DJI Mavic 3 Drohne offiziell vorgestellt (5K, ProRes, O3+)

Die Mavic 3 ist da. Der Drohnenhersteller DJI hat seine neue Highend-Drohnenplattform soeben im Rahmen eines Live-Stream offiziell vorgestellt. Die Faltdrohne kommt mit einer neuen Dual-Kamera, 5,1K-Video, dem neuen O3+ Funksystem und auf Wunsch sogar mit Apple ProRes Support.

Die letzten Wochen und Monate wurde bereits viel über die neue Mavic Drohne von DJI geschrieben. Wir haben euch dazu stets auf dem Laufenden gehalten. Ab heute haben Geheimnisse und Gerüchte ein Ende und die Drohne ist offiziell vorgestellt.

Die dritte Generation der Mavic Familie kommt wieder in zwei verschiedenen Varianten. Beide Modelle rücken dabei deutlich weiter in das professionelle Anwenderumfeld und zielen somit vor allem auf Enthusiasten und professionelle Anwender ab.

Tipp: Unseren ausführlichen Testbericht der DJI Mavic 3 findet ihr direkt hier.

Mavic 3 liefert 5,1K mit 50 fps

Das wohl spannendste Element der neuen Drohne ist die vollkommen überarbeitete Kamera, die wieder aus dem Hause Hasselblad stammt. Statt nur einem Sensor bringt DJI gleich zwei Kamerasensoren in dem neuen Modul unter und stellt dem Anwender damit eine Hauptkamera und eine Tele-Option zur Verfügung. Natürlich beides durch ein Gimbal stabilisiert.

DJI Mavic 3 aus FrontperspektiveBildquelle: DJI | ©
Die Mavic Drohne in der dritten Generation.

Die neue Kamera verfügt erstmals über einen 4/3-Zoll-Sensor mit höherer Lichtempfindlichkeit und einem größeren Dynamikumfang. Die native Auflösung bleibt bei 20 MP, wie bei der Vorgängerin. Natürlich kann die Kamera Belichtungsreihen und RAW-Fotos aufnehmen.

Im Bereich der Videofähigkeiten wurde die Mavic 3 stark weiterentwickelt und liefert nun bis zu 5,1K mit maximale 50 fps. Alternativ kann auch in 4K mit bis zu 120 fps als SloMo-Video aufgezeichnet werden. Die Bitrate im H.264 Codec steigt auf 200 MBit/s an, in HVEC sind maximal 140 MBit/s möglich.

An dieser Stelle unterscheiden sich auch die beiden neuen Varianten: Mavic 3 und Mavic 3 Cine. Die Cine-Version kann zusätzlich auf den Apple ProRes 422 HQ Codec zurückgreifen und liefert in diesem Modus bis zu 3722 MBit/s. Damit diese Datenmenge auch vom Speicher bewältigt werden kann, verfügt die Mavic 3 Cine über eine integrierte SSD mit 1 TB.

Tipp: Einen detaillierten Vergleich der beiden M3-Modelle findet ihr hier.

DJI Mavic 3 CineBildquelle: DJI | ©
Die Mavic 3 Cine Edition.

Die zweite Kamera hat ein 7x-Zoom-Objektiv mit fester Brennweite und fester Blende (f/4.4). Zusätzlich erlaubt DJI bis zu 4x Digitalzoom, sodass eine Gesamtvergrößerung von 28x bereitsteht (in Bezug auf die Brennweite der Hauptkamera). Die Tele-Kamera wird mit einem neuen Exploration Mode integriert, der das Überprüfen von Motiven aus der Ferne erlauben soll. Dazu kommt ein kleinerer 1/2-Zoll-Sensor mit 12 MP zum Einsatz, der maximal 4K30p-Video liefert. Fotos werde in JPEG aufgenommen.

Beide Kameras verfügen jetzt über einen Autofokus. Die Mavic 3 speichert alle Daten weiterhin auf einer bis zu 2 TB großen microSD-Speicherkarte.

Spannend für alle EU-Nutzer: Das Gewicht wird mit 895 g angegeben, die Cine ist mit 899 g etwas schwerer. Eine offizielle Cx-Drohnenklasse hat die Drohne nicht nicht, die technischen Voraussetzungen wären aber wohl vorhanden. Mehr zu dem Thema lest ihr hier.

DJI Mavic 3 ansehen!*

Neues Sensorsystem mit APAS 5.0 und ActiveTrack 5.0

Das gesamte Erscheinungsbild der Mavic 3 wurde im Vergleich zur Mavic 2 Serie grundlegend neu gedacht. Die neue Form soll laut DJI bis zu 35% weniger Luftwiderstand bieten und die Größe der Propeller wächst ein wenig. Alles im Sinne eines effizienteren Antriebes.

Das macht sich in einer Flugzeit von bis zu 46 Minuten bemerkbar, die die Drohne pro Akkuladung erreichen soll. Das sind 15 Minuten mehr als bei der Vorgängerin.

Außerdem wurde das Sensorensystem der Mavic 3 überarbeitet. Es gibt weiterhin eine allseitige Hinderniserkennung, diese setzt nun aber konsequent auf Kamerasensoren, die die Umfeld der Drohne kontinuierlich überwachem.

DJI Mavic 3 zusammengefaltetBildquelle: DJI | ©
Mavic 3 im zusammengefaltete Zustand.

Hand in Hand damit geht das neue Autoplilotensystem APAS 5.0, das die Drohne nun auch durch anspruchsvolleres Gelände sicher hindurch navigieren soll und standardmäßig aktiv ist.

Zur Verfolgung von Objekten hat DJI ActiveTrack 5.0 für die Mavic 3 entwickelt. Die fünfte Generation des automatisch Flugmodus soll noch dynamischer auf Positionänderungen des gewählten Motivs reagieren und sich natürlich in alle Richtungen mit diesem zusammen bewegen. Dazu gesellen sich QuickShots und die erst kürzlich eingeführten MasterShots. ActiveTrack sowie einige andere Funktionen werden dabei zum Launch noch nicht direkt verfügbar sein, sondern sollen nach aktueller Planung im Januar 2022 per Softwareupdate nachgeliefert werden

In Sachen Sicherheit hat die Mavic 3 die bekannten Technologien, wie GeoFencing und natürlich AirSense zur Erkennung von bemannten Flugteilnehmern mit an Bord.

O3+ und neuer Pro-Controller

Beim Funksystem macht die neue Mavic Generation ebenfalls eine Sprung nach vorne – auch gegenüber der frischen DJI Air 2S (zum Testbericht). Statt OcuSync 3.0 (O3) kommt in der Mavic 3 nun O3+ zum Einsatz.

Das Design mit mehreren Antennen bleibt erhalten, im Gegensatz zum Vorgänger liefert O3+ aber noch höhere Bandbreiten für die Daten- und Videoübertragung. Damit stehen erstmals ein Livefeed in 1080p mit 60 fps zur Verfügung, der für ein noch direkteres Flugerlebnis sorgen soll.

Bildquelle: DJI | ©
Die DJI RC PRO Fernsteuerung.

Geliefert wird die Mavic 3 mit dem bereits bekannten Controller, den DJI auch zusammen mit der DJI Mini 2 oder der DJI Air 2S anbietet. Damit entfällt das LCD-Display, dass der Standardcontroller der Mavic 2 noch vorweisen konnte.

Als Alternative kommt zusammen mit der neuen Drohne der DJI RC PRO Controller auf den Markt, der das Erbe des Smart Controllers antritt. Diese Fernsteuerung integriert wieder alle nötigen Komponenten inklusive eines großen Displays und der App, die man zum Fliegen benötigt. Ein Smartphone oder Tablet ist also mit der DJI RC PRO nicht extra notwendig.

Apropos App, hier setzt DJI nun konsequent auf seine Fly App Plattform, die damals mit der Mavic Mini ins Leben gerufen wurde. Die Go 4 App geht damit in Rente, was neue DJI-Produkte angeht.

Preise und Verfügbarkeit

Die Mavic 3 und die Mavic 3 Cine ist ab sofort in verschiedenen Paketen bei DJI oder autorisierten Fachhändlern bestellbar.

Die Mavic 3 wird dabei als Standard-Combo für 2.099 Euro (UVP) angeboten. Dafür bekommt ihr die Drohnen, den Controller, einen Akku und alle nötigen Kabel und Zubehörteile (Ladegerät, Propeller), um mit der Drohne durchzustarten.

DJI Mavic 3 Standard kaufen!*

Außerdem gibt es das erweiterte Mavic 3 Fly More Combo zu kaufen, dass zwei weitere Akkus, weitere Zubehör wie Ersatzproller, eine Ladestation für drei Akkus, ein ND-Filterset und die neue Tragetasche zusätzlich enthält. Das Fly More Combo kostet 2.799 Euro (UVP).

DJI Mavic 3 Fly More Combo kaufen!*

Die Mavic 3 Cine gibt es einzig und alleine im Mavic 3 Cine Premium Combo für stolze 4.799 Euro (UVP) zu kaufen. Das Set enthält statt dem Standardcontroller die neue DJI RC PRO Fernsteuerung sowie ein weiteres ND-Filterset und natürlich die Cine-Version mit ProRes-Support.

DJI Mavic 3 Cine Premium kaufen!*

Den DJI RC PRO Controller listet DJI für einen Einzelpreis von 999 Euro (UVP). Verfügbar sein soll die Fernsteuerung ab Ende November 2021.

Weiterführende Informationen & Testbericht

Wir haben die Mavic 3 bereits ausführlich für euch getestet: Hier geht’s zum Testbericht.

Den ausführlichen Vergleich zwischen M3 und Mavic 2 Pro findet ihr hier.

Für wen sich ein Upgrade auf die neue Drohne lohnen könnte, lest ihr in unserem Mavic 3 Upgrade Guide.

Die neue Mavic im Kontext der EU-Drohnenregelungen haben wir ebenfalls für euch betrachtet.

Wer sich noch genauer über die Mavic 3 Cine informieren will, wird in unserem Detailvergleich fündig.

Das Thema EU-Drohnenklassen haben wir außerdem in einem separaten Artikel aufgearbeitet.

Quelle: DJI

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnennachrichten, Leaks, Gerüchte, Guides und Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf Twitter, YouTube, Facebook oder Instagram.

Auf der Suche nach eurer nächsten Drohne von Autel*, DJI*, Parrot*, Yuneec* oder einem anderen Modell*? Wenn ihr unsere Partnerlinks (*) beim Drohnen-Shoppen verwendet, erhalten wir eine kleine Provision, für euch ändert sich aber nichts am Preis. Vielen Dank, dass ihr dabei helft Drone-Zone.de wachsen zu lassen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!

Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Bildquellen

  • DJI Mavic 3 aus Frontperspektive: DJI | ©
  • DJI Mavic 3 Cine: DJI | ©
  • DJI Mavic 3 zusammengefaltet: DJI | ©
  • DJI RC Pro Frontansicht: DJI | ©
  • DJI Mavic 3 vor Wasserfall (cropped): DJI | ©

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.