TB51 Akkus in der I3 Drohne im Detail aufgenommen

Vergleich: Inspire 3 vs. Inspire 2 – Jetzt upgraden?

Publiziert von Nils Waldmann

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Die DJI Inspire 3 schickt nach mehr als 6,5 Jahren die beliebte und bewährte DJI Inspire 2 Drohne in Rente. Wir haben die beiden Inspire-Generation im Detail für euch verglichen und verraten euch, in welchen Punkten die Inspire 3 das Upgrade beinahe unausweichlich macht.

Die Inspire Familie zählt als einzige Drohne in das DJI Pro Portfolio, welches der Kamera- und Drohnenhersteller rund um seine Gimbals- und Kameras der Ronin-Serie aufgebaut hat. Mit dieser Zuordnung macht DJI klar: Auch die Inspire 3 ist ein Werkzeug für absolute Profis.

Das überrascht insgesamt wenig, denn bereits die Mavic 3 deckt mit der Mavic 3 Cine einen Anforderungsbereich ab, der klar in Richtung professioneller Video- und Kinoproduktion geht. Was sich genau bei der Inspire 3 im Vergleich zu ihrer Vorgängerin geändert hat, lest ihr hier.

Tipp: Alle Fragen rund um die neue Kinodrohne von DJI beantworten wir euch in unseren DJI Inspire 3 FAQ.

Inspire 3: (Fast) alles einmal neu gedacht

Kaum verwunderlich: Die Designer und Ingenieure haben nach mehr als sechs Jahren an der Inspire 3 so ziemlich jedes Detail auf den Prüfstand gestellt. Herausgekommen ist eine Drohne, der man ihre Zugehörigkeit in die Inspire-Familie noch klar ansieht, die jedoch an vielen Stellen vollständig neu gedacht wurde.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Hauptsächlich dürften aber die allgemeinen Erfahrung und der beachtliche technologische Fortschritt der letzten sechs Jahre im Drohnensegment für die Veränderungen verantwortlich sein, die sich jetzt im Design der Inspire 3 wiederfinden.

Inspire 3 von der linken Seite fotografiertBildquelle: DJI | ©
Die Inspire 3 mit der neuen Zenmuse X9 Air Kamera.

Das wichtigste direkt vorab: Der Transformermodus, mit dem die Drohne ihr Ladengestellt im Flug aus dem Sichtfeld der Kamera fahren kann, ist auch bei der Inspire 3 wieder vorhanden. Neu ist, dass die Drohne beim Landen auch ihre Schnauze anheben kann und so für genügend Bodenfreiheit zwischen der großen Zenmuse X9 und dem Untergrund sorgt.

Insgesamt ist die Inspire 3 etwas filigraner gestaltet, was gut in die Zeit passt. Für ein einfacheres Handling und einen leichteren Transport verfügt die Drohne jetzt auch über Faltpropeller, die somit nicht mehr abgenommen werden müssen, wie bei der Inspire 3. All diese Änderungen sind auch unbedingt notwendig gewesen, denn selbst im Enterprise-Bereich hat spätestens mit der Matrice 30 der Trend zum faltbaren Rahmen Einzug gehalten.

Inspire 2 mit Zenmuse X5 von schräg vorne fotografiertBildquelle: DJI | ©
Die Inspire 2 mit der kleineren Zenmuse X5S Kamera.

Auch Profis stellen sich mehr und mehr die Frage: Muss es für jeden Shoot eine große und dementsprechend schwere UAV-Plattform sein oder tun für den einen oder anderen Shot kompaktere Drohnen den Job nicht in ähnlicher Weise?

Insgesamt bringt die Inspire 3 flugfertig mit Akkus, SSD und X9-Kamera jetzt 3995 g auf die Waage. Zum Vergleich: Bei der Inspire 2 sind es 3889 g inklusive X7 Kamera (aber ohne SSD). Dazu kommt dann noch das Gewicht der jeweils verwendeten Objektive.

NameDJI Inspire 3DJI Inspire 2
Abmessungen (Transport)176 x 709,8 x 500,5 mm 317 × 425 × 427 mm
Diagonalabstand695 mm605 mm
Gewicht (m. Kamera, o. Objektiv)3995 g3889 g
GNSSGPS + GALILEO + BeidouGPS
RTKJaNein
BezugsquelleCamforpro.com*
Globe-Flight.de*
-

Video- und Kameraoptionen im Vergleich

Bei einem professionellen Produktionswerkzeug, wie der Inspire 3, kommt es natürlich maßgeblich auf die Kameraoptionen und die daraus resultierende Flexibilität beim Shooting an, damit sich die Drohne möglichst einfach in die übrige Produktionsumgebung und -gegebenheiten integriert.

Mit der Inspire 3 erhebt sich die bereits von der Ronin 4D bekannte Zenmuse X9 Kamera jetzt auch offiziell in die Lüfte. Angeboten wird dieses Kameramodul auch bei der Inspire 3 in einer 8K-Variante: Der Zenmuse X9-8K Air.

Zenmuse X9-8K Air mit Objektiv in der NahaufnahmeBildquelle: DJI | ©
Die Zenmuse X9-8K Air mit dem neuen 18-mm-Ultraweitwinkelobjektiv

Das bedeutet, der Super35-Sensor der Inspire 2 (mit Zenmuse X7) wird nun durch einen CMOS-Sensor im Vollformat abgelöst. Die Fläche des Sensors steigt damit merkbar an (X7: 23,5 × 15,7 mm, X9: 36 x 24 mm). Die effektive Auflösung der X7 von 24 MP wurde bei der X9 auf 44,7 MP angehoben.

Die maximale Videoauflösung und Framerate werden dabei durch den verwendeten Videocodec bestimmt. Die Zenmuse X9-8K Air leistet bei Aufnahmen in Apple ProRes RAW somit bis zu 8K bei 75 fps. CinemaDNG-Videos können mit bis zu 8K/25fps aufgezeichnet werden. Sowohl die Verwendung von ProRes RAW als auch CinemaDNG-Video erfordert separate Lizenzschlüssel.

Die volle Bandbreite an Auflösungen, Framerates und Codecs kann die Inspire 3 dabei nur in Verbindung mit der DJI PROSSD abrufen. Im Gegensatz zur DJI Mavic 3 Cine (zum Testbericht), lässt sich die SSD bei der Inspire 3 natürlich weiterhin austauschen. Alternativ kann die Drohne in ProRes 422 HQ mit 8K bei bis zu 30 fps aufnehmen oder fertigt Shots in C4K oder 4K mit bis zu 120 fps in H.264 oder ProRes 422 HQ an.

DJI PROSSD wird in die Inspire 3 eingesetztBildquelle: DJI | ©
Die PROSSD wird oben in den Rahmen eingesetzt.

Im Vergleich zur Inspire 2 Serie, die mit der Zenmuse X4S und der X5 auch noch zwei „kleinere“ Payload-Optionen geboten hat, gibt es diese bei der Inspire 3 nicht mehr. Das macht auch Sinn, denn die Drohnen der Mavic 3 Serie decken diesen Anwendungsbereich seit geraumer Zeit ab, sodass die Inspire 3 voll auf die Anforderungen aus dem Produktionsbereich abgestimmt wurde.

Gute Neuigkeiten gibt es für Piloten der Inspire 2, die bereits in DJI-Objektive mit DL-Mount investiert haben. Die Zenmuse X9 hat eine Dx-Aufnahme und ist damit zumindest mit dem 24 mm F2.8 LS ASPH, 35 mm F2.8 LS ASPH und dem 50 mm F2.8 LS ASPH kompatibel. Neu hinzu kommt noch das DL 18 mm F2.8 ASPH. Ein erstes Zoomobjektiv, ähnlich wie das erst kürzlich vorgestellte Zoomobjektiv für die Ronin 4D, hat DJI bereits angekündigt.

Apropos Kompatibilität: Die Zenmuse X9-6K und Zenmuse X9-8K Payloads der Ronin 4D sind durch ein anderes Gimbal nicht ohne Weiteres mit der Inspire 3 kompatibel.

NameZenmuse X9-8K AirZenmuse X7
SensorgrößeVollformatSuper35
Sensorabmessung36 x 24 mm23,5 × 15,7 mm
Native Auflösung44,7 MP24 MP
Max Videoauflösung8K6K
Max. Framerate 4K120 fps59,94 fps
Max. Framerate 2,7K- fps59,94 fps
Max. Framerate 1080p- fps59,94 fps
EI-ModusJa, EI200 - EI6400Ja, EI100 - EI1600
CodecApple ProRes RAW, 442 HQ, H.264, CinemaDNG-VideoApple ProRes RAW, 442 HQ, H.264, H.265, CinemaDNG-Video
Gimbal3 Achsen3 Achsen
BezugsquelleCamforpro.com*
Globe-Flight.de*
Amazon.de*

Flugleistung und Antrieb

Ein großer Vorteil, der von vielen Verfechtern der Inspire 2-Serie stets gegenüber kleineren Drohnen, wie der Mavic 3 oder zuvor der Phantom 4 ins Feld geführt wurde: die Geschwindigkeit der I2 und damit ihre Eignung für Action- und Verfolgungsjagden.

Die Inspire 2 erreicht dabei in der Spitze bis zu 94 km/h. Das Sensorsystem war jedoch auf 36 km/h begrenzt. Die notwendige Energie für den Flug kommen bei der Inspire 2 aus zwei identischen 6S-LiPo-Akkus (TB50) mit einer Kapazität von 4280 mAh bzw. 97,58 Wh. Damit kann die I2 dann knapp 23 Minuten in der Luft bleiben (mit Zenmuse X7 im Gepäck).

Inspire 2 mit Zenmuse X5 von der Seite abgebildetBildquelle: DJI | ©
Die Inspire 2 ist als schnelle Fliegerin bekannt.

Bei der Inspire 3 wurde auch der gesamte Antriebsstrang überarbeitet. Neue Motoren, neue Regler und neue Propeller – die sich nun falten lassen. Auch hier kommen wieder zwei Akkus (TB51) als Paar zum Einsatz. Das 6S-System hat DJI mit leicht erhöhter Spannung beibehalten, die Kapazität beträgt erneut 4280 mAh, woraus sich eine Energie von 98,8 Wh pro Akku ergibt. In der Konsequenz steigt die Flugdauer pro Akkusatz damit auf 28 Minuten (ebenfalls mit Kamera und Objektiv).

In diesem Punkt spielt die Inspire 3 nun wieder auf der Höhe der Zeit mit und erlaubt mehr Flexibilität beim Framen von Shots und Durchführen verschiedener Szenen.

Die Inspire 3 steht im Landemodus auf dem BodenBildquelle: DJI | ©
Auch in I3 ist bei Bedarf schnell unterwegs.

In puncto Geschwindigkeit liefert die dritte Inspire-Generation auch weiterhin ab: Auch bei dem neuen Modell sollen bis zu 94 km/h sollen laut DJI möglich sein. Und sogar „Sturzflüge“ mit bis zu 10 m/s Sinkgeschwindigkeit soll die I3 ermöglichen. Die horizontalen Hindernissensoren arbeiten jetzt außerdem bis zu einer Fluggeschwindigkeit von 54 km/h.

NameDJI Inspire 3DJI Inspire 2
Max. Geschwindigkeit94 km/h94 km/h
Max. Sinkgeschwindigkeit10 m/s 9 m/s
Max. Flughöhe (Spezialpropeller)7.000 m5.000 m
Flugzeitbis zu 28 Minbis zu 23 Min
FlugakkuTB 51 (6S LiPo / 98,9 Wh, 4280 mAh bei 23,1 V)TB 50 (6S LiPo / 97,58 Wh, 4280 mAh bei 22,8 V)
BezugsquelleCamforpro.com*
Globe-Flight.de*
Amazon.de*

FPV-Kamera und Dual-Pilot-Betrieb

Eine Besonderheit der Inspire-Reihe ist es, dass die Drohne eine dedizierte Kamera für den Piloten besitzt. DJI bezeichnet diese Kamera häufig auch als FPV-Kamera.

Während die Filmkamera in eine beliebige Richtung geschwenkt sein kann, gibt die FPV-Kamera stets einen klaren Blick nach vorne und hilft dem Piloten so bei der Steuerung der Drohne.

Die FPV-Kamera der Inspire 3 im Detail aufgenommenBildquelle: DJI | ©
Die neue FPV-Kamera der I3 ist nun in die Stirn des Rahmens gewandert.

Diese separate Kamera wird vor allem dann interessant, wenn die Drohne von zwei Piloten gesteuert wird – einer für die Kontrolle der Flugfunktionen und einer für die Führung der Kamera.

Bei der Inspire 3 wurde die FPV-Kamera nun direkt in die Stirn integriert. Selbstverständlich lässt sich diese auch wieder neigen, um beispielsweise den Flugwinkel zu korrigieren oder um sich einen Überblick zu verschaffen.

Ab sofort kann die FPV-Kamera ihr Bild mit 1080p und 60 fps übertragen, was in Verbindung mit dem O3 Pro System ein deutlicher Qualitätszugewinn ist. Die Inspire 2 war hier noch auf 480p limitiert. Dazu setzt DJI ab sofort auf einen größeren 1/1,8-Zoll-Sensor und ein Objektiv mit einem FOV von 161°. Die FPV-Kamera soll durch eine hohe Lichtempfindlichkeit auch in der Nacht noch brauchbare Bilder liefern.

Hinderniserkennung und Smart-Modi der Inspire 3

Neben der Kamera ist der Bereich Sensorausstattung und die daraus resultierenden Flugmodi wohl einer der Punkte, der die Inspire 2 und Inspire 3 nicht deutlicher voneinander trennen könnte.

Bei ihrer Vorstellung im Jahr 2016 war die Inspire 2 mit Kamerasensoren für die Front und die Unterseite. Sowie IR-Sensoren auf der Oberseite und zusätzlich nach unten gerichteten Ultraschallsensoren das Maß der Dinge. Seitdem hat sich viel getan. Bereits zwei Jahre später wurde mit der Mavic 2 Familie klar: Allseitige Hinderniserkennung ist möglich. Die Mavic 3 Familie hat daraus dann sogar eine allseitige Objekterkennung auf Basis von Kameras gemacht.

Die Hindernissensoren und FPV-Kamera an der Inspire 2 im Close-UpBildquelle: DJI | ©
Die Frontsensoren und die Kamera waren bei der Inspire 2 in einem extra Modul untergebracht.

Und genau das ist es auch, was DJI der Inspire 3 verpasst hat: Insgesamt 9 Kameras, die rund um den Rahmen der Drohne angeordnet sind, erfassen die Umwelt und bilden die Grundlage für die Kollisionsvermeidung der Inspire 3. Die vertikalen und horizontalen Sensoren lassen sich dabei unabhängig voneinander aktivieren, und auch die Eingreifschwellen lassen sich individuell einstellen. Damit soll das System ein Sicherheitsnetz bieten, ohne dass Flexibilität in herausfordernden Flugumgebungen verloren geht.

Mit ihrem Sichtsystem konnte die Inspire 2 bereits auf intelligente Flugmodi, wie Spotlight Pro zurückgreifen, um Motive auf zwei verschiedene Arten ( Quick-und Composition-Modus) in der Bildmitte zu halten. Mit ActiveTrack stand auch die erste Generation der bekannten Motiv-Verfolgung bereit. Außerdem war die automatische Routenplanung mit Typ-and-Fly bereits Bestandteil der Drohne, die auch in der Phantom 4 Serie Verwendung fand. Aus heutiger Sicht wirken diese Features eher grundlegend und werden – etwas überspitzt ausgedrückt – von der DJI Mini 3 Pro (zum Testbericht) in ähnlicher Form abgedeckt.

Kamera zur Hinderniserkennung an dem Bein der I3 DrohneBildquelle: DJI | ©
An jedem Auslegerbein befindet sich nun eine Weitwinkelkamera.

Bei der Inspire 3 hat DJI dementsprechend alle Technologien auf den neusten Stand gehoben und spendiert der Inspire 3 mit einem neuen Spotlight Pro nun die neuste Generation seiner automatischen Motiverkennung und -verfolgung.

Auch das Abarbeiten von Way-Point-Missionen ist mit der Inspire 3 möglich. Was die Drohne auch für Shoots qualifiziert, bei der Szenen exakt wiederholt werden müssen. DJI nennt das Repeatable Routes. Dazu hat die Inspire 3 ab sofort einen RTK-Empfänger für hochgenaue Positionierung an Bord. Das erlaubt unter anderem das neue 3D Dolly Feature, bei dem die Drohne auf einem vordefinierten Pfad, wie an eine Seil- oder Krankamera bewegt werden kann.

NameDJI Inspire 3DJI Inspire 2
HinderniserkennungAllseitig via KameraJa, Front und Unterseite
ActiveTrackSpotlight ProSpotlight Pro mit ActiveTrack
LED-Spot UnterseiteNeinNein
KollisionsvermeidungJa, einstellbare SchwellwerteJa
BezugsquelleCamforpro.com*
Globe-Flight.de*
Amazon.de*

Funksystem: Endlich das Upgrade auf OcuSync

Viele heutige Piloten dürften dem Begriff Lightbridge mit einem Fragezeichen gegenübertreten. Lightbridge war das Kommunikationsprotokoll von DJI, das vor der Einführung von OcuSync mit der ersten Mavic-Generation Verwendung fand.

Klar ist: Auch bei der Signalübertragung hat sich in den letzten sechs Jahren eine Menge getan. Dementsprechend setzt die Inspire 3 ab sofort ebenfalls auf das OcuSync 3.0 Pro Protokoll – kurz O3 Pro.

Unter CE-Bedingungen soll eine Reichweite von bis zu 8 km möglich sein (FPV-Link). Der Videolink der Hauptkamera soll bis zu 7 km weit reichen. Die Inspire 2 bietet in diesem Punkt maximal 3,5 km, wenn das 2,4-GHz-Band genutzt wurde.

Das C3 Drohnenlabel an der Inspire 3 im AkkufachBildquelle: DJI | ©
Etwas versteckt trägt die Inspire 3 ihr C3-Drohnenlabel.

Das neue O3 Pro überträgt das Live-Bild der integrierten FPV-Kamera nun mit 1080p/60fps und kann das Live-Bild der Filmkamera parallel mit 1080p übermitteln. Insgesamt stehen für den Downlink nun bis zu 50 Mbit/s Bandbreite bereit und das Signal soll eine typische Latenz von 90 ms aufweisen. Das ist eine massive Verbesserung zu der Verzögerung von 220 ms bei der Inspire 2.

Alternativ steht erstmals auch ein neuer 4K/30fps-Live-Feed für die Hauptkamera unterstützt, wenn mit 30 fps gefilmt wird. Dabei verkürzt sich die Reichweite im CE-Betrieb auf etwa 3 km. Im Dual-Operator-Betrieb müssen von allen Reichweitenangaben noch einmal einige hundert Meter abgezogen werden.

Die größte Verbesserung dürften Piloten im Vergleich zu Lightbridge im Bereich der Robustheit der Übertragung feststellen, weil OcuSync stets das in der Situation beste Band (2,4 GHz oder 5,8 GHz) automatisch wählt und priorisiert.

Natürlich ist O3 Pro in Verbindung mit der Inspire 3 in der Lage, das Signal an mehrere Empfänger zu senden, um beispielsweise das Monitoring des Bildes zu ermöglichen. Auch kann das Protokoll die Daten von zwei Controllern verarbeiten, um ein Multi-Operator-Betrieb zu ermöglichen.

Neue App und Controller

So wichtig die Features der Drohne selbst sind, mindestens genauso wichtig für eine gute Anwendererfahrung ist das, was man als Pilot in der Hand hält: Den Controller und die passende Software.

Die Inspire 2 kam ihrer Zeit mit zwei Controllern auf den Markt: Dem M200 für die Verwendung mit einem Tablet und der Cendence Fernsteuerung (GL800A) für einen erweiterten Funktionsumfang.

Der RC Plus Controller für die Inspire 3 von oben fotografiertBildquelle: DJI | ©
Die DJI RC Plus übernimmt ab sofort auch die Steuerung der Inspire 3.

Bei der Inspire 3 bringt man nun die DJI RC Plus zum Einsatz, die wir bereits aus dem Umfeld der M30 und M300 Drohnen kennen. Diese Fernsteuerung hat ein integriertes Display (7,02-Zoll) und diverse Zusatztasten, die die blinde Bedienung von Funktionen durch Buttons und Wahlräder ermöglichen.

Die größte Neuerung im Vergleich zur Inspire 2 ist aber in dieser Disziplin wohl der Wechsel von der DJI Go 4 App auf die DJI Pilot 2 App. Damit kommt auch die Inspire-Serie im Zeitalter einer modernen Bedieneroberfläche an, die für Inspire 2-Piloten trotzdem schnell verständlich sein dürfte. Die DJI Pilot 2 App ist nämlich eine gute Mischung aus DJI Go 4 und DJI Fly.

NameDJI Inspire 3DJI Inspire 2
SystemO3 ProLightbridge
Videoqualität Downlink1080p @ 60 fps oder 4K @ 30 fps720p/1080p @ 30 fps
Max Reichweite (CE)8 km3,5 km
Latenz90 ms220 ms
Maximale Bitrate50 MBit/s? Mbit/s
AppDJI Pilot 2 AppDJI Go 4 App
BezugsquelleCamforpro.com*
Globe-Flight.de*
Amazon.de*

Preise der Inspire 3: So viel Investitionsvolumen braucht ihr

Wie bei allen DJI Pro Produkten steht bereits von vornherein fest: Es handelt sich um professionelle Werkzeuge, die entsprechende Preisschilder tragen. Das ist bei der Inspire 3 nicht wirklich anders.

Im Standardcombo kostet die Inspire 3 euch 14.999 Euro (UVP). Dafür bekommt ihr die Drohne, eine DJI RC Plus, die Zenmuse X9-8K Air, sechs Akkus, die passende Akkuladestation, einen Objektivtransportkoffer, einen Transportkoffer sowie weiteres Zubehör.

Der Lieferumfang des DJI Inspire 3 Combos am Boden verteiltBildquelle: DJI | ©
Das alles gibt es im Combo der Inspire 3.

Zusätzlich fallen bei Bedarf noch Kosten für den Lizenzschlüssel zur Nutzung von Apple ProRes RAW oder CinemaDNG-Video an (jeweils 999 Euro). Wer komplett neu einsteigt, muss außerdem noch Geld für mindestens ein Objektiv in die Hand nehmen. Objektive beginnen ab 1.349 Euro (UVP) für die neue 18-mm-Festbrennweite und weitere Akkus müssen mit 349 Euro (UVP) pro Stück kalkuliert werden.

Wer sollte auf die Inspire 3 upgraden?

Die Frage erübrigt sich bei einer über sechs Jahre alten Plattform, wie der Inspire 2 eigentlich. Wer sein Geld mit der Produktion von hochwertigen Videos verdient, dürfte zeitnah den Schritt in Richtung Inspire 3 gehen.

Interessant ist die Frage vor allem in Bezug auf die – durchaus starke – Mavic 3-Familie. Für viele professionelle Shotings im kleineren bis mittleren Stil macht auch diese Drohne eine gute Figur. Ob das Upgrade auf die Inspire 3 mit allen Konsequenzen in Bezug auf Portabilität und die notwendige Ausrüstung gerechtfertigt ist, muss am Ende (leider) jeder für sich selbst entscheiden.

Schlusswort

Wir hoffen, euch hat dieser Detailvergleich der Inspire 3 und Inspire 2 Drohnen geholfen, die größten Unterschiede zwischen den beiden Generationen zu überblicken.

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Unterschiede von Inspire 2 und Inspire 3 (FAQ)

Sind Inspire 2 und Inspire 3 miteinander kompatibel?

Nein, DJI hat bei der Inspire 3 sämtliche Komponenten des UAVs neu entwickelt. Auch verwendet die Inspire 3 ein neues Funkprotokoll.

Kann man die Kameras der Inspire 2 an der Inspire 3 verwenden?

Nein, derzeit ist das nicht möglich.

Verwendet die Inspire 3 auch zwei Akku?

Ja, die I3-Serie von DJI setzt auch erneut auf zwei Akkus (TB51), die als Paar gekoppelt werden. Die Akkus sind jedoch nicht mit der Inspire 2 (oder umgekehrt) kompatibel.

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

  • Inspire 3 von der linken Seite: DJI | ©
  • Inspire 2 mit Zenmuse X5 von schräg vorne: DJI | ©
  • Zenmuse X9-8K Air mit Objektiv in der Nahaufnahme: DJI | ©
  • PROSSD in der Inspire 3: DJI | ©
  • Inspire 2 mit Zenmuse X5 von der Seite: DJI | ©
  • Inspire 3 im Landemodus: DJI | ©
  • Die FPV-Kamera der Inspire 3 im Detail: DJI | ©
  • Hindernissensoren und FPV-Kamera an der Inspire 2: DJI | ©
  • Kamera zur Hinderniserkennung an der I3 Drohne: DJI | ©
  • Das C3 Drohnenlabel auf der Inspire 3: DJI | ©
  • RC Plus Controller der DJI Inspire 3: DJI | ©
  • DJI Inspire 3 Combo: DJI | ©
  • TB51 Akkus in der I3 Drohne: DJI | ©

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