Wissen: Was macht der neue Mavic 3 „Nifty Modus“?

Die Mavic 3 Serie von DJI hat erst vor wenigen Tagen ein großes Update erhalten, das die Drohne mit zahlreichen neuen Funktionen ausstattet oder bestehende Features erweitert. Eine dieser Optionen ist der neue „Nifty Modus“ für ActiveTrack 5.0. Was genau dahinter steckt, erfahrt ihr hier.

Mit dem v01.00.0700 Firmware-Update für die Mavic 3 (Testbericht) und die Mavic 3 Cine (Testbericht) hat der Kamera- und Drohnenhersteller DJI einige Nutzer seiner Flaggschiffidrohne sicherlich überrascht. Neben dem neuen Nifty Modus, um den es in diesem Artikel gehen soll, kann die Mavic 3 jetzt beispielsweise auch HLG-Video aufzeichnen.

Alle Details zu dem Update findet ihr in unserem separaten Artikel, in dem wir die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst haben. Aber was ist denn nun dieser Nifty Modus?

ActiveTrack 5.0 wird „Nifty“

Grob übersetzt bedeutet das englische Wort nifty in etwa „raffiniert“ oder „elegant“. Die zweite Übersetzung hat man sich bei DJI auch für die deutsche Benutzeroberfläche der DJI Fly App ausgesucht.

DJI Fly App Nifty Modus für die Mavic 3

Im Grunde soll dieser neue Modus die Verhaltensweise der Mavic 3 Drohne bei Verwendung von ActiveTrack 5.0 verändern. Dabei werden die Algorithmen der Objekterkennung und vor allem der daraus resultierenden Kollisionsvermeidung so angepasst, dass die Mavic 3 „eleganter“ an Hindernissen vorbeifliegt (– im Bestfall).

Wer selbst im manuellen Flugbetrieb einmal versucht hat, besonders dynamisch wirkende Aufnahmen zu erstellen, wird bereits wissen: Ohne Risiko geht vieles davon nicht.

Und genau das trifft auch auf den neuen Nifty Modus zu. Die Drohne nimmt in diesem Betriebszustand quasi riskantere Manöver in Kauf, um vor allem bei dynamischen Motiven eleganter oder cineastischer wirkendes Material aufzuzeichnen.

Wie wird der Nifty Mode aktiviert?

Bei dem neuen Modus handelt es sich um eine Grundsatzeinstellung, die das Verhalten der Drohne gegenüber Hindernissen in ihrer Umwelt verändert. Dementsprechend hat DJI die zusätzliche Funktion im Einstellungsmenü der DJI Fly App platziert.

Dazu in der Live-Ansicht unter Einstellungen -> Sicherheit -> Maßnahme zur Hindernisvermeidung auf „Umleiten“ stellen. Im darunter gelegenen Menüpunkt „Ausweichoptionen“ erscheint dann ab sofort eine neue Auswahl mit dem Titel „Elegant“der Nifty Modus.

Warnung bei der Aktivierung des Nifty Modus

Beim Aktivieren wird der Pilot außerdem sofort mit einem Popup über das erhöhte Risiko, welches mit dem neuen Modus verbunden ist, hingewiesen und muss dieses akzeptieren: „Die „elegante“ Umgehung ermöglicht einen ruhigeren Flug beim Vermeiden von Hindernissen, birgt jedoch ein erhöhtes Kollisionsrisiko. Mit Vorsicht verwenden.

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Wann macht die Verwendung des neuen ActiveTrack 5.0 Modus Sinn?

Wir haben einige kurzen Tests mit der Mavic 3 Cine auf Basis der neuen Firmware und der neuen Option durchgeführt. Im Vergleich zum „Normal Modus“ fällt auf, dass die Drohne deutlich eigenwilliger unterwegs ist. Das gilt vor allem, wenn ActiveTrack mit der automatischen Objektverfolgung verwendet wird (sprich: kein manuelles Steuern).

Je schneller das Motiv wird (laufen oder Rad fahren) desto eher scheint die Mavic 3 im eleganten Modus die eingestellten Parameter zu ignorieren. Zum Beispiel vergisst die Drohne bei einer seitlichen definierten Motivverfolgung schnell, wie sie das Motiv eigentlich aufnehmen soll(te) und sucht sich ihren eigenen Winkeln.

Das führt zugegebenermaßen manchmal zu ziemlich coolen Aufnahmen, die man im normalen Modus wohl so nicht hinbekommen hätte, es ist aber dafür auch nicht vorhersehbar, was der Mavic 3 als nächstes einfällt.

ActiveTrack 5.0 mit neuen Verfolgungswinkeln
ActiveTrack 5.0 der Mavic 3 (Archivbild).

Unsere Beobachtungen decken sich dabei mit dem Video des YouTubers DC Rainmaker, der erneut ein sehr gutes Video mit vielen Vergleichen zu dem neuen Modus erstellt hat (sehr zu empfehlen).

Anders reagiert die Drohne, wenn der „manuelle“ ActiveTrack 5.0 Betrieb verwendet wird. Das heißt, die Mavic 3 wird im C- oder N-Modus mit ActiveTrack auf ein Motiv ausgerichtet, der Pilot steuert die Bewegungsrichtung jetzt aber selbst. Damit erlaubt die Mavic 3 dann (riskante) Umgehungsmanöver direkter Hindernisse, die die Aufnahmen tatsächlich schöner oder fließender wirken lassen, als es APAS 5.0 bisher geliefert hat.

Aber auch hier leistet sich die Drohne den einen oder anderen Ausreißer, der gefühlt auch schnell hätte im nächsten Busch enden können. Das erhöhte Risiko ist also keines Falls zu unterschätzen.

Wer sollte den neuen Ausweichmodus verwenden?

Das bringt uns auch schon zum letzten Punkt: Für wen hat DJI diesen neuen Modus eigentlich gebaut? Diese Frage haben auch wir uns zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vollständig beantworten können.

Fakt ist: Die Mavic 3 ist ein Arbeitstier. Auf Grundlage dieser Tatsache ist es natürlich absolut positiv zu bewerten, dass DJI die Grenzen der ActiveTrack 5.0 Technik weiter verschiebt und neue Möglichkeiten bereitstellt.

Am Ende würden wir dem Großteil der Mavic 3 Piloten aber raten: Finger weg vom Nifty Modus. Bei geringeren Motivgeschwindigkeiten ist der Unterschied zum normalen Ausweichmodus fast nicht vorhanden, das Risiko bleibt aber erhöht.

Nur wer sehr spezielle Aufnahmen mit maximaler Dynamik machen muss und dabei alle anderen Parameter seines Umfeldes kontrollieren kann, sollte sich den Nifty Modus eventuell einmal genauer ansehen. Aber: Achtet auf eure Umgebung!

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Schlusswort

Wir hoffen, euch hat dieser Artikel zum neuen Ausweichmodus „Nifty / Elegant“ der Mavic 3 Plattform geholfen zu verstehen, was DJI mit der neuen Option versucht umzusetzen.

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Nils Waldmann

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