China: Drohne verletzt 5 Jährige im Kindergarten schwer

In China ist es zu einem Unfall gekommen, der zu einer der Horrorvorstellungen jedes Drohnenpiloten zählen dürfte: Ein Kind wurde durch ein UAV schwer verletzt. Der Fall macht abermals deutlich, wie wichtig Abstandsregeln beim Flug in der Nähe unbeteiligter Personen sind.

Die meisten Unfälle mit Drohnen über die wir berichten müssen, beschränken sich zum Glück in den aller meisten Situationen auf Sachschaden. Personen kommen glücklicherweise auch bei von außen betrachtet spektakulären Abstürzen sehr selten zu Schaden.

In China ist es nun leider anders gekommen. Ausgerechnet ein fünf Jahre altes Mädchen wurde in diesem Fall getroffen und schwer verletzt.

Hinweis: Es wurden auch Bilder von dem Unfall (vor und nach dem Nähen der Schnitte) veröffentlicht. Diese haben wir unten im Artikel verlinkt / eingebunden (via Twitter). Wer das nicht sehen kann oder mag, ist hiermit informiert.

Drohne fällt Mädchen ins Gesicht

Der Vorfall ereignete sich vor wenigen Tagen in dem Bezirk Yubei in der Großstadt Chongqing (ca. 31 Millionen Einwohner) im Südwesten des Landes. Eine Fünfjährige wurde hier während einer offenbar geplanten Fotoaktion verletzt, während sie im Kindergarten war.

Wie die Website Kanzhaji unter Berufung auf den Fernsehsender Chongqing Network Radio and Television Station berichtet, sollten in der Einrichtung an dem Tag unter anderem Aufnahmen der Kinder gemacht werden – offenbar ein klassischer Fototag. Das hierfür auch eine Drohne zum Einsatz kam, ist angesichts der weiten Verbreitung der Technologie in China wenig verwunderlich.

Wie es genau zu dem Unfall kam, ist nicht exakt beschrieben. Die Drohne (Modell unbekannt) fiel aber offenbar während des Fluges aus der Luft und traf das kleine Mädchen mit laufenden Rotoren im Gesicht.

Der Zusammenstoß verursacht tiefe Schnittwunden im Bereich zwischen den Augen, an der Stirn und unter dem linken Auge. Offensichtlich hatte die Verunfallte extremes Glück und die Augen blieben von größeren Verletzungen verschont.

Kindergarten bietet Schmerzensgeld an

In dem original Bericht der Sendung City 700 wird die Geschichte in über 17 Minuten im Fernsehen behandelt. Zu sehen ist under anderem die Mutter des Kindes, wie sie wutentbrannt auf eine Person in der Verwaltung der Kindereinrichtung einredet. Auch die Polizei und ein Mediator wurde eingeschaltet, um die Situation vor Ort zu deeskalieren.

Den Berichten zur Folge soll sich der Kindergarten in dieser Sache sehr bedeckt gehalten haben. Am Ende soll angeblich eine Entschädigungszahlung von 30.000 Yuan (knapp 4350 Euro) angeboten worden sein, um die Sache außergerichtlich zu einigen. Ob die Eltern diese Zahlung angenommen haben oder weiter vor Gericht ziehen, ist offen.

Der Drohnenpilot war demnach ein Betrauter des Kindergartens, der ansonsten die sportlichen Veranstaltung in dieser Einrichtung durchführt.

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Die Wunden des Kindes mussten offenbar alle genäht werden und dürften pro Schnitt mehrere Zentimeter lang sein (insgesamt 21 Stiche laut Quelle). Am Ende erinnert dieser Unfall erneut daran, wie essenziell es ist, vor allem von Menschen und Lebewesen großzügigen Abstand beim Fliegen zu halten, die die von UAVs potenziell ausgehende Gefahr alleine nicht richtig einschätzen können. Auch Prop-Guards (Propellerkäfig) hätten in diesem Fall wohl bereits einen Teil des Schadens abwenden können.

Quelle: KANZHAJI via 都市700

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Ein Gedanke zu „China: Drohne verletzt 5 Jährige im Kindergarten schwer

  • 1. August 2022 um 15:10
    Permalink

    Hallo zusammen,
    Drohnen sind gefährlich. Wir besitzen vier Stück. Wir halten uns an alle vorgegebenen Regeln.
    Kürzlich ist uns eine Drohe abgestürzt. Ohne unser Zutun hat sich die Drohne auf die Seite gelegt und hat sich kopfüber in der Acker gebohrt. Wenige Meter neben uns. Der Hersteller geht von einer technischen Störung aus. Will alles prüfen.
    Es sollte jeder Pilot bedenken, dass es immer zu technischen Störungen kommen kann.
    Risiken sollten unbedingt vermieden werden.
    Freundliche Grüße

    Antwort

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