M350 RTK steht auf einem Koffer vor einem Windrad

DJI M350 RTK Enterprise-Drohne offiziell vorgestellt

Publiziert von Nils Waldmann

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Der Drohnenhersteller DJI hat mit der neuen DJI M350 RTK seine neuste Enterprise-Drohne vorgestellt. Die M350 RTK tritt in die Fußstapfen der M300 Serie und soll mit verbesserten Akkus und einem neuen Objekterkennungssystem punkten.

Bereits im Vorfeld sind einige Details zu der neuen M350 RTK Drohne ans Licht geraten – wenn dieses Mal auch nur sehr begrenzt. Jetzt ist es offiziell: Die M300 RTK geht nach ziemlich genau drei Jahren seit der Vorstellung im Mai 2020 in Rente und wird von der neuen M350 RTK beerbt.

Die Matrice 350 kann dabei als konsequente Evolution der M300 RTK angesehen werden und wurde vor allem in einigen (wichtigen) Details verbessert und weiterentwickelt.

M350 RTK kommt mit IP55-Schutzklasse und O3 Enterprise

Äußerlich sind sich die M300 RTK und die neue M350 RTK sehr ähnlich. Die meisten Änderungen, die DJI an dem neuen 350er-Modell vorgenommen hat, sind damit eher subtil.

M350 RTK fliegt vor einem UmspannungswerkBildquelle: DJI | ©
Die M350 RTK im Flug.

Dazu gehört ab sofort ein IP55-Rating, was Schutz gegen Strahlwasser (aus einer Düse) aus beliebigem Winkel bedeutet und die Drohne somit auch unter widrigen Bedingungen einsetzbar machen soll. Die M300 RTK war lediglich nach IP45 geschützt. Gleich geblieben ist hingegen der breite Betriebstemperaturbereich von -20 bis +50° C.

Auch beim Antennen- und Funksystem gab es nennenswerte Optimierungen. Statt dem älteren OcuSync Enterprise, kommt bei der M350 RTK nun auch O3 Enterprise zum Einsatz. Damit ist die M350-Serie wieder auf Augenhöhe mit den M30 und Mavic 3 Enterprise Modellen. Zudem verpasst DJI dem Antennensystem ein Upgrade, sodass die neue Matrice-Drohne ab sofort auf ein 4R2T-System zurückgreifen kann. Damit stehen stets vier Antennen für den Empfang bereit, während jeweils zwei davon für das Aussenden von Signalen verwendet werden.

Die Reichweite beträgt weiterhin bis zu 20 km (FCC-Bedingungen) und der Livefeed löst natürlich weiterhin mit 1080p auf. Neu ist jedoch die verbesserte FPV-Kamera an der Front der Drohne, die wie bei der M30 und der Inspire 3 jetzt auch für den Flug bei Dunkelheit geeignet sein soll. Als Controller kommt natürlich von Haus aus die DJI RC Plus zum Einsatz.

TB65: Neue Akkus und intelligente Sicherheitsfeatures

Der gesamte Antrieb der M350 RTK wurde neu aufgestellt. Die Energie kommt ab sofort aus den TB65-Akkus, welche eine deutlich niedrigere Spannung von 44,76 V (TB60: 52,8 V) und eine leicht geringere Kapazität von 5880 mAh (TB60: 5.935 mAh) aufweisen. Eine Besonderheit der neuen Akkus ist die laut DJI verdoppelte Anzahl an Zyklen: Waren es bei der M300 RTK noch 200 Zyklen pro Akku, sollen die neuen Zellen bis zu 400 Lade-Entladezyklen schaffen.

Trotzdem soll die M350 RTK wie ihre Vorgängerin mit einem Akkupaar bis zu 55 Minuten in der Luft bleiben können. Auch die maximale Zuladungskapazität von bis zu 2,7 kg bleibt dabei identisch.

DJI BS65 Battery Station im Freien am BodenBildquelle: DJI | ©
Die BS65 kann bis zu acht Flugakkus und vier Akkus für den Controller aufnehmen.

Verwaltet werden die neuen Akkus mit der ebenfalls neu vorgestellten BS65 Battery Station, die zusammen mit der DJI Pilot 2 App über die DJI RC Plus das direkte Management einzelner Akkus ermöglicht.

Ausgebaut wurden auch die Sicherheitsfunktionen der neuen Matrice-Drohne. Hier kommt jetzt ein erweitertes Hinderniserkennungssystem auf Basis von Kameras und Infrarotsensoren an allen sechs Seiten zum Einsatz. Außerdem lässt sich die M350 RTK nun optional auch mit einem Radarsensor auf der Oberseite ausstatten, um echte 360°-Hinderniserkennung mit einer Reichweite von bis zu 30 m zu erreichen.

Zudem spendiert man der neuen Enterprise-Drohne eine verbesserten Erkennungs- und Warnmechanismus, sollte einer der vier Propellerarme nicht richtig eingerastet und verriegelt sein.

Payloads: Alte Bekannte

In Sachen Kamera- und Sensorausstattung greift die M350 RTK auf die bekannten Vertreter der Zenmuse-Familie zurück. Die Drohne kann auf der Unterseite mit einer oder über einen optionalen Adapter mit zwei Gimbals ausgestattet werden. Auf der findet ebenfalls eine Kamera Platz.

M350 RTK mit Zenmuse P1 Kamera ausgerüstetBildquelle: DJI | ©
Die Zenmuse P1 an der DJI M350 RTK.

Kompatibel ist die Matrice 350 mit der Zenmuse H20 Serie, Zenmuse H20T, der Zenmuse P1 Mapping-Kamera und dem Zenmuse L1 LiDAR-Mapper.

Damit kann die Drohne natürlich auch auf die gesamte Bandbreite an Mapping- und Inspektions-Features zugreifen, die DJI über die Pilot 2 App und seine FlightHub 2 Cloud bereitstellt. Zu nennen sind hier vorrangig das Fliegen von Mapping-Missionen in allen bekannten Formen oder AI Spot Check für die wiederholbare Inspektion von Anlagen und Infrastruktur.

Preise und Verfügbarkeit

Die DJI M350 RTK ist ab sofort bei DJI und autorisierten Fachhändlern bestellbar.

Der Preis für die neue M350 RTK Enterprise-Drohne beginnt im Worry-Free Basic Combo ab 13.133 Euro (UVP). Für das M350 RTK Worry-Free Plus Combo werden dann 14.062 Euro fällig. Im Fachhandel gibt es die Drohne in weitere Konfigurationen (ohne Akkus, Battery-Station und RTK-Bodenstation) ab 9.919 Euro (UVP)

Außerdem kann natürlich auch die neue M350-Serie im Dual-Piloten-Betrieb geflogen werden. Eine zusätzliche DJI RC Plus Fernsteuerung schlägt dann noch einmal mit 1.475 Euro (UVP) zu Buche.

Quelle: DJI

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

  • M350 RTK fliegt vor einem Umspannungswerk: DJI | ©
  • M350 RTK BS65 Battery Station mit TB65 Akkus: DJI | ©
  • M350 RTK mit Zenmuse P1 Kamera: DJI | ©
  • M350 RTK steht auf einem Koffer: DJI | ©

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