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USA: DJI Mini 2 trägt 259g Drogen durch die Luft

Publiziert von Nils Waldmann

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In den USA ist ein weiterer Fall bekannt geworden, in dem eine Drohne zum illegalen Transport von Drogen verwendet wurde. Diese Taten häufen sich in letzter Zeit entlang der üblichen Schmuggelrouten. Besonders ist jedoch, dass nun auch kleinste Drohnen für den Transport zum Einsatz kommen.

Drogentransporte mithilfe von Drohnen sind bereits seit mehreren Jahren auf dem Vormarsch. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um grenzübergreifende Transporte von Betäubungsmitteln geht oder ob die Drogen „nur“ über eine Gefängnismauer gehoben werden müssen. UAVs sind aufgrund der großen Flexibilität und teilweise schwierigen Ausführbarkeit – sofern keine spezielles Equipment vor Ort ist – ein attraktives Werkzeug.

In den USA ist es nun an der Grenze zu Mexiko zu einem weiteren solchen Vorfall bekommen. Nur die genutzten Drohnen werden offenbar immer kleiner.

Drogen-Drohne: Auf frischer Tat ertappt

Vielen Nutzern ist die DJI Mini 2 (zu unserem Testbericht) vor allem aufgrund ihres geringen Gewichtes bekannt. Diese Tatsache führt nämlich dazu, dass das Modell in vielen Ländern weniger strengen Regulierungen unterworfen ist, da die Drohne nur 249 g wiegt.

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Die kleine Mini 2 Drohne im Flug.

Während Piloten im normalen Einsatz natürlich tunlichst versuchen, die Drohne auf keinen Fall über die regulative 250-g-Marke zu bringen, hat eine Mini 2 im Süden der Westküste der USA nun ganz andere Grenzen überwunden.

Die Drohne wurde am 7. Oktober 2021 von den Beamten der US Border Patrol an der Grenzstation zur mexikanischen Stadt Tecate in der Luft entdeckt. Das kleine UAV flog dabei direkt über den über 7 Meter hohen Grenzzaun und nahm Kurs auf einen Parkplatz auf der US-amerikanischen Seite der Grenze.

Dabei schwebte die Ultraleichtdrohne von dem Hersteller DJI nur für kurze Zeit über dem Boden bis ein Auto auftauchte, um die gut getimte Lieferung entgegenzunehmen. Da der gesamte Vorgang bis hier her beobachtet worden war, wurde die Übergabe durch dien US-Grenzschutz verhindert und die Mini 2 samt Fracht beschlagnahmt.

DJI Mini 2 trägt mehr Crystal Meth als ihr Eigengewicht

Wirklich beachtlich ist, dass die Drogenschmuggler nun offenbar auch kleinste Drohnen für den Transport ihrer Ware entdeckt haben. Die Ladung war in diesem Fall ein Paket mit Crystal Meth (Methamphetamin). Die Fracht wog dabei erstaunlich 259 g – das sind 10 Gramm mehr als das Gewicht der Drohne selbst.

Damit dürfte die kleine Drohne nicht mehr besonders wendig unterwegs gewesen sein, schaffte die geplante Strecke aber wohl trotzdem ohne Probleme. Im Normalfall ist wohl auch davon auszugehen, dass die Drohne nach dem „Drop“ zurück zum Ausgangspunkt hätte fliegen sollen.

Dass moderne Drohnen selbstverständlich theoretisch zusätzliche Fracht mit sich tragen können, ergibt sich aus den Leistungsreserven, die viele Modelle besitzen. Interessant ist, dass die Mini 2 hier noch einmal eine deutlich Schippe gegenüber ihrer Vorgängerin der DJI Mavic Mini (zum Testbericht) drauf gelegt zu haben scheint.

Ein Videovergleich aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Mavic Mini knapp 190 g heben konnte – danach war aber auch Schluss. Die DJI Mini 2 auf der anderen Seite scheint kein Problem zu haben, auch mit 259 g noch „ordentlich“ zu fliegen.

In jedem Fall soll die Drohne und ihre Speicherkarte nun untersucht werden. Ein entsprechender Durchsuchungsbeschluss scheint vorzuliegen. Ob die Ermittler etwas auf der microSD-Karte oder aus dem Betriebsspeicher der Drohne extrahieren können, das weitere Hinweise ergibt, bleibt offen.

Der Pilot der Drohne (wahrscheinlich auf mexikanischem Gebiet), wurde bisher wohl nicht geschnappt. In Deutschland geht man gerade im Kontext der Gefängnissicherheit mit einem Pilotprojekt gegen das illegale Schmuggeln von Gegenständen in die Sicherheitseinrichtungen vor.

Je nach Quelle ist 1 Gramm Crystal Meth durchschnittlich circa 80 Euro auf dem Konsumentenmarkt wert. Die Ladung überstieg mit mit knapp 20.000 Euro den Preis der verlorenen Drohne (459 Euro UVP) also um ein Vielfaches.

Quelle: The Verge

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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