert sich dabei vor allem auf den autonomen Flug mit Flächenmodellen. RaceFlight ist ein weiter Fork, der speziell für FPV-Racer interessant ist. Das Projekt konzentriert sich wieder auf das Wesentliche und schränkt den Funktionsumfang von CleanFlight ein wenig ein. Noch recht jung ist außerdem das Projekt ButterFlight. Die Entwickler dieser Forks haben sich dem „Butterweichen Fliegen“ verschrieben. Es ist also eine weitere Abspaltung von CleanFlight, die sich besonders auf die Flugperformance fokussiert.

ArduPilot:Copter (ehemals ArduCopter bzw. APM:Copter)

Eine weitere Plattform ist das ArduPilot:Copter Projekt. Es wurde unabhängig von MutliWii entwickelt und fokussiert sich im Gegensatz zu den oben genannten Projekten (mit Ausnahme von iNav) auf die Autopilotfähigkeiten von Drohnen und Flugzeugen. Es steht also in gewässerweise das autonome Fliegen im Mittelpunkt. ArduPilot:Copter hat dazu beispielsweise einen Missionplaner an Bord, der das Erstellen von automatischen Flugmissionen anhand von Waypoints ermöglicht. Als Hardware kann unter anderem der bekannte Pixhawk Controller* zum Einsatz kommen, der die Anbindung vieler Sensoren und externer Geräte zu einem geringen Preis ermöglicht. Natürlich eignet sich ArduPilot:Copter auch für das FPV-Racing, wenn entsprechend kompakten Hardware zum Einsatz kommt. Ein Beispiel ist hierfür der Pixracer Flight Controller*, der im Standard 36×36-mm-Format kommt. Aber auch die OpenPilot Revolution FC* lässt sich zum Beispiel unter ArduPilot:Copter für FPV-Racer einsetzen.

DroneCode

Die DroneCode Plattform ist eine weitere Software Suite, die wiederum auf ArduPilot basiert. Sie unterstützt nahezu alle Fluggerätetypen (Multicopter, Helicopter, Flugzeuge, etc) und bietet von einfachen manuellen Flügen, über Missionsflug bis hin zur Integration von Drohnen und anderen UAVs in Cloud-Services schier unendliche Möglichkeiten. Es richtet sich vor allem an Entwickler, die ihre eigene UAV-Lösung auf Basis des PX4-Hardware-Ökosystems* entwickeln möchten. DroneCode hat einige große Namen als sogenannte Member. Darunter Intel, XNP und der Drohnenhersteller Yuneec. Aber auch Sony und arm stehen auf der Liste. In Zukunft dürften einige der größeren kommerziellen UAV- und Drohnenprojekte auf DroneCode zurückgreifen.

OpenPilot

Unabhängig von ArduPilot und MultiWii entstand das OpenPilot Projekt, welches zu seiner Hochzeit ebenfalls eine Vielzahl an verschiedenen Fluggerätetypen abdeckte. Neben der Software entwickelte OpenPilot auch die passende Hardware in Form von Flight Controllern. Die bekanntesten FCs sind der Open Pilot CC3D* sowie der OpenPilot Revolution Controller. Zum OpenPilot CC3D haben wir bereits einige Artikel veröffentlicht. So gehört beispielsweise unsere Anleitung zum Flashen von CleanFlight auf das CC3D Board zu unseren meist aufgerufenen Artikel. Das OpenPilot Projekt wurde im Jahr 2015 eingestellt und wird nicht mehr weiter entwickelt.

OpenPilot Warnung vor dem Flashen vor Cleanflight

LibrePilot

Aus dem OpenPilot Projekt ging noch im Jahr 2015 die Flug-Software LibrePilot hervor. Diese richte sich sowohl an größere Drohnen, als auch an FPV Racing Quads. Unterstützt werden die Controller der OpenPilot Plattform sowie weitere Boards. LibrePilot unterstützt autonome Flugmaneuver, wie das automatische Starten und Landen von Drohnen. Auch eine Return to Home Funktion ist für Drohnen mit GPS verfügbar. LibrePilot wurde zuletzt im Jahr 2017 aktualisiert und steht anderen Projekten deshalb in Sachen Technologie nach. Im Gegensatz zu den MultiWii-Ablegern setzten OpenPilot und LibrePilot außerdem auf einen Softwareclient, der direkt installiert werden muss und nicht via Chrome Extension zur Verfügung steht.

Häufige Probleme mit MultiWii

Du fliegst noch mit dem original MultiWii Projekt?  Zwei häufige Herausforderungen mit MultiWiii sind ungleiche Motordrehzahlen, die dir im GUI angezeigt werden (ich habe dieses Theme in einem separaten Artikel behandelt) und die Konfiguration des MultiWii Fail Safes für den Notfall. Vielleicht helfen diese Artikel auch heute noch jemanden weiter und sparen viele Stunden Fehlersuche. :)

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...studierter Wirtschaftsingenieur und Wirtschaftsinformatiker, leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und freier Redakteur bei dem Computer-Onlinemagazin Allround-PC.com.

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