Bund fördert Drohnen zur Rehkitzrettung mit bis zu 4.000 Euro

Publiziert von Nils Waldmann

am

Jährlich sterben immer noch tausende junge Rehe den so genannten Mähtod durch landwirtschaftliche Maschinen. Über die letzten Jahre sind deshalb immer mehr Drohnenpiloten in der Rehkitzrettung aktiv geworden. Jetzt können sich bestimmte Personengruppe passende Drohnen sogar vom Bund fördern lassen.

Rehkitze werden im Frühjahr leider häufig genau dann geboren, wenn das Abmähen von landwirtschaftlichen Nutzflächen ansteht. Die Jungtiere haben dabei noch keinen Fluchtreflex, sondern pressen sich bei Gefahr ohne Anleitung des Elterntieres an den Boden.

Was in der Natur ein guter Instinkt ist, endet für viele Rehkitze durch das Mähwerk tödlich. Denn die Tiere fliehen nicht, wenn die Maschine anrollt, sondern verharren an der Stelle und werden durch die Messer so schwer verletzt, dass sie in der Regel sterben.

Drohnen helfen bei der Rehkitzrettung

Aus diesem Grund hat sich in den letzten Jahren eine Gruppe an Drohnenpiloten gebildet, die Felder vor der der Mahd abfliegen, um Jungtiere zu retten. Deren Position wird dann entweder markiert und der entsprechende Bereich beim Mähen ausgespart oder aber die Tiere werden vorher aus den Feldern geholt.

Dazu benötigt es Drohnen mit Wärmebildkameras, die die Körperwärme der Rehkitze aufspüren. Reine Sichtbildkameras helfen in der Regel nicht weiter, weil der Bewuchs häufig zu hoch ist und sich die Rehkitze möglichst flach an den Boden anschmiegen, sodass man die Tiere aus der Luft nur schwer oder gar nicht erkennt.

Viele Drohnenpiloten gehen dieser Aktivität im Ehrenamt nach. Das bedeutet bisher auch, dass die Anschaffung der Drohne ein Privatvergnügen war. Für bestimmte Personengruppe kann sich das nun ändern, denn der Bund will entsprechende Investitionen fördern.

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung schießt bis zu 4.000 Euro zu

Die neue Initiative wurde von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ins Leben gerufen und soll die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung finanziell unterstützen.

Insgesamt können nach Antragstellung, welche in zwei Phasen abläuft, bis zu 60 % der Kaufsumme der Drohne bis zu einem Maximum von 4.000 Euro pro Antrag gefördert werden. Für die Aktion steht ein Budgettopf in Höhe von 3 Millionen Euro bereit.

Der erste Antrag auf Förderung eines entsprechenden UAVs muss dabei bis einschließlich 1. September 2022 über das Onlineformular des BLEs bei der Behörde eingehen.

Wichtig ist, dass nicht jeder sich eine Drohne mit IR-Kamera fördern lassen kann. Die Förderung richtet sich explizit an folgende Gruppen und Organisationen:

  • Kreisjagdvereine und Jägervereinigungen auf Kreisebene (e.V. oder Körperschaften)
  • Vereine (auf regionaler oder lokaler Ebene), die „satzungsgemäß hauptsächlich die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen durchführen“

Außerdem stellt das BLE auch einige Anforderungen an die Drohne, damit diese förderfähig ist:

  • Echtbildkamera mit integrierter/ kompatibler Wärmebildkamera
  • Mindestflugzeit 20 Minuten
  • Home Return Funktion

Wissen sollten Antragsteller, dass sich auch Equipment, wie Akkus, Koffer oder Ladegeräte zu der entsprechenden Drohne fördern lässt.

Alle genauen Informationen und welche weiteren Voraussetzungen zu beachten sind (Prüfungsrecht des Bundes, ein Antrag pro Drohne, Verhalten bei Defekt der Drohne, etc.) findet ihr auf der Website des BLE.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnen-News, Drohnen-Leaks, Drohnen-Gerüchte, Drohnen-Guides und Drohnen-Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!


Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Bitte beachtet, dass es sich bei Drone-Zone um eine reine Website zur Information und keinen Online-Shop handelt. Ihr könnt über unsere Seite keine Kaufverträge über die dargestellten Artikel abschließen und auch keine persönliche Beratung hierzu in Anspruch nehmen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Avatar-Foto

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Schon gesehen?

Eim Bild einer Heuschrecke

Indien erlaubt Nachtflüge für Drohnen im Kampf gegen Heuschrecken

Die indische Flugaufsichtsbehörde hat einem Antrag statt gegeben, Drohnen bei Nacht einsetzen zu dürfen, um Heuschrecken auf Feldern und Bäumen zu bekämpfen, die die Nahrungssicherheit lokal bedrohen. Die Zentralstaaten und ... jetzt lesen!

Agras T50 Drohne im Flug Sprühbetrieb vor bergiger Landschaft

DJI bringt Agras T25 & T50 Drohnen an den Start

Der Drohnenhersteller DJI hat jetzt die neuste Generation seiner Agras-UAVs für die Verwendung in der Landwirtschaft vorgestellt. Die Agras T25 und Agras T50 Modelle wurden weiter verbessert und sollen noch ... jetzt lesen!

Livox Tele-15 LiDar

DJI soll an Technologie für selbstfahrende Autos arbeiten

Das chinesische Unternehmen DJI ist in erster Linie für seine Weltmarktführerschaft im Bereich kleinerer Drohnen für den privaten und kommerziellen Einsatz bekannt. Neuen Informationen zur Folge, könnte DJI auch in ... jetzt lesen!

DeDrone RF-160 Drohnen Sensor

BlackBerry steigt mit Dedrone in Counter-Drohnen-Geschäft ein

Der ehemalige Mobiltelefon- und Smartpohnehersteller BackBerry ist eine neue Partnerschaft eingegangen, die das Unternehmen nun auch im Bereich der Anti-Drohnen-Lösungen vertritt. Wer von der Marke BlackBerry hört, denkt wohl zunächst ... jetzt lesen!

Schreibe einen Kommentar