DJI Mavic 3: Diese 5 wichtigen Features fehlen (noch)

Mit der Vorstellung der Mavic 3 vor genau einer Woche hat der Kamera- und Drohnenhersteller DJI dem Warten vieler Drohnenfans ein Ende bereitet. Die neue Drohne kommt mit einer neuen Dual-Kamera, mehr Flugzeit und 5K-Fähigkeiten. Doch auf einige Dingen müssen Käufer aktuell noch warten.

Die Mavic 3 löst endgültig die bisherige Highend-Plattform der Mavic 2 Serie ab. Nach knapp drei Jahren geht die Mavic 2 Pro (und natürlich auch die Zoom-Variante) damit offiziell in Rente. Zusammen mit der Drohne kommt außerdem die nächste Generation des Smart Controllers mit dem Namen DJI RC PRO auf den Markt. Was ihr darüber wissen müsst, haben wir hier gesammelt.

Doch wer zum aktuellen Zeitpunkt zur Mavic 3 greift, muss sich bewusst sein, dass noch nicht alle Funktionen vollständig zur Verfügung stehen. Dabei sind nicht nur Kleinigkeiten betroffen. Wir erklären euch, auf was ihr derzeit noch verzichtet und wann die Funktionen nachgeliefert werden.

Tipp: Unseren ausführlichen Testbericht der DJI Mavic 3 findet ihr direkt hier.

Fünf Funktionen, die erst später kommen

Bereits zum Launch der Mavic 3 stand fest: Die Drohne kann aktuell noch nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen. Zwar ist die Hardware natürlich vollständig, aber die Software hat noch einige Funktionslücken.

Dabei muss man aber direkt vorweg sagen: Die Mavic 3 ist schon in dem jetzigen Zustand ihrer Vorgängerin in so ziemlich allen Punkten überlegen. Die Hauptfeatures, wie die Kamera oder die Hindernisvermeidung durch das neue Sensorsystem sind von den fehlenden Features auch nicht betroffen.

Wer also aktuell zur Mavic 3 oder Mavic 3 Cine greift, kann die Drohne also ganz normal zum Filmen und Fotografieren verwenden. Hier gibt es keine Einschränkungen. Für wen sich ein Upgrade lohnt, lest ihr hier.

Einige Funktionen wurden von DJI aber bereits mit der offiziellen Pressemitteilung zur Vorstellung der neuen Drohne in die Zukunft verschoben. Hier ist die Liste.

ActiveTrack 5.0

Ganz oben und wahrscheinlich der schmerzlichste Punkt: ActiveTrack 5.0 steht bisher noch nicht zur Verfügung. Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich DJIs Technologie zur autonomen Verfolgung von Objekten bzw. Motiven. Die Drohne erlaubt dabei das einfache Auswählen eines Objektes (bewegt oder unbewegt) und kann dieses dann einfach nur im Bild behalten (POI) oder aktiv verfolgen.

Bisher (also bis ActiveTrack 4.0) reagierte die Drohne dabei vor allem, wenn das Objekt sich auf die Drohne zu bewegte oder sich von dieser weg bewegte. Die vorherige Distanz wurde dann durch entsprechende Positionsänderungen des Fluggerätes wieder hergestellt. Seitliche Bewegungen des Objektes ließen die Drohne aber meist auf der Stelle schweben, natürlich verfolgte die Kamera das Motiv weiter.

Unterseite mit Sensoren der Mavic 3
Die neuen Sensoren warten mit ActiveTrack 5.0 noch auf ihren „echten“ Einsatzzweck.

Mit ActiveTrack 5.0 will DJI dieses Verhalten verändern und auf sämtliche Bewegungen des Motivs dynamisch reagieren können. Des Weiteren soll die kurzfristige Verdeckung des Motives kein Problem mehr sein. Die Drohne berechnet dazu den wahrscheinlichsten Bewegeungspfad des ausgewählten Objektes und folgt einfach weiter seinen Vorhersagen, bis die Sicht wieder frei ist.

Gepaart mit APAS 5.0 (welches bereits verfügbar ist), soll die Mavic 3 dann außerdem auch in komplexen Umgebungen autonom folgen und Hindernissen ausweichen können.

Es ist aktuell jedoch nicht so, dass gar keine Objektverfolgung möglich ist. Wer die Mavic 3 jetzt kauft, hat Zugriff auf die normalen FocusTrack-Tools – jedoch eben noch nicht mit ActiveTrack 5.0.

DJI Mavic 3 ansehen!*

QuickShots

Ja, richtig gelesen. Aus irgendeinem Grund kann die Mavic 3 aktuell noch keine QuickShots erstellen. Wer neu im DJI-Universum ist: Unter dieser Bezeichnung versteht der Hersteller die automatisierte Erstellung kleiner Videoclips mit speziellen Flugmanövern. Mehr dazu könnt ihr hier lesen.

Aktuell müsst ihr also noch auf Dronie, Helix, Rocket, Circle und Boomerang verzichten. Es wird spannend, ob DJI die Auflösung seiner QuickShots mit der Mavic 3 auf 4K upgradet. Dann hätte sich das Warten auf jeden Fall gelohnt.

MasterShots

Hand in Hand damit geht wohl auch, dass die erstmals mit der DJI Air 2S (zum Testbericht) eingeführte MasterShots Funktion ebenfalls noch nicht verfügbar ist.

MasterShots auf der DJI Air 2S.

Bei MasterShots handelt es sich um eine Art Szenen-Skript mit verschiedenen Kameraeinstellungen. Man kann hier aus verschiedenen Vorlagen wählen. Die Drohne arbeitet dann die verschiedenen Bildeinstellungen und Motive für ein ausgewähltes Objekt ab und erstellt daraus einen fertigen Film. Im Endeffekt also sowas wie QuickShots 2.0. Wer ein DJI Kameraprodukt am Boden verwendet, bekommt in der DJI Mimo App mit den „Stories“ etwas Ähnliches.

Bedeutet: Aktuell müsst ihr eure Aufnahmen mit der Mavic 3 noch selbst machen.

QuickTransfer

Seit der DJI Mini 2 (zum Testbericht) steht QuickTransfer bereit. Damit lassen sich Aufnahmen direkt von der Speicherkarte der Drohne (oder der internen SSD, wenn das Videoformat stimmt) per WiFi auf das Smartphone übertragen.

Wie QuickTransfer genau funktioniert, haben wir euch in einem separaten Guide beschrieben.

Auch auf diese Funktion müsst ihr aktuell noch verzichten. DJI hat aber bereits durchblicken lassen, dass man QuickTransfer für die Mavic 3 noch einmal ordentlich aufgebohrt hat. Die Drohne soll nun den neuen WiFi 6 Standard (ax) unterstützen. Damit sollen Mavic 3 und Smartphone und Fernsteuerung als Mittelsmann direkt kommunizieren können. Und zwar mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit. Bis zu 80 MB/s sollen dann beim Kopieren drin sein. Das kommt bei immer größeren Foto- und Videodateien natürlich gelegen, um die Transferzeiten trotzdem kurz zu halten.

Panorama

Okay, das schmerzt uns zugegebenermaßen fast am meisten. Aktuell gibt es noch keine Panorama-Modus. Das bedeutet, aktuell setzt die Mavic 3 noch keine großen Bilder aus mehreren Aufnahmen zusammen. Natürlich kommt auch dieses Feature.

DJI OSMO Mobile 2 - 15 Bild Panorama
Eine typische Panorama-Aufnahme (hier von einem Osmo Mobile 2 Gimbal).

Dann will DJI die Funktion aber auch noch besser machen, als wir sie bisher von anderen Drohnen kennen. Die Mavic 3 soll die Bilder dann nämlich direkt an Bord zu einem Panorama zusammensetzen können („Stichting“) – also ganz ohne Beteiligung der Fly App und des Smartphone Prozessors.

Bis zu welcher Auflösung die Drohne Panoramen unterstützen wird, ist aktuell jedoch noch offen.

DJI Mavic 3 Fly More Combo kaufen!*

Mavic 3 „schnell“ auf den Markt geworfen?

Einige Stimmen im Netz werfen DJI aufgrund der fehlende Funktionen vor, dass die Drohne „vorschnell“ auf den Markt geworfen worden sei. Auch wir können uns prinzipiell der Aussage anschließen, dass ein Premiumprodukt natürlich besser von Anfang an alle Dinge kann, die es können soll.

Von „vorschnell“ kann in Anbetracht der langen Entwicklungs- und Wartezeit aber wohl keine Rede sein. Außerdem leistet die Drohne auch im aktuell Zustand bereits einen mehr als beachtlichen Job.

Ganz fern liegt die Vermutung aber nicht, dass man hier aus unternehmerischer Sicht gehandelt und das wichtige Weihnachtsgeschäft noch in trockene Tücher gebracht hat. Daran ist prinzipiell auch nichts auszusetzen, denn die fehlenden Funktionen sind ja von vornherein transparent gemacht worden.

Im Grunde kann also jeder Interessent nun selbst entscheiden, ob sich das weitere Abwarten lohnt oder ob man doch lieber direkt zugreift.

Wann kommen die fehlenden Features?

Nach aktueller Aussage und Planung von DJI werden alle fünf oben genannten Features am 22. Januar 2022 mit einem großen Firmware-Update für die Drohne nachgeliefert und sollen ab diesem Tag nutzbar sein.

Wir werden mit diesem Zeitpunkt auch unseren ausführlichen Testbericht der Mavic 3 noch einmal aktualisieren.

Schlusswort

Wir hoffen, euch hat diese Übersicht geholfen, einzuschätzen wie groß die „Einschränkungen“ durch die noch nicht verfügbaren Funktionen der Mavic 3 für euch persönlich sind, wenn ihr die Drohne heute kauft.

Sollte dies der Fall sein, freuen wir uns darüber, wenn du den Artikel teilst. Bei Fragen oder Anregungen hinterlasse gerne jederzeit einen Kommentar. Auch freuen wir uns darüber, wenn du für den Kauf einer neuen Drohne einen unserer Partnerlinks verwendest (mit * gekennzeichnet), so erhalten wir eine kleine Provision.

Solltest du von dem Inhalt begeistert sein und Drone-Zone.de unterstützen wollen, freuen wir uns natürlich riesig über eine kleine Spende. Dann gibt es bei der Recherche und beim Erstellen des nächsten Artikels einen Becher Kaffee mehr für uns! :)

Donate with PayPal button

Oder werde ein Abonnent auf Facebook und verpasse zukünftig keine News und Artikel mehr!

Drone-Zone.de auf Facebook folgen!

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnennachrichten, Leaks, Gerüchte, Guides und Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf Twitter, YouTube, Facebook oder Instagram.

Auf der Suche nach eurer nächsten Drohne von Autel*, DJI*, Parrot*, Yuneec* oder einem anderen Modell*? Wenn ihr unsere Partnerlinks (*) beim Drohnen-Shoppen verwendet, erhalten wir eine kleine Provision, für euch ändert sich aber nichts am Preis. Vielen Dank, dass ihr dabei helft Drone-Zone.de wachsen zu lassen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!

Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

3 Gedanken zu „DJI Mavic 3: Diese 5 wichtigen Features fehlen (noch)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.