Video: „ActiveTrack Hack“ für die DJI Mini 2 Drohne

Die DJI Mini 2 Drohne erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. Und dazu gibt es dank der neuen Funktionen, wie der 4K-Kamera und dem OcuSync 2.0 Funksystem auch allen Grund. Ein Feature, das viele Piloten jedoch vermissen ist ActiveTrack. Vielleicht ist daher der folgende „Hack“ etwas für euch.

Die Mini 2 Drohne ist DJIs neustes Modell und fällt in die Kategorie der Ultraleichtdrohnen mit einem Gewicht von unter 250 g. Die DJI Mini 2 ist die offizielle Nachfolgerin der Mavic Mini, mit der sie sich auch nahezu ihr gesamtes Äußeres teilt.

Eine Funktion, auf die beide Drohnen gleichermaßen verzichten sind jedoch Sensoren zur Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung. Lediglich an der Unterseite gibt es Stereokameras, um die Drohne ohne GPS-Signal zu positionieren. Damit einher geht auch, dass das beliebte ActiveTrack-Feature nicht zur Verfügung steht.

Tipp: Hier geht es zu unserem ausführlichen Testbericht der DJI Mini 2 Drohne!

Objektverfolgung ohne ActiveTrack?

Hinter dem Begriff ActiveTrack (mehr dazu) versteckt sich bei DJI die autonome Verfolgung von zuvor ausgewählten Objekten im Bild. Dabei kann die Drohne auf der Stelle stehen bleiben und das Objekt einfach nur in der Bildmitte halten oder aber dem Objekt aktiv hinterher fliegen.

DJI Mini 2 seitlich im Flug 249g Logo
Die DJI Mini 2 Drohne im Flug.

Damit die Drohne dabei nicht völlig ohne Wissen über ihre Umgebung in den nächsten Baum oder im schlimmsten Fall sogar in andere Menschen fliegt, gibt es bei den mit ActiveTrack ausgestatteten Drohnen von DJI verschiedene Sensoren zur Erkennung von Hindernissen. Nur dann lässt sich ActiveTrack nämlich einigermaßen sicher verwenden.

In einem Video zeigt der YouTuber DC Rainmaker nun, wie auch die DJI Mini 2 Drohne zu einer Art „ActiveTrack“-Verfolgung überredet werden kann. Und das, obwohl die entsprechenden Sensoren zur Kollisionsvermeidung gänzlich fehlen.

An dieser Stelle sei also noch einmal ausdrücklich gesagt: Wer den im Video beschrieben Versuch unternimmt, muss sich darüber bewusst sein, dass die DJI Mini 2 ihre Umgebung nicht erkennen kann und es somit schnell zu Unfällen kommen kann. Ihr solltet also ganz genau wissen, was ihr tut und große Vorsicht walten lassen.

QuickShots statt ActiveTrack auf der Mini 2

Um die DJI Mini 2 Drohne zum Verfolgen eines Objektes zu überreden, ist scheinbar etwas Übung notwendig. Der Trick ist dabei eigentlich ganz einfach.

Auch wenn die Drohne kein ActiveTrack an Bord hat, so sind immerhin QuickShots verfügbar. Auch dafür muss die Drohne ein markiertes Objekt erkennen und in der Bildmitte halten. Und genau, dass macht sich die gezeigte Vorgehensweise im Video zu Nutze.

Man wählt einen der QuickShots aus und stellt natürlich sicher, dass für die Ausführung des automatisieren Flugmanövers genug Platz und keine Hindernisse vorhanden sind.

Kurz nachdem die Aufnahme begonnen hat, beginnt sich das Objekt (i.d.R. wohl der Pilot selbst) dann langsam zu bewegen. Und siehe da: Im Video fängt die Mini 2 an, wie im ActiveTrack-Modus hinterherzufliegen.

Das scheint dabei nicht immer direkt auf Anhieb zu funktionieren und benötigt etwas Feingefühl. Die Aufnahmen, die DC Rainmaker mit diesem „Hack“ produziert hat, sind aber definitiv sehenswert. Er geht sogar soweit und befestigt seine Fernsteuerung mit Gummis am Lenker seines Fahrrads.

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Kommt ActiveTrack als Update auf die Mini 2?

Die Fähigkeiten der Mini 2 mit diesem Hack im QuickShot-Modus lassen natürlich die Frage aufkommen, ob die Drohne rein technisch in der Lage wäre ActiveTrack auszuführen und ob DJI das ganze vielleicht sogar mit einem Update nachreichen könnte?

Rein technisch scheint die Mini 2 ja ganz offensichtlich keine großen Probleme mit der Verfolgung von Objekten mithilfe der Hauptkamera zu haben. Zu bedenken ist dabei, dass im QuickShot-Modus die Auflösung der Videoaufzeichnung auf 1080p und 35 MBit/s begrenzt ist. Dass der SoC der Mini 2 also auch in der Lage ist Objektverfolgung und 4K-Aufzeichnung parallel auszuführen ist trotzdem sehr unwahrscheinlich.

Sicherheitstechnisch tut DJI sicherlich gut daran, ActiveTrack auf der Mini 2 deaktiviert zu lassen, um sich vor unnötigen Support-Fällen und enttäuschten Kunden zu schützen, die aufgrund der fehlenden Sensoren einen Crash bauen könnten.

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Quelle: DC Rainmaker

Auch in Sachen Marketing spricht aus unserer Sicht auch nichts für eine offizielle ActiveTrack-Unterstützung der Mini 2. Dieses Feature ist eine der wichtigeren Produkteigenschaften, die Mini 2 und Mavic Air 2 unterscheidet. DJI würde mit einem Feature-Update für die Mini 2 also nur potenzielle Mavic Air 2 Kunden verzichten.

Quelle: DC Rainmaker via YouTube

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Nils Waldmann

2 Gedanken zu „Video: „ActiveTrack Hack“ für die DJI Mini 2 Drohne

  • Avatar
    2. Dezember 2020 um 17:02
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Waldmann
    Habe durch Zufall ihre Beiträge gelesen.
    Habe der Windsland S6 die Flügel gebrochen. Eine Reparatur bzw. der Austausch der noch vorhandenen zweiteiligen Flügel gelingt nicht.
    Die kleinen Schrauben der Aufnahme drehen sich aber loesen sich nicht.
    Vielleicht habe ich die Konstruktion Motor und Flügel nicht verstanden.
    Ob Sie hierbei Unterstützung oder Hilfe geben koennten?
    Waere Ihnen dankbar fuer jeden Hinweis.
    Mit freundlichen Grüßen Karl-Heinrich Gerlach

    Antwort
    • Nils Waldmann
      3. Dezember 2020 um 05:46
      Permalink

      Hallo Herr Gerlach,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider kenne ich dieses Drohnenmodell nicht. Ein kurzer Blick in die Anleitung zeigt aber, dass Sie prinzipiell auf dem richtigen Weg zu sein scheinen. Vielleicht ist das Gewinde defekt (dann wäre aber ein Flug gefährlich)? Haben Sie das Problem bei allen vier Motoren oder nur bei dem betroffenen Antrieb?

      Viele Grüße,
      Nils

      Antwort

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