Active Track 360 Personenverfolgung mit markierter Person

Wissen: Was ist ActiveTrack 360°? (Funktionen & Vergleich)

Publiziert von Nils Waldmann

am

Zusammen mit der DJI Mini 4 Pro Drohne hat der Drohnenhersteller seine neuste Technologie zur Objektverfolgung vorgestellt: ActiveTrack 360°. Wir zeigen euch, was das Feature kann, wie es funktioniert und was besonders daran ist.

Die Einführung der ersten ActiveTrack-Generation war eine Revolution für private Drohnenpiloten. Die Technologie nahm dem Piloten erstmals das „Framing“ für Aufnahmen ab, indem ein markiertes Objekt stets automatisiert versucht wird in der Bildmitte zu halten.

Seitdem – das war zur Einführung der Mavic 1 – ist viel passiert. Mit der Mini 4 Generation startet nun ActiveTrack 360° durch und soll den kreativen Schaffungsprozess mit dynamischen Kamerafahrten noch einfacher machen.

So funktioniert ActiveTrack 360°

Tipp: Schon unseren ausführlichen Testbericht der DJI Mini 4 Pro gesehen?

Das neue ActiveTrack 360° ist für unterstützten Drohnen (siehe weiter unten) direkt in die DJI Fly App integriert und somit Bestandteil von FocusTrack. Es stellt somit die nächste Evolutionsstufe gegenüber ActiveTrack 5.0 dar.

Active Track 360 Personenverfolgung mit markierter Person

Sobald ein Motiv in der App zur Verfolgung markiert wurde (durch Ziehen eines Rahmens mit einem Finger oder durch Anklicken bei aktiviertem Motiv-Scanning), kann die Drohne ActiveTrack 360° nutzen.

Dazu gibt es in dem Einstellungsrad am unteren Rand der App nicht mehr nur die Möglichkeit den Aufnahmewinkel einzustellen. Mit ActiveTrack 360° kommt auch die Option hinzu, der Drohne einen Flugpfad rund um das Motiv vorzugeben. Dazu ist keine detaillierte Planung mit Waypoints notwendig. Stattdessen kann der Pilot einfach in dem Bereich des Einstellrades den gewünschten Pfad in Bezug auf das Motiv mit dem Finger auf dem Touchscreen des Controllers einzeichnen.

Active Track 360 Steering WheelBildquelle: DJI | ©
Das neue Steering Wheel erlaubt das Einzeichnen der Flugbewegung der Drohne.

Die Drohne orientiert sich dazu an zwei Kreisen: Dem inneren und dem äußeren Kreis. Für beide Grenzen lässt sich in den neuen FocusTrack-Einstellungen der DJI Fly App nun die minimale Flughöhe sowie die Radien der Kreis festlegen. Anhand dieser Parameter orientiert sich die Drohne dann beim Abfliegen, sodass verschieden Effekte erzielt werden können.

FocusTrack-Einstellungen anpassen

Die neue FocusTrack-Einstellungen findet ihr in der Kameransicht im Menü der DJI Fly App unter dem Reiter Steuerung -> FocusTrack-Einstellungen.

FocusTrack Einstellung in der DJI Fly App

Diese Einstellungen sind außerdem für Personen und Fahrzeuge unterschiedliche, da für Fahrzeuge (Autos oder Boote) lediglich die Einstellungen des inneren Kreises für die Berechnung verwendet werden.

Sobald ActiveTrack dann mit „Start“ scharf geschaltet wird, beginnt die Drohne die gewünschte Flugbewegung durchzuführen und behält das Motiv dabei stets im Fokus.

Sollte das Motiv verloren gehen, ist ActiveTrack 360 außerdem weiterhin in der Lage, die Route in Echtzeit neu zu planen und die Verfolgung beim Wiederfinden des Verfolgungsobjektes weiterzuführen.

Übrigens: FocusTrack bleibt weiterhin der Oberbegriff für die intelligenten Tracking-Technologien, wie ActiveTrack, Point of Interest und Circle.

ActiveTrack 5.0 vs. ActiveTrack 360°

Im Grunde nutzen ActiveTrack 5.0 und ActiveTrack 360° dieselben Sensoren und sind auf eine allseitige Erkennung von Hindernissen angewiesen. Das ist somit eine technische Grundvoraussetzung, damit die Technologien von einer Drohne unterstützt werden können.

ActiveTrack 5.0 mit neuen Verfolgungswinkeln
ActiveTrack 5.0 – Das „alte“ Steering Wheel.

ActiveTrack 5.0 erlaubte erstmals die freie Positionierung in mehreren Schritten / Winkeln rund um das ausgewählte Motiv. Diese Fähigkeit behält ActiveTrack 360° grundsätzlich bei (der Fahrzeug-Modus verhält sich nahezu identisch).

Das neue Feature geht jedoch noch einen Schritt weiter und erlaubt eben zusätzlich das einfache Planen eines dynamischen Flugpfades, dem die Drohne während der Verfolgung rund um das Motiv nachfliegen soll. So lässt sich die Perspektive während der Verfolgung automatisiert verändern.

Welche Drohnen unterstützen AT 360°?

Derzeit unterstützen folgende Drohnen die neue ActiveTrack 360°-Version mit Pfadplanung:

Schlusswort

Wir hoffen, euch hat dieser kompakte Überblick zur neuen ActiveTrack 360° Technologie von DJI gefallen und ihr wisst nun, wie ihr die neue Funktion für eure kreativen Aufnahmen einsetzen könnt.

Sollte dies der Fall sein, freuen wir uns darüber, wenn du den Artikel teilst. Bei Fragen oder Anregungen hinterlasse gerne jederzeit einen Kommentar.

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

Bildquellen

  • Active Track 360 Steering Wheel: DJI | ©

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3 Kommentare zu „Wissen: Was ist ActiveTrack 360°? (Funktionen & Vergleich)“

  1. Avatar-Foto

    Toller Bericht ! Vielen Dank dafür !
    Gibt es eine Info dazu, ob noch weitere Objekte zum Tracken dazu kommen? Ich hätte gerne unseren Hund im Lauf getracked, was leider nicht möglich ist „nur Personen und Fahrzeuge“…

    Antworten
    • Avatar-Foto

      Hallo Marcus,

      danke für dein Feedback. Ist mir aktuell nicht bekannt, dass DJI hier plant, dieses Feature auch auf Tiere zu erweitern.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antworten
  2. Avatar-Foto

    Hallo, der Vorschlag von Markus, einen Hund zu tracken halte ich für äußerst Sinnvoll und auch Wichtig. Bestimmt sind viele andere Drohnen und Hundebesitzer gleicher Meinung.
    Gruß, Norbert.

    Antworten

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