DJI stellt Zenmuse P1 & Zenmuse L1 Payloads vor

Der Drohnenhersteller DJI hat heute mit der Zenmuse P1 und der Zenmuse L1 zwei neue Kameramodule für die Matrice 300 RTK Drohne vorgestellt. Die neuen Payloads bringen das erste integrierte LiDAR für die Matrice-Serie und stellen eine neue Kamera mit Sensor im Vollbildformat bereit.

Die modulare Bauweise von modernen Drohnen erlaubt es durch das Austauschen der durch die Luft getragenen Sensoren und Kameras mit nur einer Drohnenplattform verschiedenste Aufgaben zu erledigen. Der Markt an so genannten Payloads (Kombination aus Sensoren, Gimbal und Steuerung) ist daher vor allem im industriellen Segment äußert lukrativ.

DJI hat mit seiner Zenmuse Familie bereits verschiedenste Payloads im Angebot, die sich zum einen an Filmemacher richten (X-Serie), bietet aber auch Module für den industriellen Einsatz auf Basis der Matrice-Plattform an. Einen Überblick über alle verfügbaren Zenmuse-Gimbals, könnt ihr euch in unserem Artikel über Zenmuse Payloads verschaffen.

Zenmuse L1: Integriertes LiDAR für DJI Drohnen

Nun hat DJI zwei neue Produkte der Zenmuse-Reihe anlässlich der INTERGEO Messe vorgestellt. Die erste neue Nutzlast hört auf den Namen Zenmuse P1 und integriert erstmals einen LiDAR-Scanner in einem Zenmuse-Produkt. Zusätzlich verfügt der neue Sensor außerdem über eine 20-Megapixel-Kamera mit einem 1-Zoll-CMOS-Sensor.

DJI Zenmuse L1 mit M300 RTK DrohneBildquelle: DJI | ©
Die Matrice 300 RTK mit dem neuen Zenmuse L1 LiDAR-Kamera-Kombination.

Des Weiteren spendiert DJI der Zenmuse L1 eine integrierte IMU, um die Lage und Bewegung der Payload unabhängig von der Fluglage der Drohne genau messen zu können. Damit werden hochgenaue Aufnahmen ermöglicht, die eine Genauigkeit von 5 cm vertikal und 10 cm horizontal erreichen.

Der neue Sensor generiert dabei im Flug Punktwolken mit einer Auflösung von 240.000 Punkten pro Sekunde und hat eine Erkennungsreichweite von 450 Metern. Damit sollen sich mit nur einer Akkuladung der kompatiblen Matrice 300 RTK Drohne eine Fläche von bis zu 2 km2 komplett kartografieren und in ein 3D-Modell aus Echtfarben-Punktwolkenmodelle erstellen.

Die integrierte Kamera verfügt im Übrigen über einen mechanischen Verschluss, der auch bei höheren Fluggeschwindigkeiten verzerrungsfreie Aufnahmen erlaubt. Selbstverständlich ist der gesamte Sensor mit einem 3-Achsen-Gimbal stabilisiert.

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DJI sieht das Einsatzgebiet der neuen Nutzlast zum einen in der Land- und Forstwirtschaft, bei Notfallhelfern und natürlich in der Inspektion von anlageintensiven und risikoreichen Umgebungen, einschließlich der Öl- und Gasbranche, dem Bergbau, Infrastruktur, Energie und Telekommunikation.

Hallo, Full-Frame-Sensor: Zenmuse P1

Die zweite Payload ist die neue Zenmuse P1 Kamera. Dieses neue Modul dürfte auch professionelle Luftbildfotografen aufhorchen lassen. Erstmals hat DJI nämlich einen Kamerasensor im Vollbildformat (Fullframe) in einem seiner Zenmuse-Gimbals verbaut.

Die Zenmuse P1 kommt mit einem DJI DL-Mount und ist somit mit verschiedenen Objektiven kompatibel. Aktuell bietet DJI drei Festbrennweiten mit 24 mm, 35 mm und 50 mm an. Die Auflösung der neuen Zenmuse P1 Kamera beträgt im Übrigen 45 MP. Auch hier setzt DJI auf einen mechanischen Verschluss mit Belichtungszeiten bis zu 1/2000s.

Dieser ist nötig, um die verzerrungsfreie Erfassung von Bildern auch bei schnellerem Flug zu gewährleisten. Die Zenmuse P1 kann außerdem Fotos bei voller Auflösung in einem Intervall von nur 0,7 s schießen, um viel Fläche pro Flug abzudecken (bis zu 3 km2).

Durch die Vergrößerung des Sensors auf das Full-Frame-Format, steigt im Übrigen auch die Größe der einzelnen Pixel auf 4,4 μm an, was auch bei suboptimalen Lichtbedingungen für rauschfreie Bilder sorgen soll.

Die Zielgruppe der neuen P1 Nutzlast sind ohne Frage die Architektur-, Ingenieur-, Bau- und Vermessungsbranche. Der neue Sensor soll hier bei der Erstellung von 3D-Modellen und bei der Vermessung mithilfe von Photogrammetrie unterstützen. Aufgrund der hohen Auflösung lassen sich laut DJI feinste Strukturen bis auf Millimetergenauigkeit abbilden.

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Quelle: DJI

DJI hat der neuen Payload außerdem seine TimeSync 2.0 Technologie verpasst, die die Metadaten von Kamera, Flightcontroller und RTK-Empfänger abgleicht und somit für konsistente Metadaten zu jeder Aufnahme sorgt.

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Beide Zenmuse Nutzlasten können ab sofort über offiziellen DJI Enterprise Händlern vorbestellt werden. Die Auslieferung soll Anfang 2021 beginnen.

Quelle: DJI

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Bildquellen

  • DJI Zenmuse L1 mit M300 RTK Drohne: DJI | ©
Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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