Guide: 12 Kamerabewegungen für coole Drohnenvideos

Der Kamera- und Drohnenhersteller DJI hat einen neuen Wissensartikel zum Thema Videoerstellung veröffentlicht. Der Guide erklärt zwölf verschiedene Kamerabewegungen sowie deren Wirkung und nennt passende Momente in denen ihr die Shots einbauen könnt.

Sind wir ehrlich: Viele bringen sich das Filmen mit der Drohne selbst bei. Das ist bestimmt auch der beste Weg, um ein Gefühl für die Kamera und das Fluggerät zu bekommen. Manchmal kann es aber ziemlich hilfreich sein, sich Standardtricks abzugucken.

Wer gerade auf der Suche nach ein wenig Inspiration und Methodik für sein nächste Drohenvideo ist, wird vielleicht in dem neuen Guide fündig, denn DJI nun veröffentlicht hat.

Professionelle Drohnenshots mit 12 Kamerabewegungen meistern

Der Artikel wurde dabei relativ klar im Kontext des Release der Mavic 3 Serie (schon unseren Testbericht der Mavic 3 und der Test der Mavic 3 Cine gesehen?) veröffentlicht. Zumindest ist die neue Flaggschiffdrohne der Mavic-Serie auf fast allen Abbildungen des Artikels zu finden. Natürlich gelten die gezeigten Kamerabewegungen genau so für alle anderen Drohnen. Immer dann, wenn ihr damit jedoch nah an andere Objekte heranfliegt, sollte bei Drohnen ohne passende Sensorabdeckung besonders darauf geachtet werden, keinen Zusammenstoß zu bauen.

DJI Mavic 3 Cine im Flug vor einem Wald
Die Mavic 3 Cine im Flug.

Wir haben uns die verschiedenen Manöver angesehen und die Tipps aus dem DJI Guide für euch noch ein wenig ergänzt.

Hier eine kurze Zusammenfassung der zwölf wichtigsten Kamerabewegungen, damit eure Drohnenvideos noch besser werden:

Shots, um ein Video oder eine Szene zu eröffnen

Nummer 1: „Fly up“ – Auf der Stelle nach oben fliegen, um Stück für Stück mehr Hintergrund einzufangen. Die horizontale Distanz zum Hauptmotiv bleibt dabei gleich.

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Nummer 2: „Bird’s Eye View“ – Das Gimbal um 90° nach unten neigen und so die Geschehnisse direkt unter der Drohne einfangen. Für etwas mehr Dynamik kann die Drohne dabei absinken und sich für noch mehr Abwechslung leicht in eine Richtung um die Bildachse drehen. Hier sollte man es aber nicht mit übertreiben, sonst wird euren Zuschauern schwindelig.

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Nummer 3: „Pull in“ – Auf ein Motiv aus der Ferne zufliegen und für mehr Abwechslung Teile der zurückgelegten Flugstrecke herausschneiden. So bekommt der Zuschauer die Beziehung zwischen der Umgebung mit viel Weite und dem Motiv (zum Beispiel einer Person) glaubhaft dargestellt.

Shots, die mehr von der Umgebung preisgeben

Nummer 4: Langsam nach oben filmen, während die Drohne vorwärts fliegt. Die Dynamik kommt durch die Geschwindigkeit des Vorwärtsfluges zu Stande. Hier kann man mit der Geschwindigkeit und der Nähe zum Untergrund spielen. Während des Geradeausfluges schwenkt die Kamera leicht nach oben. Tipp: Bei manchen Drohnen muss dieses Aufwärtsbewegung des Gimbals über 0° erst separat im Menü der DJI Fly App oder der Go 4 App aktiviert werden.

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Nummer 6: „Fly trough“ – Die Drohne wird auf eine Engstelle zugeflogen und durchfliegt diese dann langsam. Dabei kann die Kamera entweder die gesamte Kulisse fokussieren oder ein bewegtes Motiv steht im Mittelpunkt. Bei diesem Shot ist gerade im Bereich der Engstelle natürlich Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt. Wenn die Drohne tatsächlich eine Öffnung durchfliegt, lässt sich dieses Durchfliegen auch wunderbar für einen Übergang im Video zu einer neuen Szene verwenden.

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Nummer 7: „Bypass“ – Ziel dieser Kamerabewegung ist das stückweise Enthüllen der gesamten Szenerie. Dazu starte die Drohne mit dem Filmen eines Objektes in der unmittelbaren Nähe, welches einen Großteil der Umgebung verdeckt. Durch langsames (oder auch schnelles) Vorbeifliegen wird dann das gesamte Motiv langsam (oder auch schneller) freigelegt und offenbart dem Zuschauer den gesamten Umfang der Umgebung.

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Shots, die Motive aktiv verfolgen

Nummer 8: „Track from Above“ – Hier wird die Drohne auf einer fixen Höhe mit nach unten ausgerichteter Kamera über einem Motiv positioniert. Über Funktionen, wie beispielsweise ActiveTrack, kann das Motiv dann automatisch verfolgt werden. Je nach Ausrichtung der Drohne muss dabei unbedingt auf Hindernisse geachtet werden, die der Drohne in den Weg kommen könnten. Piloten mit mehr Erfahrung können sich an diesem Shot natürlich auch mit manueller Steuerung wagen, um so ggf. ein noch natürlicheren Bildfluss zu kreieren.

Nummer 9: „Circle and Track“ – Bei dieser Aufnahme umkreist die Drohne ein sich bewegendes Motiv, während das Motiv verfolgt wird. Dazu muss der Follow-Modus natürlich in der Lage sein. Bei Drohnen ab ActiveTrack 3.0 sollte diese Aufnahme recht problemlos gelingen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass genug Platz zum Fliegen vorhanden ist. Der Shot eignet sich also vor allem für Aufnahmen mit viel Raum, um das Motiv im Gesamtkontext zu zeigen.

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Nummer 10: „Fixed Tracking“ – Diese ist eine von den Kamerabewegungen, die sich sehr gut zur Erstellung von Übergängen eignen. Ein sich bewegendes Motiv wird seitlich von der Drohne auf einer festen Höhe verfolgt. Die Drohne fliegt also seitwärts. Diese Aufnahme eignet sich im ActiveTrack-Modus also vor allem für Drohnen, die Hindernisse auch seitlich erkennen können (z.B. die Mavic 3). Zwei verschiedene Aufnahmen dieser Art lassen sich wunderbar zu einem flüssigen Übergang vereinen. Oder ihr nutzt Objekte, die zwischen dem Motiv und der Drohne auftauchen als harten Schnittpunkt.

Kamerabewegungen, um ein Video zu beenden

Nummer 11: Rückwärts fliegen – Ein absoluter Klassiker. Die Drohne wird rückwärts von einem Motiv wegbewegt und zeigt dabei mit jedem zurückgelegen Meter mehr von der Szene hinter dem Motiv. Diesen Shot kann man natürlich auch noch mit mehr Dynamik versehen, in dem nicht nur nach hinten, sondern auch immer weiter aufgestiegen wird.

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Nummer 12: „Surround and Fly Back“ – Ein Motiv wird aus der Nähe gefilmt. Mithilfe des Circle-Modus oder durch geschicktes manuelles Fliegen, wird eine Kreisbewegung eingeleitet. Der Radius bleibt dabei aber nicht gleich, sondern die Drohne entfernt sich im Rückwärtsflug immer weiter von dem Motiv. Dadurch entsteht ein noch dynamischerer Effekt, wie beim einfachen Rückwärtsfliegen. Besonders gut sieht das Ganze aus, wenn mit der Kreisbewegung auch noch Hindernisse „umflogen“ werden. Aber Vorsicht: Drum herum fliegen, nicht gegen fliegen!

Übung macht den Meister

Viele dieser Aufnahmen werden geübte Drohnenpiloten bereits rein intuitiv ausprobiert und für sich entdeckt haben. Gerade in Verbindung mit den heute verfügbaren Tracking-Modi lassen sich Szenen aber oftmals noch einmal anders darstellen.

Wer also das nächste Mal mit seiner Drohne unterwegs ist und ein bisschen Zeit mitbringt, bekommt hier einige schöne Inspirationen, was noch mit auf den Plan für die Flugübungen kommt.

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Denn wie bei vielen anderen Dingen im Drohnenflug auch, gilt auch in dieser Disziplin: Übung macht den Meister.

Schlusswort

Wir hoffen, euch hat dieser Zusammenstellung von interessanten Drohnen-Shots und Tipps gefallen und eure Fantasie für neue Aufnahmen angeregt.

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Quelle: DJI

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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