DJI stellt Mavic Air 2 Drohne vor – alle Details!

Der Drohnenhersteller DJI hat heute die neue Mavic Air 2 Drohne offiziell vorgestellt. Die neue Faltdrohne wurde im Rahmen des „Up Your Game Countdowns“ veröffentlicht und löst die Mavic Air Drohne ab.

Damit ist Mavic Air 2 die erste Drohne von DJI, die im Jahr 2020 auf den Markt kommt. Das neue Modell richtet sich an Freizeitpiloten und ist damit in DJIs Hobby-Segment einzuordnen.

Im Vorfeld waren bereits diverse Informationen und Details zu dem neuen Produkt durchgesickert. Nun hat DJI die Mavic Air 2 offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Neue Kamera mit einer Auflösung von 48 MP

Im Vergleich zur Mavic Air der ersten Generation hat DJI die Kamera des neuen Modells deutlich überarbeitet. Statt einem Kamerasensor mit 12 MP setzten die Chinesen in der Mavic Air 2 nun auf eine Auflösung von 48 MP.

Mavic Air 2 Drohne von vorneBildquelle: DJI | ©
Die neue Mavic Air 2 Drohne im ausgefalteten Zustand.

Damit Hand in Hand steigt die Größe der Sensorfläche von 1/2,3 Zoll auf 1/2 Zoll. Die Kamera wird natürlich durch ein mechanisches 3-Achsen-Gimbal stabilisiert, das im Flug für butterweiche Videoaufnahmen sorgen soll. Die größte Blende der Festbrennweite beträgt f/2.8.

Videos können in 4K-Auflösung mit einer maximalen Bildwiederholungsanzahl von 60 fps aufzeichnet werden. Codiert wird in H.264 oder H.265 bei einer maximalen Bitrate von 120 MBit/s. Wer in 1080p filmt, bekommt sogar Material mit bis zu 240 fps geliefert.

Außerdem kann die Mavic Air 2 Zeitraffervideos erstmals mit 8K-Auflösung aufnehmen und ist zusätzlich in der Lage HDR-Video (4K bis 30 fps) aufzuzeichnen. Hyperlapse (also bewegte Zeitraffer) werden ebenfalls unterstützt.

Mit von der Partie sind ebenfalls DJIs intelligente Flugmodi, die verschiedene Arten von Videoaufnahmen automatisiert durchführen können. Mehr über Quick Shots erfahrt ihr in unserem Wissensartikel zum Thema.

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OcuSync 2.0: Verbessertes Funksystem

Während die Vorgängerin Mavic Air lediglich auf eine WiFi-Verbindung zwischen Drohne und Controller setzte, kommt bei der Mavic Air 2 nun das OcuSync 2.0 System von DJI zum Einsatz.

Diese Technologie setzt auf ein eigenes Funkprotokoll und deutlich potentere Hardware, was sich in einer merklichen Reichweitensteigerung äußert. Im Vergleich zur Mavic Air mit maximal 2 km, sorgt OcuSync 2.0 nun in der Mavic Air 2 für Distanzen von bis zu 6 km (CE Bedingungen).

Diese Verbesserung scheint auf den ersten Blick für den Nutzer weniger wichtig, ist jedoch ein großer Schritt in Richtung der teureren Mavic 2 Serie von DJI. Die bessere Performance des Systems äußert sich nämlich nicht nur in einer größeren Reichweite, sondern auch in einer besseren Übertragnungsqualität (1080p).

Was OcuSync 2.0 im Detail ist und wie es funktioniert, lest ihr hier.

Focus Track für besseren autonomen Flug

Mit der Mavic Air 2 steht außerdem DJIs erste Drohne ins Haus, die auf die neue ActiveTrack 3.0 Technologie zur autonomen Verfolgung von Menschen und Gegenständen setzt.

Bisher war die dritte Generation von ActiveTrack nur im RoboMaster S1 Lernroboter und im Ronin-SC Gimbal verfügbar. Nun schwingt sich ActiveTrack 3.0 auch in die Luft.

Dazu ist die neue Drohne mit zwei Kameras für Stereosicht an der Front und am Boden ausgestattet. Zudem gibt es zwei Kameras auf der Rückseite und nach unten gerichtete IR-Sensoren.

Hinderniserkennung nach oben und an den Seiten ist weiterhin der Mavic 2 Serie vorbehalten. Nichts desto trotz sollen die Algorithmusverbesserungen von ActiveTrack 3.0 gegenüber der Vorgängerversion für einen noch intelligenteres Flug- und Ausweichverhalten sorgen.

Außerdem hat DJI in diesem Zusammenhang das Point of Interest Feature auf die Version POI 3.0 angehoben und integriert das neue APAS 3.0 System (automatisches Ausweichen und Umfliegen von Hindernissen). Außerdem kann die Drohne mit Spotlight 2.0 Objekte beim Umkreisen nun noch besser im Blick behalten. Zusammengefasst nennt DJI dieses drei Technologien ab sofort „Focus Track“.

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Vollständig neuer Controller

Auch beim Controller zur Steuerung der Drohne geht DJI neue Wege. Anstatt eine kompakten Fernsteuerung zum Zusammenklappen beizulegen, ist der Controller der Mavic Air 2 in seiner Form an den DJI Smart Controller* angelehnt.

Ein Display besitzt die Fernsteuerung zwar nicht, dafür hat sich an der Halterung für das Smartphone einiges geändert. Diese ist von der Unter- auf die Oberseite gewandert und verfügt nun über einen federgelagerten Klemmmechanismus.

Mavic Air 2 ControllerBildquelle: DJI | ©
Der Controller wurde vollständig überarbeitet.

Der größere Formfaktor dürfte für eine bessere Ergonomie sorgen. Außerdem brauchte DJI den Platz, um das OcuSync 2.0 System unterzubringen – das kann man dem auf der Rückseite sichtbaren Kühlkörper entnehmen.

Aufgeladen wird der Controller, wie alle neuen DJI Produkte, via USB-C Schnittstelle.

Höhere Flugzeit und neues Design

DJI hat das gesamte Design der Drohne deutlich an die Form der anderen Mavic Drohnen angepasst. Man erkennt nun sehr deutlich, dass Mavic Mini, Mavic Air 2 und Mavic 2 in einer Reihe stehen. Bunten Farben, wie bei der Mavic Air 1 gibt es nicht mehr.

Die meisten Features erbt die Mavic Air 2 dabei von ihrer großen Schwester der Mavic 2. Sowohl der Klappmechanismus für die Arme, als auch die Propeller scheinen auf dem selben Konzept zu basieren.

Dank der geschwungenen Propellerblätter dürfte die Mavic Air der zweiten Generation nun auch noch einmal leiser sein, als die Mavic Air 1.

Ein ordentliches Upgrade wurde außerdem dem Flugakku verpasst. Dieser hat nun eine Kapazität von 3.500 mAh (40,43 Wh). Zum Vergleich die Mavic Air kommt auf 2.375 mAh (27,43 Wh).

Damit geht auch eine Steigerung der Flugzeit einher. DJI gibt bis zu 34 Minuten mit einer Akkuladung an. Die Mavic Air kam laut Hersteller gerade einmal auf 21 Minuten.

Das Gewicht der Drohne beträgt dabei 570 Gramm. Die neue Drohne ist damit schwerer, als die Mavic Air (430 g).

Dank der maximalen Geschwindigkeit von 68,4 km/h fällt das neue Modell somit von den technischen Daten her unter die Drohenklasse C1 der ab Juni gültigen EU-Drohnenregeln. Das offizielle C1-Kennzeichen trägt die Drohne aber noch nicht.

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DJI AirSense für mehr Sicherheit

Bereits im Mai 2019 kündigte DJI an, allen seinen zukünftigen Drohnen über 250 Gramm die neue AirSense Technologie zu spendieren.

Dahinter versteckt sich ein sogenannter ADS-B Empfänger, der das Funksignal bemannter Flugzeuge empfangen kann. Die Mavic Air 2 kann also bemannte Flugzeuge in der Nähe erkennen und den Piloten aktiv darauf hinweisen.

Die Funktion soll die Sicherheit beim Betrieb von DJI Drohnen erhöhen und wird uns in Zukunft auch in anderen Drohnen des Herstellers begegnen.

Voraussetzung ist natürlich, dass das bemannte Flugzeug einen ADS-B Sender an Bord hat. Wie genau das funktioniert, lest ihr hier im Detail.

Mavic Air 2 gefaltet von der SeiteBildquelle: DJI | ©
Auch die Mavic Air 2 lässt sich zusammenfalten.

Aufgrund von Lieferengpässen durch die Corona-Pandemie, wird zum Start der neuen Drohne nur Nordamerika mit ADS-B Modellen beliefert. Alle anderen Märkte erhalten eine Variante ohne AirSense. Laut DroneDJ soll sich die Lage im Sommer ändern und die Mavic Air 2 kommt auch mit AirSense nach Europa.

Preise und Verfügbarkeit

Die Mavic Air 2 kommt in Deutschland zu einem Preis von 849 Euro auf den Markt.

Gegenüber der Mavic 2 Zoom / Pro ist die Mavic Air 2 damit attraktiv platziert.

Außerdem wird die Drohne zusammen mit weiterem Zubehör als Fly More Combo angeboten. Dieses ist zu einem Preis von 1049 Euro erhältlich und beinhaltet zwei zusätzliche Flugakkus, 8 zusätzliche Ersatzpropeller, eine Tasche, einen Powerbank-Adapter, die passende Akkuladestation sowie ein ND-Filterset (ND 16, 64, 256).

Verfügbar ist die Drohne ab sofort im DJI Online Store*. Die Lieferzeit ist aktuell mit dem 12 bis 17 Werktagen angegeben.

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Wie die Mavic Air 2 gegenüber der Mavic 2 Pro dasteht, haben wir in unserem ausführlichen Vergleich für euch zusammengefasst.

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Quelle: DJI

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Bildquellen

  • Mavic Air 2 Drohne von vorne: DJI | ©
  • Mavic Air 2 Controller: DJI | ©
  • Mavic Air 2 gefaltet von der Seite: DJI | ©
Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

2 Gedanken zu „DJI stellt Mavic Air 2 Drohne vor – alle Details!

  • Avatar
    17. Mai 2020 um 18:43
    Permalink

    Wie kommst du zu der Annahme, dass die MA2 eine C1 Klassifizierung hat?
    Diese muss folglich dauerhaft auf dem Gerät gekennzeichnet sein, um nur eine der Voraussetzungen zu erfüllen.
    Davon ist jedoch mitnichten etwas bei den aktuellen Modellen zu erkennen.

    Antwort
    • Nils Waldmann
      17. Mai 2020 um 19:56
      Permalink

      Hi mnr,

      danke für deine Kommentar. Du hast vollkommen Recht, das war ungeschickt formuliert und ist angepasst. Gemeint war: Die Mavic Air 2 erfüllt generell die technischen Anforderungen der Klasse C1. Drohnen mit dem offiziellen C1 Siegel wird es nach dem Plan der EASA aber wohl erst ab 2022 geben. Bis dahin gelten für alle bestehenden Drohnen in der Übergangsphase vom 01.07.2020 bis zum 01.07.2022 die Regeln des Betriebs nach der „Limited Open Category“. Nach dem 01.07.2022 können Drohnen ohne offizielle C-Kategorisierung (also ältere Geräte) dann voraussichtlich nach wie vor in der OPEN Category A1 oder A3 geflogen werden. Mal sehen, wie die EASA sich dieser Herausforderung nähern wird. Ist ja noch viel in Bewegung.

      Wir arbeiten dazu gerade an einem neuen Artikel.

      Viele Grüße und guten Flug,
      Nils

      Antwort

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