DJI Mini 2 Drohne im Test: 4K und OcuSync 2.0 für alle?

Die DJI Mini 2 ist da. Mit der zweiten Evolution seiner Mavic Mini Drohne bringt DJI ein neues Modell für das Einsteigersegment auf den Markt. Neue Features, wie die 4K-Kamera oder das OcuSync 2.0 Übertragungssystem sollen die Käufer überzeugen. Was die kleine DJI Mini 2 wirklich kann, lest ihr im folgenden Testbericht.

Bereits im Vorfeld zum offiziellen Lauch der Drohne gab es viele Leaks, Gerüchte und Meinungen zur neuen DJI Mini 2 Drohne. Nun ist das neue Modell offiziell verfügbar und wir freuen uns, euch unseren ausführlichen Testbericht der zweiten Mavic Mini Generation präsentieren zu können.

Neben diesem Testbericht haben wir noch eine Reihe weitere Guides rund um die DJI Mini 2 für euch am Start. Dazu gehören der Vergleich zwischen DJI Mavic Mini und DJI Mini 2, die Gegenüberstellung zwischen Mavic Air 2 und der DJI Mini 2 sowie unser Artikel über das Mini 2 Fly More Combo.

Am Anfang des Testberichtes möchten wir euch darüber informieren, dass das Produkt direkt vom Hersteller für einen Test zur Verfügung gestellt wurde. Diese Tatsache hat aber keinen Einfluss auf die Objektivität unserer Meinung/das Testergebnis. Wir haben das Fly More Combo der DJI Mini 2 Drohne getestet.

DJI Mini 2 – Das Upgrade ist da

Die neue DJI Mini 2 Drohne ist die offizielle Nachfolgerin der beliebten Mavic Mini Drohne. Die Mavic Mini war DJIs erstes Modell, dass mit einem Gewicht von unter 250 g auf den Markt kam (wenn wir die Ryze Tello einmal nicht mitzählen).

Damit eröffnete der chinesische Drohnenhersteller sich im November 2019 einen neuen Markt. Viele Menschen, die zuvor die teils schwer zu durchblickenden gesetzlichen Regelungen scheuten, bekamen mit der Mavic Mini eine Möglichkeit in die Drohnenwelt hineinzuschnuppern. In Deutschland führt das geringe Gewicht aktuell noch zu relativ wenig Vorteilen, das ändert sich aber mit den kommenden EU-Drohnenregelungen.

Mini 2 Drohne zusammengeklappt von oben
Die neue DJI Mini 2 Drohne ist wieder extrem kompakt.

Die Mini 2 Drohne soll nun die beliebte Mavic Mini ersetzen. Dazu hat DJI seine Kompatkdrohne mit neuen Features ausgestattet, die vorher nur für teurere Modellen der Mavic-Familie verfügbar waren. Dazu zählen die neue 4K-Kamera, das neue Übertragungssystem und Detailverbesserung im Vergleich zur ersten Mavic Mini Generation.

Die DJI Mini 2 wird damit deutlich erwachsener und positioniert sich damit am oberen Ende des Einsteigersegmentes. Die Drohne könnte sogar den einen oder anderen Profi überzeugen, wenn DJI seine Hausaufgaben gemacht hat.

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Design: Weiterhin ein Winzling

Beim Design ändert sich im Vergleich zum Vorgängermodell nur wenig. Die DJI Mini 2 setzt auf einen nahezu identische Frame und kommt somit auch in den Genuss des praktischen Faltmechanismus der Mavic-Familie. So wird die ohnehin schon kleine Drohne für den Transport noch kleiner.

Das deutlichste Erkennungsmerkmal der DJI Mini 2 gegenüber der Mavic Mini ist sicherlich der auffällige 4K-Schriftzug an der Front der Kamera. Außerdem hat DJI die Spitzen der weiterhin zweigeteilten Propeller nun orange eingefärbt. Das trifft natürlich genau unseren Geschmack, ist aber sicherlich ein subjektiver Eindruck.

Die Propeller müssen im Falle des Falles mit dem beiliegenden Werkzeug getaucht werden. Auf eine werkzeuglose Montage der Luftschrauben, wie bei der Mavic Air 2 oder der Mavic 2 Pro, muss auch die Mini 2 weiterhin verzichten. Dafür lassen sich die Propellerblätter natürlich einzeln wechseln.

Wenn man die Kofferraumklappe öffnet, wird eine weitere Änderung sichtbar. Anstelle der microUSB-Buchse kommt die DJI Mini 2 nun endlich mit einer zeitgemäßen USB Type C-Schnittstelle. Darüber lässt sich die Drohne auch aufladen.

Die DJI Mimi 2 hat nun außerdem einen weiteren LED-Streifen an der Front über der Kamera, der sich in seiner Farbe und Leuchtmuster im Flug über die DJI Fly App (ab v1.2.0) steuern lässt. Die LED am Heck ist nun zusätzlich mit einem Button ausgestattet, der nach zwei Sekunden den Wechsel in den QuickTransfer Modus zur Dateiübertragung aktiviert/deaktiviert.

In Sachen Gewicht hat sich ebenfalls nicht viel getan. Die DJI Mini 2 wiegt weiterhin unter 249 g und unterbietet damit die wichtige Grenze von 250 g, die in vielen Ländern rechtlich den Unterschied zwischen „Spielzeugen“ und „Flugmodellen“ macht.

Eine nicht sichtbare Verbesserung gibt es außerdem bei den Propellerarmen. Die Frontarme der Mavic Mini ließen sich durch Torsion relativ einfach verwinden. Dadurch sollen bei einigen Nutzern die Propeller im Flug den Rumpf berührt haben. Bei der DJI Mini 2 hat DJI nachgebessert. Die Arme sind nun extrem steif, die Verwindung ist nicht mehr möglich.

In Sachen Verarbeitungsqualität hat sich glücklicherweise ebenfalls wenig verändert. Das drücken wir absichtlich so aus, denn auch die erste Mavic Mini Generation war bereits DJI-typisch auf einem hohen Qualitätsniveau gefertigt. Die DJI Mini 2 schließt sich da an.

Natürlich darf man in Bezug auf die Haptik nicht die gleiche Erfahrung, wie bei einer mehr als drei Mal so teuren Mavic 2 Pro erwarten. Trotzdem ist die DJI Mini 2 Drohen solide gebaut und gibt uns keinen Grund zur Beanstandung.

Für den einfacheren Transport kommt die Drohne nun im Übrigen mit einem neuen Propellerhalter. Dieser legt sich einmal um den Rumpf und hält im zusammengeklappten Zustand sowohl die Propeller auf der Ober- als auch auf der Unterseite zusammen. Ziemlich praktisch.

DJI Mini 2 Kamera: 4K und 100 MBit/s

Die für die meisten von euch wohl interessanteste Neuerung ist das Upgrade der Kamera. Endlich spendiert DJI auch seiner kleinsten Drohne die Fähigkeit Videos in 4K (UHD) aufzuzeichnen. Damit macht die DJI Mini 2 einen großen Sprung im Vergleich mit der 2,7K-Auflösung der Mavic Mini.

Die Videos werden dabei mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Auch in 2,7K zeichnet die DJI Mini 2 weiterhin mit 30 fps auf.

DJI Mini 2 und Mavic Mini Schrägansicht Kamera
DJI Mini 2 und Mavic Mini sehen sich sehr ähnlich. Man erkennt den neuen LED-Streifen der DJI Mini 2 an der Stirn.

Dafür hat DJI ordentlich an der Videopipeline gedreht. Anstelle der eher geringen 40 MBit/s bei der Mavic Mini, zeichnet die neue DJI Mini 2 nun mit sage und schreibe 100 MBit/s in H.264 auf. Das bedeutet deutlich mehr Bilddetails, selbst bei gleicher Videoauflösung, da so weniger Inhalte durch die Kompression verloren gehen. Die DJI Mini 2 wird damit zu einer erwachsenen Kameradrohne.

Das nächste Upgrade versteckt sich still in den technischen Daten, dürfte jedoch viele potenzielle Käufer, die bis jetzt gezögert haben, zu einem Kauf animieren. DJI erlaubt nun endlich auch das Schießen von Fotos in RAW. Genau genommen, kann der 12-MP-CMOS Sensor (1/2,3-Zoll) nun auch Standbilder in DNG-RAW abspeichern und ist nicht mehr nur auf JPEG beschränkt.

Damit wird die Mini 2 auch zu einem interessanten Tool für Fotografen, die ihr Fotos in der Regel gerne nachbearbeiten. DNG-RAW Files bieten die dafür nötigen Bildinformationen nun auch für Aufnahmen der neuen DJI Kompaktdrohne.

Mini 2 Kamera zentriert
Die Kamera zeigt direkt was sie kann: Bis zu 4K sind im Videomodus möglich.

Damit Hand in Hand geht auch die neue Möglichkeit nun automatische Belichtungsreihen mit drei Fotos aufzeichnen zu können. So lassen sich manuell auch HDR-Fotos zusammensetzen.

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Controller: OcuSync 2.0 an Bord

Das nächste große Update im Vergleich zur Mavic Mini ist auf den ersten Blick sogar noch etwas offensichtlicher. Die DJI Mini 2 kommt nun mit einem neuen Controller. Genau genommen, ist es ein alter Bekannter. DJI verpasst dem neuen Modell nämlich einfach den Controller der teureren Mavic Air 2 Drohne (zum Testbericht).

Damit geht auch einher, dass die DJI Mini 2 ab sofort auf OcuSync 2.0 zurückgreifen kann. Damit löst DJI die letzte Drohne in der Mavic-Familie ab, die noch auf die Enhanced Wifi Verbindung setzen.

Mit OcuSync 2.0 steigt die maximale Reichweite des Funksystems von 2 km (CE) bei der Mavic Mini auf bis zu 6 km (CE) bei der DJI Mini 2. Außerdem bietet OcuSync 2.0 den Zugriff auf zwei Frequenzbänder (2,4 / 5,8 GHz), die dynamisch verwendet werden können. Neben mehr Reichweite bedeutet das auch bessere Bildqualität des Live-Feeds und höher Robustheit gegenüber Störungen.

Zukünftig hält diese Neuerung außerdem die Option offen, die DJI Mini 2 auch mit dem DJI Smart Controller steuern zu können. Dann könnten alle aktuellen Mavic-Modelle mit nur einer Fernsteuerung verwaltet werden.

Der neue Controller selbst hat sich gegenüber der Mavic Air 2 kaum verändert. Lediglich die Buttons hat DJI etwas anders beschriftet. Käufer der neuen Drohne bekommen nun also auch Zugriff auf die neue Smartphone-Halterung überhalb des Controllers.

Damit erhöht DJI den Bedienkomfort in Verbindung mit einem Android- oder iOS-Smartphone deutlich im Vergleich zum Mavic Mini Controller. Die größeren Abmessungen der Fernsteuerung führen zwar zu einem größeren Transportmaß, in unseren Augen überwiegt aber der Komfortgewinn durch bessere Ergonomie.

Da man sich mit dieser Veränderung auch von dem Faltmechanismus des Controllers verabschiedet, liegt die neue Fernsteuerung zudem stabiler in der Hand. In unseren Augen ist die Verarbeitung außerdem noch ein bisschen besser als bei dem Mavic Mini Controller, zumindest wirkt der neue Controller insgesamt hochwertiger.

Einrichtung: Bevor es los geht

Wie bei allen DJI Drohnen ist die erste Inbetriebnahme eigentlich sehr intuitiv gelöst. Im ersten Schritt müssen natürlich die Akkus aufgeladen werden. Das gilt sowohl für die neuen Flugakkus, als auch für die Fernsteuerung. Beides geschieht wahlweise über USB Type C oder aber über das Mehrfach-Lade-Hub des Fly More Combos der DJI Mini 2.

Auch die Flugakkus hat DJI im Vergleich zur Mavic Mini überarbeitet. Diese haben nun eine etwas geringer Kapazität, arbeiten dafür aber mit einer erhöhten Spannung. Es handelt sich nun um 2S-LiPo-Akkus mit knapp 17 Wh. Die Mavic Mini setzt hingegen auf Li-Ionen-Akkus.

Kompatibel sind die beiden Akkugeneration aus diesem Grund jedoch nur in eine Richtung. DJI verhindert ein fälschliches Vertauschen der Mavic Mini und DJI Mini 2 Akkus durch eine neue Farbgebung und einen veränderten Verriegelungsmechanismus. Die Mini 2 kann offenbar mit dem Akku der ersten Generation betrieben werden (keine Auffälligkeiten bei einem kurzen Test), der Mini 2 Akku passt aber nicht in die Mavic Mini.

Nachdem die Akkus voll sind, lassen sich Drohne und Controller miteinander verbinden. Dazu kommt natürlich ein unterstüztes Smartphone und die DJI Fly App zum Einsatz.

Es folgt noch die bei DJI obligatorische Aktivierung des Produkts durch den eigenen DJI Account. Sobald dieser Schritt erledigt ist, ist die Drohne einsatzbereit. Käufer haben dann außerdem die Möglichkeit den optional erhältliche Care Refresh-Schutz zu erwerben und freizuschalten.

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Wir empfehlen außerdem eventuelle Firmware-Aktualisierung direkt aufzuspielen. Dabei immer darauf achten, dass ihr nach einem Update alle Flugakkus einmal in die Drohne einsetzt. Denn auch diese müssen ggf. aktualisiert werden. Das macht die DJI Mini 2 dann automatisch für euch.

DJI Fly App: Intuitiv und schlank

Mit der DJI Mini 2 ist nunmehr die dritte Drohne von DJI verfügbar, die auf die neue DJI Fly App setzt. Ursprünglich mit der Mavic Mini eingeführt, hat DJI den Funktionsumfang der App im Rahmen der Mavic Air 2 Drohne deutlich ausgebaut.

Die DJI Mini 2 kommt nun direkt in den Genuss vieler dieser erweiterten Funktionen. Dazu zählt zum Beispiel auch der digitale Zoom mit bis zu 4x im Full-HD-Videomodus.

Insgesamt ist die Fly App sehr einsteigerfreundlich gestaltet und bietet mit den integrierten Tutorialvideos viel Informationen für Beginner. Uns gefällt an der App vor allem die viel aufgeräumtere Oberfläche im Vergleich zur DJI Go 4 App. Außerdem räumt DJI den Kamerafunktionen viel Platz auf dem Hauptbildschrim ein, was sich im Betrieb als echter Mehrwehr herausstellt.

So lassen sich die Aufnahmemodi mit wenigen Klicks ändern und auch die verschiedenen Framerates sind nicht in Untermenüs versteckt. Für Anfänger also genau richtig. Profis finden sich ohnehin schnell zurecht und werden viele Parallelen zur Go 4 App entdecken.

Ganz so funktionsreich wie die Go 4 App ist die DJI Fly App aber noch nicht. Daran arbeitet DJI aber ganz offensichtlich, wie die diversen Updates im Verlauf des Jahres gezeigt haben.

Performance: Noch agiler

Raus auf’s Feld. Hier muss die DJI Mini 2 zeigen, was sie wirklich kann. Und es gibt keine großen Überraschungen – das meinen wir positiv.

Insgesamt fliegen sich die DJI Mini 2 und die Mavic Mini sehr ähnlich. Man merkt der neuen Drohne aber an, dass DJI noch einmal etwas am Antrieb geändert hat. Die DJI Mini 2 wirkt dadurch minimal agiler. Agilität war aber auch schon bei der Mavic Mini kein Problem.

Außerdem soll die Windresistenz durch den neuen Antrieb laut DJI von Windstärke 4 (Mavic Mini) auf Windstärke 5 (DJI Mini 2) ansteigen. Bisher hatten wir noch keine gute Gelegenheit das zu testen. Insgesamt macht Fliegen bei Windstärke 5 aber allgemein schon wenig Spaß. Wir versuchen das aber noch nachzureichen.

Durch den neuen Antrieb und den neuen Akku soll die DJI Mini 2 nun sogar bis zu 31 Minuten mit einer Akkuladung in der Luft bleiben. Das ist eine Minute länger als die Vorgängerin. Und das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die neue Elektronik für die Kamera und das OcuSync 2.0 im Schnitt eher mehr Energie benötigen dürften.

Im Praxistest haben wir mit einem Akku und etwas Puffer (Rest 18%) zwischen 24 und 25 Minuten gemessen. Der Wert deckt sich also mit der Ausdauer der Mavic Mini. In unsern Augen wunderbar. Denn die Akkus der DJI Mini 2 sind vergleichsweise günstig und vor allem leicht, um problemlos direkt mehrere Packs mitzunehmen.

Das OcuSync 2.0 System macht sich im direkten Vergleich mit einem stabileren Videolink bemerkbar. Es gibt deutlich weniger Artefakte bei der Videoüberträgung, als es noch bei der Mavic Mini der Fall war. Das merkt man vor allem dann, wenn die Drohne etwas weiter weg ist oder eine andere Drohen mit OcuSync 2.0 in der Nähe betrieben wird.

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Insgesamt macht die DJI Mini 2 also auch einen sehr soliden Eindruck im Flugeinsatz.

Sensoren und autonome Flugfunktionen

Wie auch die Mavic Mini, muss auch die neue DJI Mini 2 auf nahezu alle Umgebungssensoren verzichten. Lediglich ein nach unten gerichtete Sensor in Form von zwei Kameras erlaubt die Positionserkennung der Drohne ohne GNSS. Eine aktive Hinderniserkennung bzw. Kolissionsvermeidung hat die Drohne damit weiterhin nicht.

Damit in einer Linie fallen auch die verfügbaren autonomen Flugfunktionen, die DJI der kleine Drohne mitgegeben hat. Auf ActiveTrack, also das Verfolgen von Objekten, oder gar die gesamte FocusTrack-Suite kann die DJI Mini 2 weiterhin nicht zugreifen. Das bleibt der Mavic Air 2 und aufwärts vorbehalten.

Mini 2 Unterseite mit Sichtsensoren
An der Unterseite gibt es nur zwei Stereokameras. Das war’s mit dem Umgebungssensoren der DJI Mini 2.

Als automatische Flugmodi stehen damit also lediglich die altbekannten Funktionen, wie QuickShots und Panoramen zur Verfügung. In Sachen Quick Shots werden Drone, Helix, Rocket, Circle und Boomerang unterstützt. Bei den Panorama-Aufnahmen kann zwischen Sphäre (26 Bilder), 180° (7 Bilder) und Weitwinkel (9 Bilder) gewählt werden.

Natürlich kann die DJI Mini 2 auch auf RTH und GeoFencing zurückgreifen. Das gehört für uns aber zur Grundausstattung einer modernen Drohne.

Mini 2 Quick Shots mit Objekterkennung
Für QuickShots erkennt die Kamera Objekte automatisch (Plus-Symbol).

Ein kleines Sensorupgrade gibt es aber doch zu berichten: Der GNSS-Empfänger kann nun neben GPS und GLONASS auch das Galileo Satellitensystem zur Bestimmung seiner Position nutzen.

Speicherbedarf und Bitraten: Eine Analyse

Wie bei allen unseren Testberichten haben wir natürlich das Videomaterial und Fotos der verschiedenen Aufnahmemodi für euch analysiert. Wer mit diesen Daten nichts anfangen kann: Nicht schlimm. „Auf Deutsch“ gibt es das Ganze unter der Tabelle. Allen anderen: Viel Spaß.

Modus4K / 30p4K / 25p4K / 24p2,7K / 30p2,7K / 25p2,7K / 24p
Auflösung3840 x 2160 3840 x 2160 3840 x 2160 2720 x 15302720 x 15302720 x 1530
Ratio16:916:916:916:916:916:9
Avg. Framerate29,97 fps25 fps23,976 fps29,97 fps25 fps23,976 fps
Avg. Bitrate101 MBit/s100 MBit/s101 MBit/s40,5 MBit/s40,6 MBit/s40,9 MBit/s
Encoding Profile (Codec)High@L5.1 (H.264)High@L5.1 (H.264)High@L5.1 (H.264)High@L5.0 (H.264)High@L5.0 (H.264)High@L5.0 (H.264)
InterlacingProgressivProgressivProgressivProgressivProgressivProgressiv
Farbtiefe8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit
FarbraumRec.709Rec.709Rec.709Rec.709Rec.709Rec.709
Sub-Sampling4:2:04:2:04:2:04:2:04:2:04:2:0
Modus1080p / 60p1080p / 50p1080p / 48p1080p / 30p1080p / 25p1080p / 24p
Auflösung1920 x 10801920 x 10801920 x 10801920 x 10801920 x 10801920 x 1080
Ratio16:916:916:916:916:916:9
Avg. Framerate59,94 fps50 fps47,952 fps29,970 fps25 fps23,976 fps
Avg. Bitrate40 MBit/s40,6 MBit/s40,5 MBit/s35,5 MBit/s35,5 MBit/s35,0 MBit/s
Encoding Profile (Codec)High@L4.2 (H.264)High@L4.2 (H.264)High@L4.2 (H.264)High@L4.0 (H.264)High@L4.0 (H.264)High@L4.0 (H.264)
InterlacingProgressivProgressivProgressivProgressivProgressivProgressiv
Farbtiefe8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit8 Bit
FarbraumRec.709Rec.709Rec.709Rec.709Rec.709Rec.709
Sub-Sampling4:2:04:2:04:2:04:2:04:2:04:2:0

Ein Blick auf die Bitrate verrät: DJI hat ordentlich an der Picture Pipeline und am Image Processing gedreht. Statt maximal 40 MBit/s sollen nun 100 MBit/s möglich sein. Und diese Werte erreicht die DJI Mini 2 auch ohne Probleme. Im 4K-Modus kann durchgehend mit 100 MBit/s aufgezeichnet werden. Ab einer Auflösung von 2,7K sinkt die Bitrate auf 40 MB/s und liegt damit auf Augenhöhe der Vorgängerin. In 1080p arbeitet der Encoder mit knapp 35 MBit/s.

Quickshots werden im Übrigen in 1080p mit 30 fps bei 35 MBit/s aufgezeichnet.

Bei den Standbildern haben wir folgende Werte ermittelt:

ModusEinzelbild 16:9Einzelbild 4:33x3 Panorama180° Panorama
Auflösung4000 x 22504000 x 30004096 x 20487009 x 1312
Ratio16:94:32:1Breitbild
typ. Größe JPEG4,4 MB5,6 MB2 MB2 MB
typ. Größe RAW18,5 MB24,5 MBkein RAWkein RAW
Farbtiefe JPEGRGBA/8RGBA/8RGBA/8RGBA/8
Farbtiefe RAWRGBA/32RGBA/32kein RAWkein RAW
Farbprofil JPEGsRGBsRGBsRGBsRGB

Die Einzelbilder von Panoramen (3×3, 180° und Sphere) werden lediglich als JPG gespeichert. RAW steht für Einzelbilder und Belichtungsreihen zur Verfügung

Bildqualität: Was kann die neue Kamera?

Anhand einiger Beispiele wollen wir euch noch einen Überblick über die Qualität der neuen 4K-Kamera geben. Dazu haben wir die Aufnahmen der Mavic Mini und der neuen DJI Mini 2 unter möglichst identischen Bedingungen miteinander verglichen.

Zu sehen ist jeweils ein Vollbild und dann eine 250%ig Vergrößerung auf denselben Bildausschnitt. Verblichen wurden 4K und 2,7K sowie 1080p-Aufnahmen. Die Bilder sind dabei als Framegrab aus einem Video mit maximaler Bildwiederholungsrate entnommen. Alle Bilder wurden im Web komprimiert.

Bei den Standbildern haben wir euch anhand eines Beispiels noch den Unterschied zwischen JPEG und RAW und zwischen Mavic Mini und DJI Mini 2 dargestellt. Die Bilder wurden für die Darstellung im Web komprimiert (längste Kante 2200 Pixel, 80 % JPEG).

Das Fly More Combo: Mehr Akkus und Zubehör

Für unseren Testbericht stand uns das Fly More Combo der DJI Mini 2 Drohne zur Verfügung. Dieses enthält zwei weitere Flugakkus, mehr Ersatzpropeller, das Multi-Lade-Hub, ein USB-Netzteil für die Steckdose sowie eine Tragetasche für alle Komponenten. Ob sich das Fly More Combo für euch lohnt, haben wir bereits an dieser Stelle für euch diskutiert.

Der größte Vorteil des Fly More Combos sind ohne Frage die zwei zusätzlichen Flugakkus. Mit insgesamt drei Akkus kann die DJI Mini 2 so also ganz locker über eine Stunde in der Luft bleiben. Für die meisten Anwendungsfälle wohl mehr als genug. Für den Schnappschuss im Urlaub beinahe Overkill.

In diesem Kontext extrem nützlich ist das Multi-Lade-Hub, das DJI dem Set beilegt. Dieses Gerät dient zum einen als Transporthülle für die drei Flugakkus und erlaubt gleichzeitig das Aufladen aller Akkus mit nur einem USB-Adapter. Die Akkus werden dann nacheinander geladen, ihr spart euch aber das Wechseln der Akkus, sobald eine Batterie voll ist. Der Ladevorgang wird dann automatisch mit dem nächsten Akku fortgesetzt.

Die Ladung erfolgt dabei intelligent und beginnet immer bei dem Akku mit dem höchsten Ladestand, sodass ein voller Akku in kürzest möglicher Zeit zur Verfügung gestellt wird. Außerdem hat das Charhing-Hub auch eine Powerbank-Funktion. Ihr könnt also beliebige USB-Geräte mit dem Saft aus den drei Flugakkus aufladen. Extrem praktisch, wenn unterwegs der Akku vom Smartphone zur Neige geht oder ihr die Akkus entladen wollt, weil ihr zum Beispiel eine Flugreise antreten müsst auf die euch die DJI Mini 2 begleiten soll.

Damit der Ladevorgang flott voran geht, legt DJI ein passendes Quick Charge USB-Netzteil bei. So habt ihr mehr Leistung zur Verfügung, als mit den Standard-5V/2A-Adaptern, die viele von euch zu Hause haben dürften. Natürlich lässt sich ein einzelner Akku aber auch direkt über die USB C-Schnittstelle in der Drohne aufladen. Im Notfall besser als nichts.

Alle diese Komponenten finden dann zusammen mit der Drohne und dem neuen Controller in der Tragetasche Platz, die DJI dem Fly More Combo beilegt. Diese fällt aufgrund der neuen Form des Controller etwas größer aus als das Case der Mavic Mini (zum Testbericht). Dafür kann man sich die Drohne nun in der Tasche umhängen und so auch ohne einen extra Rucksack leicht transportieren.

DJI Mini 2 Fly More Combo Box 1
Das Fly More Combo kommt mit zusätzlichen Akkus und weiterem Zubehör

Die Verarbeitung der Tasche ist aus unserer Sicht gut. Die originalen Taschen von DJI sind im Vergleich immer etwas teurer als Produkte von Drittanbietern. Dafür haben wir die Erfahrung gemacht, dass sie in der Regel mit minimalen Abmessungen alle Komponenten optimal aufnehmen können. Wer es kompakt mag, bekommt im Fly More Combo also bereits eine super Transportoption für die DJI Mini 2 mitgeliefert.

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Was die DJI Mini 2 besser machen könnte

Insgesamt macht die DJI Mini 2 in unserm Test eine durchweg positive Figur. Das wundert kaum, denn schon die Mavic Mini kam in unserem Test gut weg, Wir sind jedoch stets darauf bedacht, euch den größten Mehrwert mit unseren Testberichten zu liefern. Daher haben wir im Folgenden noch einige Punkte zusammengetragen, die die neue Drohne in unseren Augen etwas besser machen könnte:

Hardware:

  • Antrieb: Das Wechseln der Propeller ist leider durch das Schraubsystem nicht mehr ohne Werkzeug möglich. DJI liefert zwar einen kleinen Schraubendreher mit, an diesen muss man aber auch denken. Einfach mal schnell Propeller auf dem Flugfeld tauschen, ist so ohne Werkzeug nicht mehr möglich.
  • Sensoren: Die fehlende Hinderniserkennung ist schade. Vor allem, da sich die Drohne auch an Beginner richtet, wären grundsätzliche Kollisionsvermeidungsfähigkeiten eigentlich sinnvoll. Hier hatte das Gewicht aber ohne Frage Priorität.

Software:

  • Hier haben wir dank der diversen Firmware-Updates* seit dem Launch der Mavic Mini nichts (mehr) auszusetzen. Die DJI Mini 2 kommt mit einer soliden App direkt ab Launch.

Fazit

Mit der DJI Mini 2 hat DJI eine sehr konsequenter Weiterentwicklung seiner Einsteigerdrohne auf den Markt gebracht. Während der ultrakompakte Formfaktor erhalten bleibt, bekommen Käufer einen deutlich erweiterten Funktionsumfang geboten.

Die neue 4K-Kamera macht super Aufnahmen und stellt die Mavic Mini in Sachen Videodetails eindeutig in den Schatten. Das liegt vor allem an der hohen Videobitrate von bis zu 100 MBit/s und natürlich an der UHD-Auflösung.

Weitere Pluspunkte sind die Unterstützung für RAW-Fotos und das OcuSync 2.0 Funksystem. Dadurch näher sich die DJI Mini 2 sogar in gewissen Bereichen stark der teuereren Mavic Air 2 Drohne an.

Auch die Flugerfahrung in Kombination mit dem neuen Controller können wir nur positiv bewerten. Die Drohne liegt, sehr gut in der Luft und ist sogar ein bisschen agiler als die Vorgängerin. Die Flugzeit ist mit realistischen 25 Minuten, ohne großen Fokus auf den Verbrauch, mehr als solide. Insgesamt macht das Fliegen mit der kleinen Mücke mindestens genau so viel Spaß, wie mit der Mavic Air.

Preislich müssen Interessenten aktuell 448 Euro (UVP) für die Standardvariante der DJI Mini 2 einplanen. Wer direkt zum von uns getesteten Fly More Combo greifen will, der zahlt 584 Euro (UVP). Die Preise liegen also etwas höher als die Preise zum damaligen Release der Mavic Mini.

Dafür liefert DJI aber nach wie vor ein extrem rundes Gesamtpaket ab, was unserer Meinung nach viele Befürwortet finden dürfte. Insgesamt hat DJI seine kleinste Drohne mit der DJI Mini 2 erwachsen gemacht – und das weiterhin zu einem sehr fairen Preis.

Damit verdient sich auch die neue DJI Mini 2 Drohne im Fly More Combo unsere Empfehlung.

DJI Mini 2 DZ Choice Award Web

Pro

  • geringes Gewicht und damit optimale „Immer-Dabei-Drohne“
  • deutlich optimierte Bildqualität durch Kamera mit 4K-Video und erhöhter Bitrate
  • RAW-Fotos werden ab sofort unterstützt
  • gute Flugperformance
  • solide Funkverbindung dank OcuSync 2.0
  • hohe Betriebsdauer, sehr effizient
  • vollständiger Umstieg auf USB Type C
  • fairer Preis

Contra

  • leider keine Hinderniserkennung
  • kein ActiveTrack / FocuTrack
  • Propeller nur mit Werkzeug wechselbar

Sollte euch der Testbericht überzeugt und ihr mit der DJI Mini 2 eure nächste Drohne gefunden haben, freuen wir uns sehr, wenn ihr zur Bestellung einen unserer mit * markierten Partnerlinks verwendet und Drone-Zone.de so unterstützt. :)

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Nils Waldmann

20 Gedanken zu „DJI Mini 2 Drohne im Test: 4K und OcuSync 2.0 für alle?

  • Avatar
    6. November 2020 um 06:20
    Permalink

    Die Mini 2 hat leider keine Li-Ion Akkus mehr wie die 1, sondern Li-Po Akkus wie die grossen Brüder. Diese werden sich dann sicherlich auch wieder selbst entladen bei Nicht-Nutzung.

    Antwort
    • Nils Waldmann
      6. November 2020 um 07:13
      Permalink

      Hi Jo,

      danke für deinen Kommentar und Hinweis! Du hast natürlich vollkommen Recht! Macht der Gewohnheit… :)

      Ist korrigiert!

      Im Menü der Fly App v1.2.0 gibt es aktuell (noch) keine Möglichkeit die Selbstentladung zu steuern. Bei einem Ladestand von 96 % oder größer, wir der Akku nach einem Tag Inaktivität auf ca. 96% entladen. Nach fünf Tagen Inaktivität entlädt sich der Akku auf ca. 72 %. Da soll er dann laut DJI auch bleiben.

      Viele Grüße und guten Flug,
      Nils

      Antwort
  • Avatar
    6. November 2020 um 08:14
    Permalink

    Guten Morgen. Wie sieht es mit der Lautstärke aus? Ist die Mini 2 leiser, lauter oder genauso wie die Mini 2?

    Antwort
    • Nils Waldmann
      6. November 2020 um 08:28
      Permalink

      Hallo Daniel,

      danke für deine Frage.

      Lautstärke ist ja immer etwas sehr Subjektives. Ich würde sagen, dass die beiden Drohnen bei einer objektiven Messung wahrscheinlich „gleich laut“ sein könnten.

      Die Mini 2 hat in meinen Ohren ein etwas angenehmeres Betriebsgeräusch. Es klingt nicht so aggressiv, wie bei der Mavic Mini. Insgesamt ist die neue Drohne aus meiner Sicht aber „voll im Rahmen“ was die Lautstärke angeht. Die alte DJI Spark war da zum Beispiel deutlich aufdringlicher.

      Was uns aufgefallen ist: Die typische DJI-Melodie beim Start der Drohne brüllt einem bei der Mini 2 nun nicht mehr so entgegen, wie bei der Mavic Mini. Das finde ich persönlich sehr angenehmen, weil man nicht schon vor dem Abheben alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

      Ich hoffe, diese grobe Einschätzung hilft dir weiter.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
  • Avatar
    6. November 2020 um 21:32
    Permalink

    Wie sieht es mit FPV aus?
    (Entweder mit HDMI-Kabel oder – dank Ocusync ohne?)
    Welche Goggles passen hierzu?
    Danke
    P.

    Antwort
    • Nils Waldmann
      7. November 2020 um 06:43
      Permalink

      Hallo Peter,

      danke für deinen Kommentar und deine Frage.

      Die Fernsteuerung der DJI Mini 2 hat kein HDMI- (oder sonst einen Bildausgang). Das fällt also „out of the box“ schon einmal flach. Auch die Goggles werden meines Wissens (noch) nicht unterstützt. Auch nicht direkt via OcuSync.

      Das wäre auch sehr verwunderlich, denn DJI enthält aktuell selbst der teuereren Mavic Air 2 Drohne den Goggles-Support vor. Deshalb ist die Hoffnung für eine Kompatibilität zwischen Goggles und DJI Mini 2 wohl noch geringer.

      Eine Chance haben wir, sollte DJI die Mini 2 mit dem Smart Controller kompatibel machen. So käme man ggf. wenigsten an ein HDMI-Output.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
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    7. November 2020 um 09:27
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    Danke für die Antwort! Gar nicht so einfach ins FPV-Geschehen einzusteigen, wenn man „4K-Entspannungsflieger“ ist und (noch?) nicht RC fliegt. Es gibt zwar von DJI die Racing Goggle, die ich (so denke ich) an meine Mavic Pro anschliessen könnte, aber dann hängt man wieder bei DJI an der „Nadel“. Billig ist die Lösung mit weiter über 500 EUR auch nicht. Weiterer Grund: „man“ möchte ja unter 250 Gramm bleiben, da ab nächstes Jahr die Regularien-Show abgeht. Daher möchte ich das Ü250g-Drohnen-Thema auf Dauer nicht allzugerne weiterverfolgen…
    Was ich vermisse, ist für Non-Techs wie mich (hm, eher Basic-Tech) eine Art Kompatibilitätsliste, in der eben diese – Kompatibilität – von Drohne / Funke / Goggles ersichtlich ist. Bzw. bleibt dann doch nur der Weg tiefer einzusteigen mit BetaFlight, RC & Co. ?
    Gruß P

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    • Nils Waldmann
      7. November 2020 um 10:22
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      Hallo Peter,

      ich fürchte da muss man ziemlich strikt trennen. Wenn du dich im DJI Universum bewegst, sind die Goggles (RE) natürlich eine super Sache, weil sie mit kompatiblen Drohnen quasi plug&play funktionieren. Der Fokus liegt hier ja klar auf dem Aufnehmen von Fotos- und Videos, während man das FPV-Erlebnis genießt.

      Das andere Ende der Skala ist sicherlich der Selbstbau auf Basis von BetaFlight (oder einem anderen Projekt). Dann geht es aber im Vergleich zur DJI-Lösung ans Eingemachte. Du erhältst zwar maximale Freiheiten und Flexibilität, dafür muss man aber in der Regel auch tief in die Technik einsteigen, selbst basteln und konfigurieren. Ich behaupte, der Überblick, welche Komponenten zusammenarbeiten, dürfte hier noch etwas unübersichtlicher sein. Auch wenn man am Ende mit Geduld und Geschick viel zum Laufen bekommt. Ganz ohne Frage! Es ist aber ein sehr guter Weg, um Micro FPV Drohnen zu bauen, die unter 250g liegen.

      Als Hybridlösung gibt es dann ja noch das DJI Digital FPV System. Hier kommt dann die Kamera, die Videofunkstrecke und bei Bedarf auch die Fernsteuerung und der Empfänger (auf Drohnenseite) von DJI. Den Rest stellt man sich zusammen, wie man will (d.h. klassischer RC-Drohnenbau). Das System hat aktuell wohl die Nase vorne, was die digitale Signalübertragung angeht.

      Möglichkeit vier: Abwarten, ob DJI sich in Bezug auf Goggles und die DJI Mini 2 noch bewegt.

      Was ich als eine Workaround sehen würde (ist aber nur ein Gedankenspiel): Sollte DJI die Mini 2 mit dem DJI Smart Controller kompatibel machen, könnte man dessen HDMI-Ausgangs verwenden, um das Bild in die DJI Goggles zu bekommen. Ist dann aber auch ein Batsellösung mit vielen „wenns“ und billig wird’s auch nicht.

      Ich hoffen, die paar Infos helfen dir weiter.

      Viele Grüße,
      Nils

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    7. November 2020 um 15:41
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    Vielen Dank!
    Werde erst mal abwarten, wie sich die Mini 2 (…3…) und das CE-Thema entwickelt.
    Anfang 2021 wissen wir mehr.

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    10. November 2020 um 13:06
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    Sollte nicht eine Hyperlapse 4K Funktion vorhanden sein? Ich finde dazu nichts in deinem Test…..im Netz auch nichts :-/

    Antwort
    • Nils Waldmann
      10. November 2020 um 17:21
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      Hi Guna,

      danke für deine Frage. Weder die Mavic Mini noch die neue DJI Mini 2 unterstützen Hyperlapse (auch nicht in 1080p / 2,7K). Hyperlapse gibt es im aktuellen Lineup bei DJI erst ab der Mavic Air 2.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
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    13. November 2020 um 20:34
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    Vielen Dank für den interessanten Bericht!
    Ich habe eine Frage zu Fotos im RAW Format. Seit gestern fliege ich die Mini 2. In der App kann man für Fotos JPG oder RAW+JPG konfigurieren. Aber nach dem Downloaden der Fotos erhalte ich auch bei RAW+JPG Einstellung nur JPG-Files. Was mache ich falsch?

    Antwort
    • Nils Waldmann
      13. November 2020 um 21:04
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      Hallo Achilles,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Freut mich, dass dir der Test geholfen hat.

      Sobald der Schalter auf „RAW + JPG“ steht, sollte die Drohne bei Einzelbildern und Belichtungsreihen automatische JPG- und DNG-Dateien von jeder Aufnahme anlegen. Du hast also alles richtig eingestellt.

      Was genau meinst du denn mit „downloaden“? Prüfe im ersten Schritt einmal, ob beim Verbinden der Drohne via USB oder dem direkten Auslesen der microSD-Karte die Fotos auch in DNG-RAW verfügbar sind.

      Lediglich für Panoramen ist es normal, dass die Drohne keine DNGs als Einzelbilder speichert – leider.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
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    13. November 2020 um 21:35
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    Ich frage mich, ob vielleicht in Zukunft ActiveTrack durch ein reines Softwareupdate nachgerüstet wird. Ist das denkbar oder gibt das die Hardware gar nicht her?

    Antwort
    • Nils Waldmann
      14. November 2020 um 07:12
      Permalink

      Hallo Jay,

      danke für deine Frage.

      Das hängt von drei Dingen ab:

      1) Rechenleistung des verbauten SoC für die Bildanalyse: Hier könnte ich mir vorstellen, dass die Mini 2 theoretisch potent genug wäre, um ActiveTrack zu unterstützen – vielleicht jedoch nicht bei 4K-Auflösung.

      2) Sensoren zur Hinderniserkennung: Da sieht es düster aus. Denn die Drohne wäre (abgesehen von der Hauptkamera) nicht einmal in der Lage Objekte direkt vor sich zu erkennen. Das würde ActiveTrack zwar trotzdem ermöglichen, aber in den Händen von Laien gefährlich machen.

      3) Differenzierung zur Mavic Air 2 / Mavic 2 Serie: DJI hat dieses Feature sicherlich sehr bewusst den teureren Drohnen vorbehalten, wo die Mini 2 ohnehin schon einige Funktionen bekommen hat, für die man bisher zur Mavic Air 2 hätte greifen müssen.

      Ich sehe die Chancen, dass ActiveTrack via Firmware-Update kommt daher als sehr gering an. Es wäre dann auch die erste Drohne mit ActiveTrack die vollständig auf sonstige Hinderniserkennung verzichtet: Eine unnötige Quelle an Kundenbeschwerden für DJI.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
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    17. November 2020 um 12:03
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    Die Aussage „Mit insgesamt drei Akkus kann die DJI Mini 2 so also ganz locker über eine Stunde in der Luft bleiben.“ finde ich mißverständlich. Es sind doch sicherlich 3 x 30min.

    Antwort
    • Nils Waldmann
      17. November 2020 um 16:20
      Permalink

      Hallo Hartwig,

      danke für deine Frage. Das war folgendermaßen gemeint: 30 Minuten sind ja das Maximum was man aus einem Akku herausbekommt. Dann ist man aber auch nicht viel umhergeflogen und hat nicht gefilmt. Von daher würde ich eher mit 25 Min x 3 rechnen. Das heißt, eine Stunde und einige weitere Minuten sind also mit drei Akkus locker drin :)

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort

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