DJI Mavic Air 2: Für wen lohnt sich das Upgrade?

Die neue Mavic Air 2 Drohne von DJI ist ohne Frage ein großer Schritt nach vorne und mehr als nur reine Modellpflege. Aber für wen lohnt sich das Upgrade auf DJIs neusten Kamerdrohne?

Mit der Mavic Air 2 hat DJI den Nachfolger der kompakten Mavic Air Serie vorgestellt, die ursprünglich Anfang 2018 auf den Markt gekommen ist. Mit der zweiten Generation der Mavic Air bringt DJI aber mehr als nur ein einfaches Update und geht ein großes Stück auf die teurere Mavic 2 Serie zu.

In diesem Artikel verraten wir allen, die bereits eine DJI Drohne besitzen, für wen sich das Upgrade auf DJIs neuste Drohne lohnt und wer besser bei seiner bestehenden Drohne bleibt. Die folgenden Inhalt sollen dir dabei als Entscheidungshilfe dienen, letztendlich hat aber natürlich jeder seine individuellen Ansprüche.

Wer mehr über die Mavic Air 2 wissen will, der sollte auch einen Blick in unser ausführliches Review der neuen Drohne werfen!

DJI Mavic Mini vs. DJI Mavic Air 2

Die Mavic Mini ist die kleinste Drohne aus DJIs Hobby-Segment. Mit diesem Modell hat DJI seine ersten Drohne auf den Markt gebracht, die ein Abfluggewicht von unter 250 g besitzt. Das hat in einigen Ländern Vorteile in Bezug auf die geltenden Drohnen-Gesetzte. In Deutschland spart man sich lediglich das Drohnen-Kennzeichen.

DJI Mavic Mini FrontBildquelle: DJI | ©
Die Mavic Mini ist DJIs kleinste und leichteste Drohne.

Die Drohne hat einen 12-MP-Sensor und kann Videos bis maximal 2,7K Auflösung aufzeichnen.

Um es kurz zu machen: Wer sich für die Mavic Mini entschieden hat, war auf der Suche nach einer extrem leichten und kompakten Drohne, die dazu noch möglichst günstig ist.

Rein technisch und nüchtern betrachtet ist also jede der teureren DJI Drohnen und damit auch die neue Mavic Air 2 ein lohnenswertes Update, wenn einem Foto- und Videoqualität sowie autonome Flugfähigkeiten wichtig sind.

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Für die meisten Mavic Mini Piloten ist die Drohne aber genau richtig so wie sie ist, von daher ist eine allgemeine Upgrade-Empfehlung nicht wirklich angebracht. Als Ergänzung macht die Mavic Air 2 aber sehr wohl Sinn – aber wer hat schon zwei Drohnen? *Hust*

DJI Mavic Air vs. DJI Mavic Air 2

Eigentlich ein „No-Brainer“, denn die Mavic Air 2 ist die direkte Nachfolgerin der Mavic Air. Trotzdem haben wir diesen Abschnitt bewusst mit aufgenommen, um zu zeigen, wie stark DJI die Mavic Air Familie verbessert hat.

Kenko DJI Mavic Air Drone Filter on DroneBildquelle: Kenko | ©
Die Mavic Air der ersten Generation sieht noch ganz anders aus.

Der Hauptfokus lag klar auf der Kamera. Statt einem 1/2,3-Zoll-Sensor mit 12 MP in der Mavic Air 1 kommt nun ein 1/2″-Sensor mit 48 MP zum Einsatz. Genial für alle, die gerne Standbilder aus der Luft machen. Die vierfache Auflösung kann man vor allem bei der Nachbearbeitung der Fotos gut brauchen.

In Sachen Video schlägt die Mavic Air 2 ihre Vorgängerin ebenfalls gnadenlos. Statt 4K bei maximal 30 fps sind nun bis zu 60 fps möglich. Außerdem steigt die maximale Videobitrate von 100 MBit/s auf 120 MBit/s und der effizientere H.265 Codec steht endlich zur Verfügung. Gemeinsam verspricht das noch mehr Bilddetails.

Außerdem ist die Mavic Air 2 in der Lage HDR-Video aufzuzeichnen. Ein Feature, was der Mavic Air gänzlich gefehlt hat. Neu hinzu kommt außerdem eine HDR-Panorama-Funktion sowie Hyperlapse.

In Sachen Hinderniserkennung haben beide Drohnen eine Sensorabdeckung an Front, Heck und Unterboden. Die Mavic Air 2 kann aber mit APAS 3.0 und ActiveTrack 3.0 auf die deutlich leistungsfähigeren Algorithmen zurückgreifen.

Beim Funksystem gibt es mit der Einführung von OcuSync 2.0 eine weitere enorme Verbesserung gegenüber der ersten Generation. Die Probleme mit der WiFi-Verbindung gehören damit der Vergangenheit an. Mehr zu OcuSync 2.0 lest ihr hier.

Wer also das leicht höhere Gewicht (430g vs. 570g) und die geringfügig gewachsenen Abmessungen in Kauf nehmen kann, der erhält mit der Mavic Air 2 viel mehr als nur ein einfaches Upgrade.

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Unser Fazit: Mavic Air Besitzer auf der Suche nach einer neuen Drohne können ohne Frage direkt zum Nachfolger greifen.

Die genauen technischen Daten der beiden Mavic Air Generationen haben wir hier für euch verglichen.

Mavic 2 Zoom vs. Mavic Air 2

Auch wenn die Mavic 2 Zoom in einer anderen Preisklasse spielt und in der DJI-Hierarchie über der Mavic Air 2 angesiedelt ist, geht die neue Drohne doch deutlich im Gebiet der großen Schwester wildern.

DJI Mavic 2 Zoom DrohneBildquelle: DJI | ©
Die Mavic 2 Zoom besticht vor allem durch ihren optischen Zoom.

Der Vergleich zur Mavic Air 2 fällt aufgrund des optischen Zooms der Mavic 2 Zoom nicht ganz leicht. Damit verfügt die Mavic 2 Zoom ohne jeden Zweifel über eine Funktion, die ansonsten kein anderes Modell von DJI im Hobby-Segment aufweist. Damit alleine hat sie sicher schon ihre Käuferschicht gefunden.

Nüchtern auf die sonstigen Daten der Kamera bezogen, hat die Mavic 2 Zoom der Mavic Air 2 jedoch nicht viel entgegenzusetzen. Letztendlich gilt das gleiche wie bei der Mavic Air 1: Die Mavic 2 Zoom nutzt einen 1/2,3-Zoll-Sensor mit „nur“ 12 MP. Das ist in Anbetracht der 48 MP und größeren Sensorfläche natürlich „eher Durchschnitt“. (Hinweis: Im Super Resolution Modus kann auch die Mavic 2 Zoom Bilder mit 48 MP aufnehmen, dabei handelt es sich dann aber um ein zusammengesetztes Panoramabild.)

Gemeinsam haben beiden Drohnen die Möglichkeit den H.265 Codec zu verwenden, die Mavic Air 2 verfügt aber über eine höhere maximale Videobitraten und zeichnet 4K mit zu 60 fps auf.

In Sachen Hinderniserkennung ist die Mavic 2 Zoom der Mavic Air 2 durch ihre allseitige Sensorabdeckung hingegen weiterhin überlegen.

Zwar setzt die Mavic 2 Serie noch auf ActiveTrack 2.0 und APAS der ersten Generation, nicht desto trotz bieten die Sensoren an den Seiten und auf der Oberseite mehr Sicherheit im autonomen Betrieb als die Mavic Air 2.

Beim Funksystem sind die beiden Drohnen gleich auf, denn DJI nutzt in beiden Modellen OcuSync 2.0. Die geringen Reichweitenvorteile, die sich aus den technischen Daten der Mavic Air 2 im CE-Modus ergeben, fallen im Alltag nicht weiters ins Gewicht. Mittlerweile hat DJI Mavic 2 Serie aktualisiert, sodass die Mavic 2 und die Mavic Air 2 eine identische Maximalreichweite von 6 km aufweisen.

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Das gleiche gilt für die Flugzeit. Auf dem Papier schlägt die Mavic Air 2 die Mavic 2 Zoom in dieser Disziplin zwar um wenige Minuten (34 vs 31 min), aber auch diese Differenz dürfte im alltäglichen Betrieb eher weniger auffallen.

Am Ende ist die Entscheidung tatsächlich schwierig. Wer seine Mavic 2 Zoom zu einem guten Preis losschlägt und statt der Zoom-Funktion lieber auf 4K/60fps und HDR-Video setzt, der hat mit der Mavic Air 2 eine sehr gute Alternative zur Mavic 2 Zoom an der Hand.

Mavic 2 Pro vs. Mavic Air 2

Die Mavic 2 Pro unterscheidet sich nur in Sachen Kamera von der Mavic 2 Zoom. Alle anderen Charakteristiken der beiden Varianten sind identisch. Daher gelten insofern auch alle Argument aus dem vorherigen Vergleich.

Die Hasselblad-Kamera der Mavic 2 Pro ist ohne Frage ein feines Stück Technik. Die Kamera löst im Gegensatz zur neuen Mavic Air 2 zwar „nur“ mit 20 MP auf, dafür ist der Sensor mit 1 Zoll Diagonale aber deutlich größer.

In der Praxis äußert sich das bei Kameras in einem niedrigeren Bildrauschen: Denn jedes Pixel hat im Fall der Mavic 2 Pro (größerer Sensor, weniger als die Hälfte der Pixel) deutlich mehr Fläche auf die das Licht treffen kann. Damit ist die Mavic 2 Pro vor allem bei Aufnahmen mit weniger Licht im Vorteil.

Außerdem ist natürlich die Möglichkeit HLG-HDR-Videos mit 10 Bit oder alternativ 10-Bit-Video im DLOG-Profil aufzuzeichnen für alle professionellen Anwender ein großer Vorteil.

DJI Mavic 2 Pro DrohneBildquelle: DJI | ©
Die Mavic 2 Pro bleibt weiter an der Spitze.

Lediglich in Sachen Framerate ist die neue Drohne auch der Mavic 2 Pro überlegen: Denn auch bei dieser Drohne ist bei 4K @ 30 fps Schluss.

Beide Drohnen können außerdem Hyperlapse-Aufnahemn erstellen (bewegte Zeitraffer). Die Mavic Air 2 schafft das aber erstmals in 8K Auflösung, während die Mavic 2 Pro „nur“ 4K-Material zur Verfügung stellt.

Unsere Meinung: DJI Mavic 2 Pro Besitzer brauchen sich über einen Wechsel zur Mavic Air 2 keine Gedanken machen. Die Unterschiede zwischen Mavic Air und Mavic Familie wurden mit dem neuen Modell ohne Frage deutlich verkleinert, die Mavic 2 Pro sticht die zweite Mavic Air aber immer noch in den für Filmemacher wichtigen Punkten.

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Einen detaillierten Vergleich der beiden Modelle haben wir in seinem separaten Artikel für euch zusammengestellt.

Phantom 4 Pro V2.0 vs. Mavic Air 2

Zu letzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Phantom 4 Serie. Dieses wird aktuell von DJI mit der Phantom 4 Pro V2.0 abgedeckt. Die Drohne wurde erst Anfang 2020 einem Re-Launch unterzogen und ist seit Kurzem nun auch mit dem DJI Smart Controller kompatibel.

Phantom 4 Pro V2.0 DrohneBildquelle: DJI | ©
Die Phantom 4 Pro V2.0 hat in der Regel eine andere Anwendergruppe.

Ob Phantom 4 Pro V2.0 Besitzer einen Wechsel auf die kleine Mavic Air 2 in Betracht ziehen sollten, ist dabei weniger eine Frage der Fähigkeiten der beiden Drohnen.

Denn wer Wert auf bestmögliche Bildqualität legt, bekommt mit DJIs P4 Pro V2.0* aktuell immer noch eine extrem fähige Kamera geliefert. Auch hier setzt DJI auf einen 1-Zoll-Sensor. Dieses Kamera kann im Gegensatz zur Mavic 2 Pro aber auch mit 60 fps in 4K aufzeichnen und zieht somit mit dem neuen Mavic Air Modell gleich.

Auf HDR-Video verzichtet P4P Piloten aktuell zwar, dafür kann die Drohne aber ebenfalls auf eine 3-Seitige Hinderniserkennung zurückgreifen. Auch wenn die Technologie der Mavic Air 2 ohne Frage neuer ist.

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Da beide Drohnen in unseren Augen völlig andere Anwendungszwecke haben, macht ein Wechsel von der P4P Pro V2.0 auf die neue DJI Drohne nur bedingt Sinn. Sehr wohl ergänzt die Mavic 2 Air die Phantom 4 Pro V2.0 aber ganz wunderbar immer dann, wenn eher Portabilität und nicht maximale Bildqualität im Vordergrund stehen.

DJI Spark / Mavic Pro Platinum / Phantom 3 und älter

Für alle Besitzer älterer DJI Drohnen ist die Entscheidung jedoch klar: Egal welches dieser Modell: Alle werden von der Mavic Air 2 in so ziemlich jeder Disziplinen geschlagen.

Mavic Air 2 SeitlicheBildquelle: DJI | ©
Wer eine ältere DJI Drohne besitzt, hat ein lohnenswertes Update vor sich.

Wer also von einer älteren Drohne upgraden will, der kann ganz unbesorgt zur Mavic Air der 2. Generation greifen.

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Und was ist mit AirSense?

Richtig, AirSense! Diese neue Technologie ist erstmals mit der Mavic Air 2 in einer Drohne des Hobby-Portfolios verfügbar. Zumindest theoretisch, denn aktuell ist diese Funktion Kunden in Nordamerika vorbehalten.

Ohne Frage macht das die Mavic Air 2 zu einem interessanten Modell, den AirSense bietet sonst noch keine der anderen Drohnen von DJI – außer einige Modelle aus dem Enterprise-Bereich.

Wie AirSense genau funktioniert, haben wir euch in unserem AirSense Guide genau erklärt.

Schlusswort

Wir hoffen, du hast nun eine bessere Einschätzung, in welchen Fällen die Mavic Air 2 ein lohnenswertes Upgrade für deine aktuelle DJI Drohne darstellt.

Sollte dies der Fall sein, freuen wir uns darüber, wenn du den Artikel teilst. Was meinst du zu dem Thema? Hinterlass gerne deinen Kommentar!

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Bildquellen

  • DJI Mavic Mini Front: DJI | ©
  • Kenko DJI Mavic Air Drone Filter on Drone: Kenko | ©
  • DJI Mavic 2 Zoom Drohne: DJI | ©
  • DJI Mavic 2 Pro Drohne: DJI | ©
  • Phantom 4 Pro V2.0 Drohne: DJI | ©
  • Mavic Air 2 Seitliche: DJI | ©

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Nils Waldmann

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