Network Remot ID erklärt

Remote ID in den USA – diese Unternehmen machen mit

Publiziert von Nils Waldmann

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Das Thema Remote ID ist in der allgemeinen Unruhe durch die Corona-Pandemie schnell wieder aus dem öffentlichen Fokus verschwunden. Nun hat die FAA die Unternehmen bekanntgegeben, die an der Umsetzung des Network Remote ID Ansatzes arbeiten werden.

Remote Identification für Drohnen ist eine Technologie, die es erlaubt, eine Drohne im Flug aus der Ferne zu identifizieren und Daten zum aktuellen Flugstatus abzurufen. Die Technologie hat positive Effekte, kann aber teilweise auch in die Privatsphäre des Piloten eingreifen. Wie Remote ID genau funktioniert, lest ihr in unserem Remote ID Guide.

In den USA kam es Anfang des Jahres sogar zu Protesten, weil die von der FAA vorgeschlagene Umsetzung für Remote ID zu einer großen Veränderung der privaten Drohnen- und RC-Szene führen wird. Mehr als 50.000 Menschen und Unternehmen kommentierten das Vorhaben der FAA kritisch.

USA: Remote ID kommt, zusammen mit diesen Firmen

Der Vorschlag der amerikanischen Flugsicherheitdbehörde FAA zur Umsetzung von Remote ID sieht ein sogenanntes netzwerkgebundenes System vor. Für ein solches Network Remote ID müssen zum einen die Drohnen irgendwie an ein öffentliches Netz angebunden werden (in der Regel an das Internet via 4G / LTE).

Network Remot ID erklärt
Darstellung eines Network Remote ID Systems.

Außerdem benötigt es einen Vermittler, der die Daten der einzelnen Drohnen sammelt und somit aufbereitet an die Flugsicherung zur Verfügung stellt. In diesem Fall spricht man auch von einem Remote ID Provider.

Ein Remote ID System auf Netzwerkbasis ist somit ohne Frage mit weiteren Kosten für den Betreiber der Drohen verbunden: Zum einen muss die Drohne mit der entsprechenden Technik ausgestattet werden, zum anderen fallen laufende Kosten für den Remote ID Service beim Provider an und auch der Internetzugang für die Drohne will bezahlt werden.

In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden nun die Unternehmen bekanntgegeben, die technischen Einzelheiten als Standards ausarbeiten sollen.

Einer der Beteiligten ist T-Mobile USA, welches wohl für die Anbindung der UAVs zuständig sein wird. Als potenzieller Remote ID Provider ist Verizon in Form seiner Tochtergesellschaft Skyward mit im Boot. Das Unternehmen hat erst vor kurzem ein neues Feature vorgestellt, mit dem sich Drohnen live verfolgen lassen. Skyward zum Remote ID Provider zu machen, ist bereits ein erklärtes Ziel des Unternehmens.

Außerdem mit an Bord sind Amazon, Airbus, AirMap, Intel, OneSky und Wing (Google). Vom Weltmarktführer DJI fehlt jede Spur in der Liste. In Anbetracht der Spannungen zwischen der US-Regierung und dem chinesischen Unternehmen, ist dies jedoch kein Wunder.

Remote ID wird (private) Drohnennutzung verändern

DJI hatte sich ebenfalls mit einem Kommentar zu dem Regulierungsvorschlag der FAA geäußert. Außerdem gab der Drohnenhersteller eine aufwändige Studie in Auftrag, die die Kosten über die nächsten Jahrzehnte beziffert, sollte die USA auf ein Remote ID System in der vorgeschlagenen Form setzen.

Man schlägt stattdessen ein Broadcast Remote ID System vor, das keine zentralen Zwischenmänner benötigt und ohne eine Anbindung an das Internet auskommt. Das System basiert auf WiFi und einer speziellen App und ist ohne Probleme per Software-Update in bestehende Drohnen nachrüstbar.

Die Remote ID Regel greifen dabei zukünftig gleichermaßen für kommerziellen Drohnen, wie auch für UAVs, die zu Freizeitzwecken betrieben werden. Alle Fluggeräte über 250 Gramm AUW werden von den neuen Regeln erfasst.

Hersteller werden ab in Kraft treten des neuen Gesetzes mit einer Frist von zwei Jahren konfrontiert, um alle ihre Produkte mit entsprechender Technik auszustatten. Außerdem können Drohnen ohne Remote ID nur noch mit einer Übergangsfrist von 3 Jahren betrieben werden.

Danach soll das Fliegen von Modellen ohne Remote ID nur noch in speziell ausgewiesenen Zonen, wie z.B. Modellflugplätzen, erlaubt sein.

Wie Remote ID in Europa technisch umgesetzt werden soll, ist bislang noch unklar. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass das US-Modell als ein Vorbild dienen könnte.

Unsere Meinung zum Thema Remote ID lest ihr in unserem ausführlichen Kommentar: Wir brauchen Remote ID – Aber bitte sinnvoll.

Quelle: FAA

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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