Mavic 3: Was DJI liefern muss, um Erster zu bleiben

Vor knapp drei Monaten haben wir unsere Erwartung an die kommende DJI Mavic 3 Drohne von DJI formuliert. Nachdem nun die Mavic Air 2 auf den Markt gekommen ist, zeichnet sich deutlicher ab, was wir von der Mavic 3 Serie erwarten können.

Dass DJI tatsächlich der Mavic Air Serie mit der neuen Mavic Air 2 Drohne noch vor der Mavic 2 Serie in Update verpasst hat, war Anfang des Jahres noch nicht abzusehen. Rückwirkend betrachtet macht es aber Sinn, denn die Mavic Air ist schon länger auf dem Markt als Mavic 2 Zoom und Mavic 2 Pro.

Mit der zunehmenden Konkurrent durch die Skydio 2 Drohne und die EVO 2 Serie von Autel sind auch die Erwartungen an die zukünftige Mavic 3 Serie noch einmal gestiegen. Im folgenden Artikel haben wir diskutiert, was DJI aus unserer Sicht liefern muss, um die Krone im Prosumer-Segment aufzubehalten.

Autonome Flugfähigkeiten

Autonomes Fliegen ohne Eingriff eines menschlichen Piloten ist eines der großen Themen von Highend-Drohnen, die 2020+ auf den Markt kommen.

Mit der Skydio 2 hat der gleichnamige US-Hersteller eine Drohen auf den Markt gebracht, die in dieser Disziplin ohne Frage die Messlatte ein ganze Stück nach oben verschoben hat. Mit vollständiger Abdeckung aller Flugrichtungen durch hochauflösende Kameras und viel Rechenpower an Bord, ist die Skydio 2 in der Lage erstaunliche Flugmanöver völlig ohne menschliches Zutun zu vollbringen.

Auch die EVO 2 Serie von Autel verfügt über eine 360°-Sensorabdeckung und somit in der Lage autonom zu agieren.

So wird die Mavic 3 wahrscheinlich nicht aussehen… ;)

Zwar hat DJI mit der Mavic 2 Drohne ein Modell im Angebot, das ebenfalls über eine allseitige Hinderniserkennung verfügt, im Gegensatz zur jüngeren Konkurrenz kommen aber nicht überall Kameras zum Einsatz. An der Oberseite setzt DJI z.B. immer noch auf IR-Sensoren.

Bei der Mavic 3 darf wohl erwartet werden, dass wir in jedem Fall auch eine sechsseitige Sensorabdeckung sehen werden. Auf Basis der Mavic Air 2 Drohne ist anzunehmen, dass DJI an seinem Stereokamera-Setup festhält. Zwei Kameras decken dabei jeweils eine Bewegungsrichtung ab und erlauben so räumlicher Sehen.

Die autonomen Fähigkeiten sind aber nicht alleine auf die Sensorausstattung zu reduzieren. Vor allem die Softwarealgorithmen im Hintergrund, die zur Klassifizierung und Einordnung der Objekte in der Umgebung der Drohne verwendet werden und für die Berechnung des Flugpfades sorgen, tragen entscheiden zur Leistung des autonomen Fluges bei.

Wie bei so vielen anderen modernen Geräten auch ist es also die Software, die den Unterschied macht. Hier hat DJI mit der ActiveTrack und APAS-Technologie schon viel Erfahrung sammeln können.

Im Vergleich zu Skydio stand bei diesen Technologien aber nie der autonome Flug im Vordergrund der Drohnen-Features. Die Mavic-Serie konnte bisher eben „auch“ autonom Objekte verfolgen und Hindernissen ausweichen. DJI hat dieses Feature zwar schon immer beworben, aber die Drohne nicht grundlegend mit dieser Kompetenz im Zentrum entworfen.

Das könnte sich mit der Mavic 3 Serie ändern, denn die Konkurrenz ist in diesem Bereich der Mavic 2 Serie aktuell einige Schritte voraus.

Mit der Mavic Air 2 kommt erstmals ActiveTrack 3.0 zum Einsatz. Die Software scheint vor allem in der Verfolgung von Objekten bei Verdeckung und der nötigen Vorhersage von möglichen Flugpfaden deutliche Verbesserungen mitzubringen. Im direkten Vergleich mit der Skydio 2 muss sich aktuell aber auch die Mavic Air 2 geschlagen geben.

Der Zug ist dabei für die Mavic 3 aber noch lange nicht abgefahren. Denn sowohl EVO 2 (Pro), als auch Skydio 2 sind aktuell noch schlecht oder gar nicht außerhalb der USA erhältlich. Wenn DJI hier schnell agiert, kann der Hersteller seinen aktuell großen Anteil des Kuchens im Bereich der Highend-Prosumer-Drohnen sichern.

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Mehr SoC Processing Power

Hand in Hand mit diesem Punkt geht die Rechenleistung des Flugcomputers. Von der Mavic 3 dürfen wir daher wohl erwarten, dass wir in Sachen Performance einen großen Sprung im Vergleich zur Mavic 2 Serie sehen werden.

Diese Leistung wird die Drohne zum einen benötigen, um den autonomen Flug zu meistern, denn die Auswertung vieler paralleler Bild-Streams braucht ordentlich Rechenpower.

Außerdem kann DJI mit einer schnelleren Recheneinheit mehr Leistung für die Hauptkamera zur Verfügung stellen, die vor allem im Tracking-Betrieb eine wichtige Rolle übernimmt.

Das die Leistung des SoC (System on a Chip) die Bildqualität beeinflussen kann, sieht man sehr gut am Beispiel der Mavic Air 2. Hier ist zum Beispiel die Aufnahme von 4K-Video mit 60 fps oder 1080p-Video mit 240 fps nicht in Verbindung mit ActiveTrack möglich.

Skydio 2 Drohne auf ihrem KofferBildquelle: Skydio | ©
Die Skydio 2 Drohne hat mit dem Tegra TX2 SoC ordentlich Rechenpower an Bord.

Der Grund dafür dürfte die limitierte Kapazität des SoCs bzw. dessen Pixel-Pipeline sein, um das Tracking via Hauptkamera und gleichzeitig hohen Datenraten beim Encoding des Videomaterials bereitzustellen.

Eine solche Limitierung wird es bei der Mavic 3 voraussichtlich nicht geben. Neben all den technischen Aspekten, wäre das auch eine geschickte Differenzierung zwischen Mavic Air 2 und der dritten Mavic-Generation, auf die Enthusiasten achten werden.

Auch in diesem Punkt hat DJI mit Skydio sicherlich harten Konkurrenz. Die US-Amerikaner setzen in ihrer Drohne nämlich auf den NVIDIA Tegra TX2 Computer, der für eine Consumer-Drohne erstmals extreme Rechenleistung zur Verfügung stellt. Das ist im Übrigen die gleiche Architektur, die DJI auch in einer Variante des Manifold 2 Computer für Matrice Drohnen verwendet.

Kurz um: Im Vergleich zur aktuellen Mavic 2 Serie hat die Skydio 2 massiv Rechenpower an Bord. Das DJI hier aufholen wird, gilt daher als beinahe sicher.

Das macht auch in Hinblick auf ein eventuelles Update der Mavic 2 Enterprise Serie Sinn. DJI könnte hier in eine ähnliche Richtung wie Parrot mit der ANAFI Plattform gehen und die Drohnen noch weiter für die Entwicklung von Drittanbieter-Apps öffnen. Ordentlich Rechenpower für AI-Aufgaben (zum Beispiel Schafe zählen), würden die Mavic 3 (Enterprise) zusätzlich als Entwicklungsplattform attraktiv machen.

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4K60p und 6K-Option

Nachdem die Mavic Air 2 nun in der Mittelklasse des Hobby-Segment bereits 4K mit 60 fps und bis zu 120 MBit/s Videobitrate liefert, ist das natürlich der neue Benchmark, den DJI mit der Mavic 3 mindestens erfüllen muss.

Außerdem erwarten alle Mavic 2 Pro Nutzer wohl ohne Frage, dass auch die Mavic 3 die Möglichkeit bietet 10-Bit-Videos als HDR-Material oder in einem Log-Format aufzuzeichnen. Diese Option schätzen viele Nutzer der M2P sehr, da sich das Videomaterial deutlich flexibler verwenden und nachbearbeiten lässt.

Im Anblick des 48-MP-Sensors in der Mavic Air 2, dürfte auch die Auflösung der Mavic 3 ansteigen. Sollte es weiterhin eine „Einsteigervariante“ in Form einer Mavic 3 Zoom geben, so werden wir wahrscheinlich auch hier den Wechsel von einem 1/2,3″-Sensor mit 12 MP auf den neuen Sony-Sensor mit 1/2″ Diagonale und 48 MP nativer Auflösung sehen.

Für eine Mavic 3 Pro Variante ist 6K-Fähigkeit angesagt. Das hat Autel mit der EVO2 vorgemacht. Es ist zu hoffen, dass DJI für die M3P die Auflösung bei knapp 24 MP belassen wird und die Sensorgröße weiterhin bei mindestens 1 Zoll hält. Damit ergibt sich im Vergleich zur Mavic Air 2 ein deutlich besseres Rauschverhalten des Sensors.

Einen solchen Sensor bei voller Auflösung (6K) auszulesen, benötigt eine Menge Rechenleistung beim Encoding der Videodaten in H.265. Das stützt unsere These, dass wir ein deutliches SoC-Update sehen werden.

Träumen von 6K mit 60 fps braucht sich dabei natürlich niemand hingeben. 6Kp30 wird – wenn überhaupt – wohl zunächst das Ende der Fahnenstange sein, wenn DJI die Drohne noch zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten will.

Freewell Limited Edition 4K-Serie ND-Filter Mavic 2 - Ohne Filter
Hoffentlich bleibt uns der 1-Zoll-Sensor auch bei der Mavic 3 erhalten.

Das 6K in Verbindung mit 10-Bit-Aufnahmen zu sehen sein wird, davon gehen wir aktuell ebenfalls nicht aus. Auch hier wären die Anforderungen an die Rechenkomponenten massiv. Sollte DJI es dennoch möglich machen, sind Einschränkungen in Kombination mit anderen Features, wie ActiveTrack und Co ähnlich, wie bei der Mavic Air 2, wohl vorprogrammiert. Das wäre aber wohl zu verkraften.

Da die Mavic Air 2 bereits Hyperlapse mit 8K an Bord hat, werden wird dieses Feature auch in der Mavic 3 sehen. Das dürfte wohl sicher sein. Zumindest in der Version der Drohne, die ebenfalls einen 48-MP-Sensor an Bord hat.

Für eine eventuelle 6K-Pro-Version der Drohne, hätte DJI die Option auch 6K-Timelapse-Material bereitzustellen.

Das die Mavic 3 Pro weiterhin ein Objektiv mit einstellbarer Blende verwenden wird, ist in unseren Augen sehr wahrscheinlich, um Enthusiasten mehr Kontrolle über ihre Aufnahmen zu geben. Damit wäre die Mavic 3 Pro dann auch gegenüber der Autel EVO 2 Pro im Vorteil.

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Funksystem: OcuSync 2.0 bleibt

Da auch die neue Mavic Air 2 Drohne weiterhin auf OcuSync 2.0 setzt und die neue Matrice 300 Serie ebenfalls eine aufgebohrte Variante von OcuSync 2.0 verwendet, die auf den Namen OcuSync Enterprise hört, werden wir das System sehr wahrscheinlich auch in der Mavic 3 zu Gesicht bekommen.

Es ist zu erwarten, dass DJI die Verbesserungen der Mavic Air 2 auch in der Mavic 3 übernehmen wird, sodass die beiden Drohnen in Sachen Reichweite mindesten gleichauf liegen.

OcuSync 2.0 wird auch vom DJI Smart Controller unterstützt
Das der Smart Controller auch die Mavic 3 unterstützen wird, ist wahrscheinlich.

In Anbetracht der VLOS-Einschränkungen bei Drohnenflügen in den meisten Ländern ist das Reichweitekriterium aber ohnehin meist nicht wirklich relevant.

Interessant ist viel mehr, dass die Mavic 3 so auch mit dem DJI Smart Controller kompatibel wäre, den DJI aktuell als eine zentrale Controller-Plattform etabliert. Das zeigt sich auch dadurch, dass selbst die schon ältere Phantom 4 Pro V2.0 Drohne nun seit Kurzem mit dem Smart Controller kompatibel ist.

Auch für die Mavic Air 2 soll es ein Update geben, was die Verwendung mit der Smart Fernsteuerung von DJI zukünftig möglich machen soll.

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Flugzeit, muss es immer mehr sein?

Viele Neulingen in der Drohnenwelt schauen weiterhin stark auf die Flugzeit einer Drohne, die mit einer Akkuladung drin ist. Sicherlich ist länger hier besser, überbewerten darf man die Angabe aber auch nicht.

Sobald eine Drohne mehr als 25 Minuten reale Flugzeit liefert, hat man schon eine Menge Freiheiten bei der Erstellung seiner Kunstwerke aus der Luft. Natürlich sind auch 35+ Minuten zu begrüßen, im Rahmen der erwarteten Feature-Updates in Sachen Kamera und SoC haben wir bei diesen Wert jedoch nicht die höchsten Erwartungen an die Mavic 3.

DJI wird versuchen mit der Flugzeit der Mavic Air 2 gleichzuziehen, welche mit maximal 34 Minuten angegeben ist.

DrohneMax. SchwebezeitMax. Flugzeit
DJI Mavic 2 Pro29 Min31 Min
DJI Mavic Air 233 Min34 Min
Autel EVO 235 Min40 Min
Skydio 2N/A23 Min

Viel mehr wird aber nicht drin sein, wenn man sich auf einen leistungsfähigeren SoC konzentriert und ggf. sogar 6K-Video ermöglicht. All das kostet Energie und bringt zusätzliches Gewicht, was effektiv die Flugzeit reduziert. Das sieht man im Falle der Skydio 2 Drohne sehr gut (siehe Tabelle).

Einen Trick den wir eventuell sehen werden, um die Energiedichte des Flugakkus der Mavic 3 auf Augenhöhe zu halten, könnte sein, auch bei der neuen Drohnenserie wieder die LiPo-HV-Zellen mit 4,4 V Maximalzellenspannung zum Einsatz zu bringen. Außerdem können Optimierung an Motoren, ESCs und den Propellern ggf. noch eine Effizienzsteigerung ermöglichen.

Preis – Wie teuer wird es?

Über den Preis der Mavic 3 haben wir bereits an dieser Stelle spekuliert. Mit der Mavic Air 2 hat DJI zumindest seine Preispolitik bei seiner Mavic Air Familie bestätigt. Die zweite Generation kostet in Deutschland genau so viel, wie die Mavic Air zum Zeitpunkt ihrer Vorstellung im Frühjahr 2018.

Davon ausgehend, dürfte DJI das größere Modell der Mavic 3 wohl ungefähr zu den ursprünglichen Preisen der Mavic 2 Pro auf den Markt bringen. Damit wäre die Drohne circa genau so teuer, wie die EVO 2 Pro. Autel bietet sein Modell aktuell für 1795 US-$ plus Steuern an.

ModellUVP Preis (USA)Bezugsquelle
DJI Mavic 2 Zoom1.439 US-$Amazon.de* / DJI.com*
DJI Mavic 2 Pro1.729 US-$Amazon.de* / DJI.com*
Skydio 2999 US-$Auf Amazon.de suchen*
Autel Robotics EVO 21.495 US-$Auf Amazon.de suchen*
Autel Robotics EVO 2 PRO1.795 US-$Auf Amazon.de suchen*
DJI Mavic 3 (Pro)1.650 - 1.800 US-$ (geschätzt)N/A

DJI wird entweder versuchen diesen Preis zu unterbieten (vor allem dann, wenn die Features nicht auf Augenhöhe liegen sollten) oder aber einen Aufschlag für die Marke DJI kassieren.

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Was auch immer kommt: 2020 ist und bleibt ein spannendes Jahr für den Bereich der Consumer-Drohnen! Wir sind besonders gespannt, ob DJI die Trennung in Mavic 3 Pro und Mavic 3 Zoom beibehalten wird.

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Bildquellen

  • Skydio 2 Drohne auf ihrem Koffer: Skydio | ©
Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

6 Gedanken zu „Mavic 3: Was DJI liefern muss, um Erster zu bleiben

  • Avatar
    13. Juni 2020 um 09:54
    Permalink

    Das was ich mir von einer Mavic 3 Pro am meisten wünsche, kommt hier fast gar nicht zur Sprache:

    – (noch) größerer Sensor, wünschenswert wäre der neue IMX492 MFT-Sensor mit 47 MP von Sony, der bereits Ende letzten Jahres angekündigt wurde und mittlerweile bereits in Überwachungskameras zu finden und über deutsche Großhändler zu beziehen ist. Bildqualität ist für mich nunmal Beweggrund Nr. 1, zu einem größeren und teureren Drohnenmodell zu greifen. Hinderniserkennung interessiert mich hingegen fast überhaupt nicht – dann das Mehrgewicht und die Kosten lieber in den Hauptsensor investieren. Ist ein MFT-Sensor für eine Drohne der Preis- und Größenklasse einer Mavic 2 (3) Pro zuviel verlangt? Mitnichten, wenn man berücksichtigt, dass die kaum größere, wenn auch nicht faltbare 3DR Solo schon vor vielen Jahren optional mit einem noch größeren APS-C Sensor erhältlich war!

    – die Kameras sollten unbedingt mit einem Schnellwechsel-System tauschbar sein, wenn man tatsächlich im Profi-Bereich operieren möchte. Sich für eine alternative Kameraoption diesselbe Drohne nochmal zu kaufen oder aufwendig herumschrauben zu müssen, ist ein absolutes No-Go. Dasselbe gilt für Schadensfälle und Defekte (entweder der Drohne oder der Kamera).

    Antwort
    • Nils Waldmann
      13. Juni 2020 um 10:55
      Permalink

      Hi Emanuele,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ein paar gute Punkte, die du da bringst. Mal sehen, ob uns DJI überrascht und diese Features mit unterbringt.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
  • Avatar
    26. Juni 2020 um 14:55
    Permalink

    Wieso 6k? Dafür gibts noch nicht mal wirklich Wiedergabegeräte. In 2 Jahren ok aber zum jetzigen Zeitpunkt völlig überflüssig.

    Antwort
    • Nils Waldmann
      26. Juni 2020 um 18:53
      Permalink

      Hallo Robert,

      da hast du sicherlich nicht ganz unrecht. In der Post-Production gibt dir die zusätzliche Auflösung aber viel Flexibilität, um beispielsweise den Bildausschnitt anzupassen (Crop) und trotzdem noch ohne Qualitätsverluste in 4K rendern zu können. Auch lassen sich die zusätzlichen Bildinformationen gut für eine (im Normalfall hoffentlich nicht notwendige) nachträgliche Bildstabilisierung verwenden. Auch wenn das Szenarien sind, die sicher nicht jeder benötigt, gibt es Anwendungsfälle in denen 6K auch schon heute mehr als sinnvoll sind.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort
  • Avatar
    2. August 2020 um 11:08
    Permalink

    Für mich fehlen ebenfalls zwei wichtige Elemente, welche die Mavic 3 Pro (und alle zukünftigen Drohnen) mitbringen sollte:

    1. Die Portrait-Aufnahme-Modus der Mavic Pro 1 sollte unbedingt wieder aufgenommen werden. Ich kennen keinen Mavic 2 Pro Besitzer, der dieser Funktion nicht nachtrauert bzw. neidisch auf die Vorgängervariante blickt. Im Nachhinein mehrere Aufnahmen zusammenzufügen ist m.E. unnötig kompliziert.

    2. Die Möglichkeit die Akkus per USB-C aufzuladen. Ich selbst weiß aus Erfahrung, wie unnötig kompliziert und mitunter unverhältnismäßig aufwendig es ist die Akkus während eines Fototrips oder Urlaubs per Steckdose bzw. KFZ-Ladegerät aufzuladen. Auf einer (mehrtätigen) Foto-Tour in der Wildnis oder in den Bergen gibt es nunmal keine Möglichkeit eine Steckdose zu erreichen. Auch diverse Workarounds á la Kilogramm schwere Power-Stations oder externe Autobatterie sind definitiv nicht praktikabel. Selbst auf kurzen Trips ist – nach dem heutigen Stand der Technik – der Weg in eine Bäckerei/Gastronomie, um „nebenbei“ die Akkus zu laden nicht mehr angemessen. Wenn man mit mehreren Fotografen/innen unterwegs ist, potenziert sich das natürlich noch ;)

    Besten Gruß,
    Nils

    Antwort
    • Nils Waldmann
      2. August 2020 um 21:09
      Permalink

      Hi Nils,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, du hast Recht. Eine Funktion, die dem „alten“ Porträt-Modus nahe kommt wäre klasse. Wirklich schade, dass dieser in den neuen Drohnen nicht mehr an Bord ist. So hilft nur die Post-Production…

      Auch bei deinem zweiten Punkt kann ich absolut zustimmen. Wer heute mit einem moderne Notebook reist, hat ohnehin meist ein Netzteil dabei, das USB Power Delivery unterstützt und somit auch ohne weiteres zum Laden mittelgroßer Flugakkus geeignet wäre. Die entsprechende Ladeelektronik ist auch nicht mehr extrem teuer. Ob besondere Lizenzkosten für die Nutzung von USB PD anfallen, bin ich nicht sicher. Die nötige Technik fügt aber in jedem Fall zusätzliches Gewicht hinzu, was im Kampf um die längsten Flugzeiten unter den Herstellern natürlich vermieden wird. Parrot macht es ja aber schon länger vor: Es geht, wenn man will :) Hoffen wir, die Mavic 3 macht in diesem Punkt einen Sprung nach vorne!

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort

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