Mavic Mini: Propeller sollen Drohne durch Fehler berühren

Die DJI Mavic Mini Drohne erfreut sich aufgrund ihres Preises und der geringen Abmessungen großer Nachfrage. Nun tauchen Nutzerberichte auf, die einen potenzielle Fehler der DJI Drohne sichtbar machen sollen.

Nachdem DJI bereits beim Launch der Mavic Air mit Reichweitenproblemen zu kämpfen hatte, gibt es nun erste Beschwerden von Besitzern der Mavic Mini Drohne, die auf physikalisches Problem der Drohne aufmerksam machen.

Da erst vereinzelte Berichte dazu vorliegen, betrachten wir das Ganze aktuell noch als unbestätigt, wollen diese Information euch als Mavic Mini Besitzern aber trotzdem nicht vorenthalten.

Propeller berühren Gehäuse im Betrieb

Die Mavic Mini Drohne ist ähnlich wie die anderen Drohne der Mavic Familie so aufgebaut, dass die Propeller etwas unter der Höhe der Oberkante des Frames sitzen. Damit die Propellerflügel sich trotzdem frei bewegen können, gibt es einen geringen Abstand zwischen Propellerspitze und Gehäuse der Drohne.

DJI Mavic Mini Propeller berührt Rumpf Bildquelle: djiuser_JXraXHrZCs7w | ©
Die Spuren an der Vorderkante sind deutlich erkennbar.

Genau an dieser Stelle sollen sich Propeller und Gehäuse der Mavic Mini Drohne während des Fluges berühren können.

In einem Artikel auf DJIs chinesischer Community-Website ist nun ein Beitrag aufgetaucht, der klar schwarze Schrammen an der Vorderseite der Drohne zeigt. Hier scheinen die Propeller im Flug in Kontakt mit dem Gehäuse gekommen zu sein.

Andere Mavic Mini Piloten meldeten sich auf den Post des Nutzers und bestätigten, dass sie ähnliche Spuren an ihren Drohnen gefunden haben. Bilder gibt es dazu aber bisher keine.

Auf den ersten Blick scheint es auch unmöglich, dass die Frontpropeller das Gehäuse berühren könnten. Beide Komponenten sind knapp 1 cm voneinander entfernt.

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Propellerwechseln bringt wohl keine Abhilfe

Die erste Reaktion einiger betroffener Piloten war der Austausch der Propeller durch ein neues Paar (hier erfährst du mehr über Drohnenpropeller). Aber auch hier scheint das Phänomen in den meisten Fällen weiterhin aufzutreten.

Ausgelöst wird der Kontakt zwischen Luftschraube und Drohne offensichtlich häufiger, wenn die Drohne im Sport Mode geflogen wird.

Durch das Drehmoment des Motors scheint es so, als würde der Arm tordiert (in seiner Längsachse verwunden). Diese Bewegung des Arms sorgt laut Beschreibung eines anderen Nutzers dafür, dass der Platz zwischen Propeller und Gehäusen nicht mehr ausreicht und es zu einem Kontakt kommt.

Sollte sich diese Aussage bewahrheiten, hat DJI bei der Ultra-Leicht-Konstruktion zur Unterbietung der 250g-Gewichtsmarke wohl unter anderem bei der Verwindungssteifigkeit der Propellerarme sparen müssen.

Das dieses Problem die Funktionsfähigkeit einer Drohne beeinträchtigt oder sogar einen Absturz verursacht hat ist nicht bekannt.

Kommerzielle „Lösung“ bereits verfügbar

Das es sich bei dem Fehler um kein neues Phänomen zu handeln scheint, zeigt ein Zubehörprodukt eines chinesischen Herstellers. Dieser bietet bereits passende Adapterplatten an, die zwischen Motor und Propeller geschraubt werden können.

Mavic Mini Propeller RaiserBildquelle: WETOP 3C Store / Ali Express | ©
Die Zwischenstücke aus Aluminum erhöhen die Propellerkante.

Die kleinen Distanzstücke aus Aluminium sorgen dann dafür, dass der Propeller insgesamt höher und somit über der Oberkante des Gehäuses sitzt. Die Lösung kann das aus unserer Sicht aber nicht sein.

Interessant ist auch, dass es auf der 3D-Modell-Plattform Thingiverse bereits ein im 3D-Drucker produzierbares Versteifungsstück für die Propellerarme der Mavic Mini Drohne gibt.

Beide Lösungsansätze dürften aber ohne Frage dafür sorgen, dass die Mavic Mini dann insgesamt mehr als 250 Gramm wiegt und somit für viele Einsatzzwecken ihr Hauptverkaufsargument verlieren dürfte.

Sobald es neue Informationen zu dem angeblichen Mavic Mini Problem gibt, halten wir euch hier auf dem Laufenden. Alle Informationen zur Drohne findet ihr außerdem in unserem ausführlichen Testbericht der DJI Mavic Mini.

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Quelle: BBS.DJI.COM

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

14 Gedanken zu „Mavic Mini: Propeller sollen Drohne durch Fehler berühren

  • 9. Mai 2020 um 17:25
    Permalink

    Ich kann es bestatigen und leider hat genau das heute zum Absturz geführt sodass meine Mini im Rhein versunken ist mit einem Motorfehler

    Antwort
    • 9. Mai 2020 um 17:53
      Permalink

      Hallo Andre,

      das ist natürlich extrem übel. Was sagt DJI dazu? Und nur zur Sicherheit: Woher weißt du genau, dass dieser im Artikel beschrieben Fehler zum Motorversagen geführt hat (das hilft anderen Mavic Mini Piloten sicher sehr weiter)?

      Halt uns bitte auf dem Laufenden, wie sich der Fall entwickelt!

      Viele Grüße,
      Nils

      PS: Deine Nachricht auf Instagram habe ich gesehen. Ich antworte mal hier, damit es auch anderen in der Community hilft. :)

      Antwort
      • 14. Mai 2020 um 14:55
        Permalink

        Hi Nils,

        ich habe die Parallele gezogen, weil ich auch diese Spuren an meiner Drohne hatte. Zudem konnte ich hören, wie ein ungewöhnliches Geräusch (Schleifen von Plastik auf Plastik) stattfand bevor die Mini dann abgestürzt ist. 100% Wissen ist es natürlich nicht.

        Auch wenn ich die Drohne nicht mehr als Beweis liefern konnte, so war DJI so frei und hat die LOG Files geprüft nachdem ich einen Unfallbericht eingereicht habe.

        Ergebnis: Kein Benutzerfehler

        DJI ht bereits den kostenfreien Ersatz ausgelöst und mich als Fan der Marke weiter bestärkt.

        Antwort
        • 14. Mai 2020 um 15:07
          Permalink

          Hallo Andre

          das ist ja super geil. :) Sehr gut von DJI.

          Das was du beschreibst, klingt in der Tat sehr stark nach diesem Fehler. Hoffen, wir dass es bei deiner neuen Mavic Mini nicht mehr auftritt. :)

          Viele Grüße und halt uns auf dem Laufende!
          Nils

          Antwort
  • 13. Mai 2020 um 16:41
    Permalink

    Heute erster Probeflug bei frischem Wind mit ca. 4-5 bfd. Auch ich musste dieses Phänomen feststellen, welches sich mit dunklem Spuren am Gehäuse und leicht beschädigtem Propeller neben akustischen „Flappern“ beim Flug bemerkbar machte. Passierte überwiegend bei Last-Wechsel und machte die Drohne kurzfristig etwas instabil. Etwas unschön, leider. Ansonsten klasse Drohne und dann doch besser bei weniger Wind.

    Antwort
    • 13. Mai 2020 um 17:01
      Permalink

      Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Bestätigung dieses Problems.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
    • 17. Dezember 2020 um 10:19
      Permalink

      Ich habe das selbe Problem bei meiner Mavic Mini festgestellt und bereits die Adapterdeckelchen bestellt. Sollte sich das Problem dann damit erledigt haben , werde ich an dieser Stelle berichten .

      Antwort
      • 17. Dezember 2020 um 17:08
        Permalink

        Hallo Markus,

        danke für deinen Kommentar. Das wäre interessant! Viel Erfolg bei deinem Experiment.

        Viele Grüße,
        Nils

        Antwort
  • 18. Mai 2020 um 14:25
    Permalink

    Hallo Nils,

    Dank dir für deinen Post! Genau danach habe ich gesucht :D
    Auch ich kann dies bestätigen allerdings kommt der Propeller bei mir nicht nur ans Gehäuse sondern auch an den rechten Arm. Was zu einer schnellen Abnutzung des Propellers führt. Es ist komischerweise aber auch immer nur einer der andere bleibt intakt. Ich werde mir die schicken Aluschalen kaufen.
    Ich habe außerdem beobachtet, dass es immer durch Seitenwind kommt. Man sieht dann auch dass der rechte Arm stark vibriert. Ich vermute dass die 3D gedruckten nicht ausreichend Höhe hergeben um den Kontakt zu vermeiden, werde das aber mal testen ;) und hier posten.

    Liebe Grüße

    Christian

    Antwort
    • 18. Mai 2020 um 16:09
      Permalink

      Hallo Christian,

      danke für deinen Kommentar. Das mit dem Seitenwind klingt einleuchtend. Zu hohe Last auf dem Arm scheint also zu einem Verbiegen zu führen, wie auch von anderen Nutzern beobachtet.

      Gib gerne einmal Rückmeldung, welche Erfahrungen du mit den Spacern machst.

      Viele Grüße und weiterhin guten Flug,
      Nils

      Antwort
    • 17. August 2020 um 18:10
      Permalink

      Hallo Zusammen

      Wir haben uns vor 8 Monaten die Mavic Mini gekauft und sind lange Fehlerfrei geflogen. Plötzlich an einem Tag, ist uns die Drohne bei ein wenig Wind davon geflogen, die Drohne meldete zwar zu starken Wind, liess sich aber schon ab da an nicht mehr Steuern, bzw. Passierte nichts mehr… am Boden unten merkts man nichts von stärkerem Wind. Die Drohne konnten wir leider nicht mehr finden und wir haben uns ca nach 2 Wochen wieder entschlossen, eine neue Mini zu kaufen, da uns der Support des Ladens nicht wwitergeholfen hat.
      Mit der neuen Mini gingen wir sehr sorgsam um, wir hatten angst, dass nochmals so etwas passierte. Wir stellten bei der Drohne mehrmals ein Geräusch fest, das klang wie ein ankommen der Rotoren, wir dachten uns aber nichts dabei, da dies ja nicht passieren dürfte. Als ich nochmals mit der Drohne fliegen ging, hat es in der App plötzlich eine Fehlermeldung gegeben, Motorüberlastung oder sowas… ich flog direkt mit der Drohne zurück und plötzlich hat sie sich auf den Rücken gedreht und ist abgestürtzt, glücklicherweise ohne grosse folgen, ausser der Schreck und, dass ein Propeller fehlte, ich denke der Propeller ist am Gehäuse angekommen und abgeflogen, beweisen kann ich es nicht…
      Danach sind wir noch mehrere male mit der Drohne geflogen und ich habe sie dann zum Laden gebracht mit dem Fehlerbeschrieb und dem Beweis dass diese Spuhren am Gehäuse ersichtlich sind…
      Der Mitarbeiter war sehr einsichtlich und hat die Drohne eingesendet und jetzt ist sie seit 2 Monaten dort und sie verlangen 190 Fr. Für eine Reperatur, die wahrscheinlich gar nichts bringt und sie wollen die ganze zeit flight logs und sämtliche sonstige Daten, die ich immer brav schicke, für nichts.
      Ich finde es misserabel dass DJI einen Schaden durch äussere Einwirkung als Grund aufführt und uns zahlen lässt, ich bin sehr entäuscht von DJI.

      Vielleicht können andere daraus profitieren.

      LG

      Simon

      Antwort
      • 18. August 2020 um 05:04
        Permalink

        Hallo Simon,
        vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Das ist ja sehr ärgerlich gelaufen. Ihr hattet wahrscheinlich kein DJI Care Refresh zusätzlich gekauft, oder?

        Ich kann nur für mich selbst sprechen: Ich bin seit vielen Jahren Modellbauer (und auch die fertigen Drohnen sind für mich immer noch nichts anderes, als Flugmodelle). Dass da mal was runterkommt, ist leider fast sicher – auch wenn es nur noch selten passiert. Euch hat es nun zwei Mal wirklich doof erwischt. Das Problem ist nur: So ein Absturz kann in den Augen des Herstellers viele Ursachen haben. Da mit einer normalen Gewährleistung / Garantie weiter zu kommen ist oft großes Glück und du bist auf die Kulanz des jeweiligen Sachbearbeiters angewiesen.

        Daher ist das Care Refresh Angebot von DJI (oder äquivalente Angebote anderer Drohnenhersteller) gar nicht so uninteressant und man hat im Falle des Falles eine Sorge weniger.

        Hilft euch nun aber wenig… :( Berichte gerne, wie es weiter geht mit eurem Fall!

        Viele Grüße,
        Nils

        Antwort
  • 11. Februar 2021 um 20:31
    Permalink

    Hallo zusammen,
    Ich besitze die Mavic Mini bereits seit Jan. 2020 und hab seit her mehr als 100 Flüge mit weit über 20 Flugstunden zurückgelegt. Bei mir sind auch diese Spuren am Gehäuse vorhanden. Zu diesen Berührungen kommt es wirklich nur im Sport-Modus beim schnellen Abbremsen, manch mal sogar so stark, das die Propeller den Arm hörbar berühren und diese wie jetzt bei kalten Temperaturen sogar zerbrechen. Ich bin der Ursache auf den Grund gegangen und stellte fest, das die Props an der Befestigung an den Schrauben schon etwas Spiel haben und im Flug bei Lastwechsel zu flattern beginnen.
    Lösung des Problems:
    Durch unterlegen einer Scheibe aus weichem Schaumstoff oder Filz von ca 1 mm zwischen Motor und Prop. war das Spiel beseitigt.
    Unterlegscheiben mit einem handelsüblichen Locher ausstanzen, in der Mitte ein kleines Loch bohren und fertig.
    Achtung: Die Propeller entfalten sich danach beim starten nicht mehr von alleine da sie „etwas“ Widerstand beim verdrehen haben und sollten erst auseinander gezogen werden.

    Ich habe die Drohne bei einigen Flügen getestet und sie dabei starken Lastwechsel Tests unterzogen.

    Die Propeller schlagen jetzt nicht mehr auf und hören sich viel ruhiger an.

    Ich hoffe das hilft dem einen oder anderen.

    Viele Grüße
    Walter

    Hinweis der Redaktion: Verwendung dieser Informationen geschieht auf eigene Gefahr und Verantwortung.

    Antwort
    • 12. Februar 2021 um 06:46
      Permalink

      Hallo Walter,

      vielen Dank für deinen Kommentar und das Vorstellen deiner Lösung!

      Guten Flug und viele Grüße,
      Nils

      Antwort

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