Drohnen für Kinder: Ab welchem Alter und welches Modell kaufen?(In nur 7 Minuten gelesen)

Drohnen sind nicht nur für Erwachsene faszinierend. Auch Kinder freuen sich oft besonders über die fliegenden Dinger am Himmel. Doch wann ist dein Kind eigentlich alt genug, um sich mit Drohnen zu beschäftigen?

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Genau mit dieser Fragen wollen wir uns im folgenden Artikel beschäftigen. Dabei gehen wir auf verschiedene Faktoren ein, die man beachten sollte, wenn man dem eignen Kind Drohnen und die dahinterliegende Technologie näherbringen will.

Interessiert sich dein Kind für Drohnen oder andere Bereiche des Modellbaus ist das schon einmal eine tolle Sache. Wer sich schon in jungen Jahren mit Technik freiwillig auseinandersetzen will, weil es Spaß macht, der hat es später in der Schule und auf dem weiteren Bildungsweg oft deutlich leichter.

Das beschränkt sich nicht nur auf die Naturwissenschaften, den Modellbau lehrt Kinder komplexe Zusammenhänge spielerisch zu verstehen. Außerdem weckt es den Entdecker und Erfindergeist und fördert die Kreativität, um eigene Modelle zu konstruieren und in die Luft zu bringen.

Drohnen: Ab wie viel Jahren sinnvoll?

Die erste Frage, die sich viele Eltern stellen, ist die Frage nach dem richtigen Alter. Wie alt sollte dein Kind sein, bevor es eine Drohne fliegen darf oder gar seine eigene geschenkt bekommt?

Drohnen für Kinder
Auch ein einfacher Helikopter kann sinnvoll sein, um Kinder an das Drohnenfliegen heranzuführen.

Wie bei vielen Dingen, lässt sich diese Frage leider nicht so pauschal beantworten. Es hängt in erster Linie natürlich von dem Entwicklungsstadium und der Motivation deines Kindes ab, sich mit Flugmodellen zu beschäftigen.

Ein sinnvolles Mindestalter zu nennen fällt daher schwer. Allgemein sollte in sehr jungen Jahren – zwischen 6 und 10 Jahren – der Betrieb nur unter Aufsicht und gemeinsam geschehen. Modellbauprodukte werden in Deutschland mit dem Label „ab 14 Jahre“ verkauft. Das ist vielleicht etwas konservativ gedacht, sicherlich aber eine sinnvolle Altersgrenze, ab der sich Kinder vollständig alleine mit Drohnen und dem Drumherum auseinandersetzen können.

Gibt es ein gesetzliches Mindestalter?

Abgesehen von dem „ab 14 Jahren“-Sticker auf der Verpackung vieler Drohnen, gibt es in Deutschland grundsätzlich kein Mindestalter für den Betrieb und das Steuern von Drohnen.

Wer eine Drohne mit einem Abfluggewicht von über 2 kg aufsteigen lassen möchte, muss aber in jedem Fall einen Kenntnisnachweis erbringen, bevor man starten darf.

Dieser Kenntnisnachweis kann erst ab der Vollendung des 14. Lebensjahres abgelegt werden. Unter 18 Jahren ist außerdem die Einwilligung des Erziehungsberechtigten notwendig.

Dasselbe gilt im Übrigen auch für einige Drohnen-Haftpflichtversicherungen, die auch für Kinder Pflicht ist. Es gibt Familienversicherungen, die Kinder mit einschließen. In der Regel braucht aber jeder Pilot seine eigene Versicherung – unabhängig vom Alter!

Ob die Drohnen-Versicherung ein Mindestalter vorschreibt, musst du unbedingt vorher prüfen. Denn das kann ein Ausschlusskriterium sein. Hier immer daran denken: Dass dein Kind mit der Drohne einen Unfall verursacht, ist deutlich wahrscheinlicher, als dass ein Erwachsener Pilot mit Erfahrung mit seiner Drohne das Eigentum oder Leben Dritter beeinträchtigt. Daher auf jeden Fall für einen greifenden Versicherungsschutz für deinen Nachwuchs sorgen!

Welche Drohne für Kinder kaufen?

Wenn du dich dazu entschlossen hast, dass dein Kind alt genug für eine eigene Drohne sind, dann stellt sich natürlich die Frage nach einem passenden Drohnen-Modell.

Hier kommt es zunächst einmal ganz darauf an, was für eine Drohne angeschafft werden soll? Soll es gleich eine Kameradrohne sein oder ein FPV Racer sein? Oder reicht ein simpler Quadcopter ohne großartige Zusatzfunktionen, um deinem Kind tatsächlich das Fliegen ohne Assistenz-Systeme beizubringen?

Letzteres erfordert am meisten Geschick, Übung und Geduld, ist aber mit Sicherheit die beste Vorbereitung auf andere Flugmodelle.

Wir haben dir eine kleine Auswahl an Drohnen zusammengestellt, die für Kinde potenziell interessant sein dürfte. Weitere Drohnen – vor allem für Jugendliche und Erwachsene, findest du in unserem Drohnen Guide.

DJI Tello

Die DJI Tello Drohne sieht auf dem ersten Blick nach einem Spielzeug aus, im Inneren steckt aber Hochleistungstechnik, die die Tello Drohne des Öfteren zum Mittel der Wahl in Forschungsprojekten gemacht hat.

DJI Tello DrohneBildquelle: DJI
Die DJI Tello Drohne hat eine Kamera und liegt stabil in der Luft.

Die Drohne wurde von Ryze in Zusammenarbeit mit DJI entwickelt und hergestellt und ist in der einfachsten Version für unter 100 Euro erhältlich. Die Steuerung erfolgt über ein Smartphone. Eine Kamera ist ebenso an Bord, wie eine gute Fluglagestabilisierung basierend auf einem nach unten gerichteten Kamerasystem.

Die Tello wird außerdem als Iron Man Edition angebunden, die neben einem coolen Design, spannend Kämpfe als Aufmented Reality Spiel zur Verfügung stellt. Eine Frontkamera erlaubt das Anfertigen von Fotos und Videos.

Parrot Mambo Fly

Die Mambo Fly Drohne des französischen Herstellers Parrot spielt in einer ganz ähnlichen Klasse, wie die DJI Tello. Die Mambo Fly wird ebenfalls via Smartphone gesteuert und kann Fotos mit nach unten zeigenden Kamera aufnehmen.

Parrot Mambo Fly DrohneBildquelle: Parrot | ©
Die Parrot Mambo Fly Drohne kann Erweiterungen auf dem Rücken tragen.

Das Besondere an der Mambo Fly: Auf ihrem Rücken kann die Drohne verschiedene Erweiterungen tragen. Darunter ein Kanone, die kleine Kugeln schießt, einen Greifarm oder eine FPV-Kamera, die nach vorne gerichtet ist.

Das Set eignet sich wunderbar, um Kindern das Fliegen beizubringen, ohne sie direkt mit zu vielen Funktionen zu konfrontieren.

Das Mambo FPV Set enthält neben der Drohne und der FPV-Kamera Erweiterung auch eine passende Videobrille. Damit wird die Mambo Fly auch zu einem coolen Trainer für kleine Drone Racing Anwärter.

Eachine E016H

Unter dem etwas kryptischen Namen E016H verkauft der chinesische Modellbauanbieter Eachine einen einfachen Quadcopter, der ein cooler Flugtrainer ist. Die knalligen Farben und die LEDs machen gerade bei jüngeren Kinder etwas her.

Der große Vorteil der Eachine E016H Drohne sind die komplett ummantelten Propeller. So wird das Verletzungsrisiko durch rotierende Propeller deiner Kinder minimiert.

Eachhine E016H Mini Drohne für KinderBildquelle: Eachine | ©
Die Eachine E016H Drohne kommt mit Fernsteuerung und zwei Akkus als Set.

Die Eachine E016H Drohne kommt mit einer eigenen Fernsteuerung und führt deinen Nachwuchs direkt an die Standardform eines 4-Kanal-Controllers heran, so wie er seit Jahrzehnten im Flugmodellbau verwendet wird.

Wichtig zu wissen: Die Eachine E016H Drohne verfügt nur über eine grundlegende Flugstabilisierung (LEVEL-Mode). Das Fliegen braucht daher Übung, da die Fluglage ständig korrigiert werden muss. Der Große Vorteil: Wer so das Fliegen mit einer Drohne lernt, wird später nicht von ausfallenden Assistenzsystemen überrascht und kann eine Drohne auch ohne deren Hilfe landen.

Empfehlungen der Redaktion

Wenn Kinder sich für Drohnen und die Drohnen-Technologie interessieren ist das aus unserer Sicht großartig. Wir brauchen mehr (junge) Menschen, die sich mit Drohnen beschäftigen und so vielleicht später in diesem Bereich ihre Karriere starten oder sogar tolle neue Produkte entwickeln, die der Gesellschaft helfen.

Das Heranführen an Flugmodelle kann schon in jungen Jahren unter Aufsicht geschehen. Bis 14 Jahre abzuwarten, ist aber vielleicht etwas zu streng. Hier müssen Eltern entscheiden, wie weit das Kind bereits in seiner Entwicklung ist. Das Verantwortungsbewusstsein ist wohl einer der wichtigsten Charakterzüge, der darüber entscheiden sollte, ob dein Kind mit einer Drohne loslegen sollte, oder lieber (noch) nicht.

Auch macht es einen riesigen Unterschied, ob ein Kind Drohnen nur cool findet, weil gerade alle in der Schule davon reden oder ob es ein ernstes Interesse an der Technik und dem Fliegen an sich gibt.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal ausdrücklich betonen, dass das Steuern einer Drohne bei Fehlverhalten ernsthaften Konsequenzen nach sich ziehen kann – sowohl rechtlich, als auch für andere Personen, die ggf. gefährdet werden.

Wir appellieren daher an alle Eltern, ihre Kindern nicht vollständig mit Drohnen alleine losziehen zu lassen, ohne sie zuvor über die geltenden Rahmenbedingung aufzuklären. Für Eltern, die selber Drohnenpiloten sind, ist das sicherlich selbstverständlich.

Die Mehrzahl aller Eltern dürften aber erstmals durch den Wunsch ihres Kindes nach einer Drohne mit dem Thema konfrontiert werden. Solltest du dazu gehören, informiere dich zuerst gut, was du alles beachten musst, um in Deutschland mit einer Drohne aufsteigen zu dürfen. So praktisch das Fliegen über Wohngebieten im eigenen Garten auch zu nächst erscheinen mag, (was gibt es zunächst Naheliegenderes, um eine neue Drohne mit Kamera auszuprobieren) kann dies schnell zum Streit mit dem Nachbarn eskalieren und sogar rechtliche Konsequenzen haben.

Ein guter Startpunkt ist hier unser Anfänger-Guide für Drohnen-Interessierte.

Schlusswort

Wir hoffen dir hat der Artikel rund um das Thema Drohnen und Kinder weitergeholfen und ihr habt ein neues Hobby gefunden, dem ihr zusammen nachgehen könnt – bei dem es viel zu lernen gibt!

Sollte dies der Fall sein, freuen wir uns darüber, wenn du den Artikel teilst. Bei Fragen oder Anregungen hinterlasse gerne jederzeit einen Kommentar.

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Außerdem freuen wir uns natürlich über deine Nachricht oder Frage in den Kommentaren!

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Bildquellen

  • DJI Tello Drohne: DJI
  • Parrot Mambo Fly Drohne: Parrot | ©
  • Eachhine E016H Mini Drohne für Kinder: Eachine | ©
Nils Waldmann

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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