Drohnen zur Desinfektion großer Areale im Kampf gegen das Corona Virus einzusetzen, ist mittlerweile eine bekannte Maßnahme. Das Unternehmen OMI hat nun eine neue Desinfektions-Drohne samt Crew im Angebot.
Bereits im Frühjahr erreichten uns erste Berichte aus China, dass Drohnen durch lokale Bürger zur Desinfektion von Straßenzügen eingesetzt wurden. Auch DJI half in den Großstädten mit Drohnen der Agras-Serie mit.
Erst letzte Woche wurde eine neue Drohne zur Desinfektion von engen Innenräumen mithilfe von UVC-Licht vorgestellt. Nun folgt das US-Unternehmene OMI Environmental Solutions mit einer eigene Desinfektions-Drohne samt Personal.
Full Package Solution gegen SARS-CoV-2
Die neue Drohne von OMI basiert auf einem Octacopter-Design mit acht Propellerarmen. Die Drohne ist außerdem mit einem neuentwickelten Sprühsystem ausgestattet, dass speziell zur Verteilung von Desinfektionsmitteln entwickelt wurde.
Die zur Desinfektion eingesetzt Chemikalie wird dabei extrem fein zerstäubt, um eine möglichst große Fläche zu benetzen und von Viren und Bakterien zu befreien.
Die Drohne hat dazu sechs nach unten gerichtete Düsen an Bord. Außerdem trägt der OMI-Octacopter einen 10 Liter großen Tank, der zur Desinfektion großer Bereiche ausreichen soll – näher wird diese leider nicht spezifiziert.
Wie der Controller zu der Drohne aussieht, ist leider ebenfalls nicht ersichtlich. Fest steht aber, dass die Drohne manuell durch einen Menschen gesteuert wird.
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OMI-Crew als Dienstleistung buchen
Das Unternehmen OMI ist vor allem in der Bekämpfung von Umweltkatastrophen aktiv und kümmert sich unter anderem auch um die Bereinigung von Unfällen in er Ölindustrie. Dementsprechend ist bereits geschultes Personal vorhanden, dass sich in Krisensituationen an bestehenden Strukturen anlehnen kann.
Diesen Vorteil will OMI nun mit seiner neuen Desinfektions-Drohne ausspielen und Kunden in den USA nicht nur die Drohne, sondern direkt die gesamte Dienstleistung samt Crew verkaufen.
Dazu sind die Teammitglieder nach FAA Part 107 Zertifiziert und dürfen Drohnen somit auch in Bereichen fliegen, in denen es für Privatanwender ohne besondere Genehmigung verboten wäre.
Das Unternehmen richtet seine Dienstleistung dabei vor allem auf die Desinfektion von überdachten Stadien, Sportarenen, Kongresszentren, Lagerhäuser, Kinos, Schulsporthallen und Cafeterien.
Natürlich ist der Einsatz nicht auf das Abtöten des Corona Virus alleine beschränkt. Man scheint hier viel mehr auf die Zeit nach Corona zu spekulieren, denn aktuell sind die besagten Anlagen ohnehin geschlossen.
Nach Angaben des Herstellers soll die Drohne in Zusammenhang mit bereits verfügbaren und EPA-zugelassenen Desinfektionsmitteln in der Lage sein, Oberflächen innerhalb von 60 Sekunden von SARS-Cov-2 Viren und 99,99% aller Bakterien zu befreien. Das ist deutlich schneller, als die UVC-Drohne, welche bis zu fünf Minuten benötigt.
Aktuell befindet sich das Konzept in einer späten Testphase und soll bereits im April für Kunden zur Verfügung stehen. Preise für die Drohne samt Crew sind noch unbekannt.
Quelle: OMI Pressemitteilung