Drohnen: Höher, schneller, weiter? Die häufigsten Fragen einfach erklärt.(In nur 5 Minuten gelesen)

Drohnen gehören streng genommen auch in den Modellbaubereich. Hier gibt es seit den aller ersten RC-Modellen (egal ob zu Land oder zu Luft) einige Fragen, die immer wieder gestellt werden. Diesen Klassikern wollen wir uns im folgenden Artikel widmen.

Wer schon einmal an einem öffentlichen Platz mit einem RC-Auto* unterwegs war oder auf einem Feld mit einem Modellflieger geflogen ist, kenn die klassischen Fragen der Passanten bereits gut.

Das gleiche erleben natürlich täglich viele Drohnenpiloten, die mit ihrem Multicopter in der Natur unterwegs sind, um schöne Aufnahmen zu machen oder sich im Park gegenseitig aufregende FPV-Rennen liefern.

In diesem kurzen Artikel wollen wir uns kurz mit den drei Frageklassikern beschäftigen. Der Artikel richtet sich dabei sowohl an Piloten, als auch an Neugierige und Interessierte.

Standardfragen, die jeder Drohnenpilot kennt

Eigentlich ist es fast egal, ob wir an dieser Stelle über eine Drohne, ein Modellflugzeug, ein RC-Car oder einen Helikopter sprechen: Die folgenden drei Fragen werden Modellbauern so regelmäßig gestellt, dass einige Kollegen die Antworten bereits auf die Rückseite ihres T-Shirts gedruckt haben.

So einfach und pauschal wollen wir dich aber nicht abspeisen. Immerhin geht es hier darum, etwas zu lernen und Wissen zu vermitteln.

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Wie hoch kann eine Drohne fliegen?

Die Flughöhe der Drohne wird durch zwei Dinge begrenzt. Zum einen ist das natürlich die Physik und der Antrieb. Ein Ausstieg in mehrere 1000 Meter Höhe ist rein physikalisch kein Problem. Wie ein Helikopter kann sich auch eine Drohne viele hunderte Meter in die Luft erheben.

Die Flughöhe einer Drohne ist in Deutschland auf 100 Meter begrenzt
Die maximale Flughöhe einer Drohne ist in Deutschland gesetzlich auf 100 m begrenzt.

Der Antrieb spielt in so fern eine Rolle, als dass irgendwann die Energie des Akkus zur Neige geht. Da die Drohne dann nicht am Höhepunkt einfach abschalten darf, sondern auch noch Energie zur sicheren Landung benötigt, ist die Flughöhe also begrenzt.

In der Regel gilt: Je größer die Propeller, desto effizienter arbeitet der Antrieb. Soll die Drohne eine maximale Flughöhe erreichen, muss außerdem darauf geachtet werden, dass die Motoren in einem effizienten Drehzahlbereich betrieben werden, um die Energie aus dem Akku optimal zu nutzen.

Die zweite Komponenten ist die Gesetzgebung. Und diese macht die Überlegungen zur technisch machbaren Flughöhe einer Drohen eigentlich obsolet. Denn: In Deutschland gibt es seit Inkrafttreten der Drohnenverordnung eine maximale Obergrenze von 100 Meter. Selbst die EU-Drohnenregelen sehen maximal 120 Meter Flughöhe über Grund (AGL) für genehmigungsfreie Flüge vor.

Wie weit kann eine Drohne fliegen?

Die zweite Frage ist eigentlich gar nicht so viel anders zu beantworten, wie die Frage nach der Flughöhe. Die maximale Reichweite der Drohne wird physikalisch erneut durch zwei Dinge begrenzt.

Zum einen natürlich durch die Akkulaufzeit. Das ist wie bei einem Elektroauto. Mit einer bestimmten Akkuladung kannst du nur eine bestimmte Strecke zurückgelegt werden. Moderne Drohnen überwachen den Akkustand daher stetig und kehren automatisch zurück, sodass die Restladung noch für eine sichere Landung ausreicht. Gegenwind kann dem Ganzen aber schon einen Strich durch die Rechnung machen. Die einfache Antwort auf die Frage lautet also auch hier: Die Drohne fliegt so weit, bis der Akku alle ist.

Die Reichweite der Drohne wird durch das Fernsteuerungssystem bestimmt
Physikalisch wird die Reichweite einer Drohne durch das Funksystem begrenzt.

Natürlich stimmt das nicht ganz. Denn wonach die Leute eigentlich fragen, ist die Reichweite der Fernsteuerung. Diese kann – abhängig vom System – ganz einfach mehrere Kilometer erreichen. Generell gilt: Die Steuersignale überbrücken im Normalfall größere Distanzen als der Live-Videofeed der Drohnenkamera.

Für seine Mavic 2 Serie die mit der OcuSync 2.0 Technologie arbeitet gibt DJI zum Beispiel eine Reichweite von bis zu 5 km in Europa an. Nach FCC-Standard soll die Drohne sogar mehr als 8 km schaffen, bis das Signal abbricht. Mehr über OcuSync kannst du in unserem umfassenden OcuSync-Guide nachlesen.

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Sollte das Signal einmal verloren gehen, kehren moderne Drohnen im Übrigen meist selbstständig zum Ausgangspunkt zurück oder fliegen den zurückgelegten Pfad selbstständig ab, bis wieder ein Signal empfangen wird.

Natürlich spielt auch bei der maximalen Reichweite das Gesetz eine Rolle. Die meisten Länder geben keine konkrete Distanz an. Viel mehr muss die Drohne „auf Sicht“ geflogen werden. Das heißt, du darfst mit deiner Drohne nur so weit wegfliegen, wie du die Fluglage ohne optische Hilfsmittel einwandfrei erkennen kannst.

Damit ist rein realistisch betrachtet auch bei bestem Wetter nach gut 200 Metern Schluss. Einige Kritiker argumentieren, dass die Sichtgrenze schon nach knapp über 100 Metern erreicht ist. Auch hier schränkt der Gesetzgeber die technischen Möglichkeiten von Drohnen also deutlich ein.

Wie schnell kann eine Drohne fliegen?

Die wohl beliebteste Frage: Wie schnell kann eine Drohne fliegen? Und interessanterweise auch die einzige Sache, die (noch) nicht durch ein Gesetz reglementiert wird, sondern tatsächlich durch die Physik beschränkt ist.

Bei der maximalen Geschwindigkeit kommt es natürlich extrem auf die Art der Drohne an. Aktuelle Filmdrohnen, schaffen im ATTI-Modus knapp 70 km/h in der Spitze. Größere und schwerere Filmdrohnen machen knapp 60 km/h bei Vollgas. Rückenwind kann natürlich für eine höhere Topspeed sorgen. Wichtig ist, dass in vielen Fällen die Höchstgeschwindigkeit nur mit abgeschalteter Hinderniserkennung und Positionierung erreicht werden kann. Das fordert dem Piloten natürlich deutlich mehr Können ab.

Ganz andere Geschwindigkeiten erreichen Racing Quads (auch FPV-Racer genannt). Hier sind Geschwindigkeiten von über 200 km/h keine Seltenheit. Einzelne Drohnen knacken sogar die 250-km/h-Grenze. Piloten brauchen hier extrem gute Reflexe, um die Drohne bei diesen Geschwindigkeiten durch den Parcours der Rennstrecke zu lenken. Natürlich sind diese Werte nur auf sehr langen Geraden oder bei Geschwindigkeitstest möglich.

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Die neuen EU-Drohnenregel geben erstmals eine Höchstgeschwindigkeit der Drohnenklassen C0 und C1 vor. Diese darf bei maximal 19 m/s bzw. 68,4 km/h liegen. Für die meisten Anwendungen also völlig ausreichend.

Bonusfrage: „Dürfen Sie hier überhaupt fliegen?“

Diese Fragen will natürlich kein Drohnenpilot hören. Wichtig ist es daher, sich vor dem Flug gut darüber zu informieren, ob ein Aufstieg erlaubt ist. Dabei helfen dir diverse Drohnen-Apps und natürlich die Website deiner Gemeinde.

Was wir allgemein von ungerechtfertigten und besserwisserischen Mitmenschen halten, die dir dein rechtmäßig ausgeführtes Hobby madig machen oder verbieten wollen, liest du in unserem Kommentar.

Schlusswort

Wir hoffen, dir hat dieser Artikel dabei geholfen, die drei Standardfragen zu beantworten, die jeder Drohnenpilot irgendwann einmal gestellt bekommt.

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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