Wissen: FrSky ACCESS Protokoll im Überblick(In nur 5 Minuten gelesen)

FrSky hat unter der Bezeichnung ACCESS ein neues Protokoll zur Kommunikation von FrSky-Sendern und FrSky-Empfängern vorgestellt. In diesem Artikel erklären wir dir, was ACCESS eigentlich ist und welche Vorteile es gegenüber dem Vorgänger bietet.

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ACCESS steht für Advanced Communication Control, Elevated Spread Spectrum und wird seit dem letzten großen Software-Update von FrSky Stück für Stück ausgerollt. Die neuen Taranis X-Lite S und X-Lite Pro Sender, können von Beginn an mit ACCESS umgehen.

FrSky ACCESS RC Protokoll LogoBildquelle: FrSky

ACCESS: Das neue FrSky RC-Protokoll

Wann immer ein neues Protokoll auf den Markt kommt, freuen sich die einen, während viele andere Piloten besorgt sind: Macht das neue Protokoll mein Setup überflüssig? Muss ich in neue Hardware investieren? Muss ich nun wieder warten, bis die Software das neue Protokoll unterstützt?

All das sind berechtigte Fragen, die wir kurz klären wollen.

Wichtig zu verstehen ist, dass es sich bei ACCESS um ein RC-Protokoll handelt. Es regelt also die Kommunikation zwischen dem Sender und dem Empfänger von FrSky auf der Funkenstrecke.

Taranis X-Lite Pro Fernsteuerung FrontBildquelle: FrSky
Die Taranis X-Lite Pro Fernsteuerung unterstützt ACCESS bereits ab Werk.

ACCESS ist damit also ähnlich, wie Duplex 2,4 GHz EX des Herstellers Jeti. Der Benutzer von FrSky* oder Jeti Komponenten* bekommt also im Alltag gar nicht viel davon mit, welches Protokoll zwischen Remote Controller und Receiver zum Einsatz kommt.

Damit grenzt sich ein RC-Protkoll zu Telemetrie-Protokollen (EXBus, S-Bus) und Steuerprotokollen (PWM, PPM, Serial, EXBus, OneWire) ab. Diese Protokolle haben im Gegensatz zu einem RC-Protokoll nämlich sehr wohl Schnittstellen zu den anderen Komponenten eines Multicopters – in der Regel zum Flightcontroller.

Welche Vorteile bringt ACCESS?

Im Folgenden wollen wir kurz die vier wichtigsten Vorteile gegenüber dem Vorgängerprotokoll ACCST, die ACCESS neu mit an den Tisch bringt.

1. Mehr Steuerkanäle

ACCESS ist in der Lage bis zu 24 Kanäle zu übertragen. Dabei handelt es sich um Full Range Kanäle, also vollwertige Steuerkanäle, die nicht nur binäre Statusinformationen (0 oder 1), sondern das gesamte Kanalspektrum übertragen können.

ACCESS lässt sich dabei für 8, 16 oder eben 24 Kanäle konfigurieren. Immer in Abhängigkeit von der benötigten Latenzzeit und dem eingesetzten Empfänger.

2. Geringere Latenz

Je nach Anzahl der konfigurierten Kanäle, senkt die Verwendung die Latenzzeit des Setups weiter ab. Unter der Latenzzeit versteht man die Verzögerung zwischen Knüppeleingabe am Sender und der Ausgabe des verarbeiteten Signals am Empfänger im Flugmodell.

Eine geringe Latenzzeit ist vor allem beim FPV Racing (Was ist das?) von großer Bedeutung, da hier jede Steuerbewegung in möglichst geringer Zeit von dem FPV Racing Quad umgesetzt werden muss, um sich einen zeitlichen Vorteil auf der Rennstrecke verschaffen und Unfälle mit Hindernissen vermeiden zu können.

Folgende Latenzzeiten gibt FrSky für ACCESS an:

  • 8 Kanäle: Latenz 11ms 
  • 16 Kanäle: Latenz 14 – 23ms
  • 24 Kanäle: Latenz 14 – 23ms

3. Höhere Datenübertragungsrate (Down- und Upstream)

Da ACCESS Daten zwischen Sender und Empfänger bidirektional austauscht, d.h. es werden auch Daten vom Empfänger zurück an den Sender geschickt, wurde mit dem neuen Protokoll auch die Datenrate zwischen beiden Geräten erhöht. So lassen sich mehr Telemetrie- und Steuerinformationen pro Sekunden übertragen.

Erneut abhängig von der Anzahl der übertragenen Kanälen, soll ACCESS die Upstream- (Sender zu Empfänger) und die Downstream-Geschwindigkeit (Empfänger zu Sender) beschleunigen.

Folgende Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger ACCST gibt FrSky* an:

  • 8 Kanäle: 40 % höhere Upstream-Geschwindigkeit / 60 % schnellere Telemetrie-Downstream-Geschwindigkeit
  • 16 Kanäle: 40 % höhere Upstream-Geschwindigkeit / 60 % schnellere Telemetrie-Downstream-Geschwindigkeit
  • 24 Kanäle: 40 % höhere Upstream-Geschwindigkeit

4. SmartShare, SmartMatch und Trio Control

Mit ACCESS halten zwei weitere Funktionen Einzug in das FrSky RC-Protkoll; SmartShare und SmartMatch.

SmartMatch sorgt dafür, dass Empfänger und Sendern nun gebunden werden können, ohne dass dazu irgendein Binding-Knopf gedrückt oder dazu physisch auf den Empfänger zugegriffen werden muss.

Außerdem generiert SmartMatch für jedes Sender-Empfänger-Paar eine eindeutige ID, die sowohl von Sender, als auch vom Empfänger beim Einschalten geprüft wird. So stellt FrSky sicher, dass nur gebundene Kombinationen auch zusammen funktionieren.

SmartShare auf der anderen Seite erlaubt das Binden von mehreren Sendern an denselben Empfänger (das ist im Regelfall nur anders herum möglich gewesen – also ein Sender mit mehreren Empfängern).

Durch diese Funktion erlaubt FrSky* es, nun endlich mehrere Sender in folgenden Situationen zu verwenden:

  1. Piloten mit mehreren Sendern und Modellen können nun ohne physischen Zugriff auf den Empfänger alle Modelle mit einem Sender fliegen.
  2. Wettbewerbspiloten können zwei Sender mit ihrem Modell binden. Passiert dem ersten Sender etwas, kann der Ersatz sofort verwendet werden.
  3. Clubs mit Gemeinschaftsmodellen (Schlepper für Segler) können diese nun mit den Sendern der einzelnen Mitglieder steuern und benötigen keinen extra Sender mehr.
  4. Ein Modell kann einfach an den Sender eines Freundes gebunden werden. Im Anschluss ist schnelles Rebinding an den eigenen Sender möglich.

Das Trio Control System erlaubt es darüber hinaus, bis zu drei Empfänger an einen Sender für ein bestimmtes Modell zu binden.

Somit lässt sich hohe Redundanz und Ausfallsicherheit gewährleisten. Außerdem überträgt Trio Control Telemetriedaten von allen drei Empfängern parallel an den Sender.

Welche Receiver unterstützen das ACCESS Protokoll?

Laut Auskunft von FrSky werden alle bisherigen Receiver auf das neue ACCESS Protokoll aktualisiert – sofern vom Nutzer gewünscht.

Das gilt auch für die FrSky Empfänger der X-, XM*-, RX- und GX-Serie. Für diese Empfänger wird das Update aber verzögerter bereitgestellt.

Außerdem wichtig zu erwähnen: Das Update von ACCST* auf ACCESS ist ein One-Way-Update. Nach der erfolgreichen Aktualisierung ist keine Rückgängigmachung mehr möglich.

Benötigt ACCESS besondere Hardware?

FrSky betont, dass das ACCESS Protokoll auch auf älteren Sender and Empfängern läuft. Es verwendet – je nach Setup – das 900 MHz oder das 2,4 GHz Frequenzband.

Für Sender, die direkt mit ACCESS Protokoll auf den Markt kommen, wird jedoch ein neueres Funkmodul verwendet. Dieses ist speziell auf die Anforderungen von ACCESS abgestimmt und soll somit eine noch einmal gesteigerte Verbindungsqualität bringen.

Nutzer aktualisierter FrSky-Hardware* brauchen sich aber im Umkehrschluss keine Gedanken darüber machen, dass die Verbindungsqualität schlechter als unter ACCST* ist.

Schlusswort

Wir hoffen, du hast nun eine gute Übersicht über die Vorteile des neuen FrSky ACCESS Protokolls.

Sollte dies der Fall sein, freuen wir uns darüber, wenn du den Artikel teilst. Bei Fragen oder Anregungen hinterlasse gerne jederzeit einen Kommentar.

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Quelle: FrSky, Multirotorguide.com

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Bildquellen

  • FrSky ACCESS RC Protokoll Logo: FrSky
  • Taranis X-Lite Pro Fernsteuerung Front: FrSky
  • FrSky-ACCESS-RC-Protokoll-Teaser-Logo-Image-Source-FrSky: FrSky
Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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