DFS DrohnenApp abgekündigt – Droniq App übernimmt

Die Deutsche Flugsicherung hat das Ende der bekannten DFS DrohnenApp angekündigt. Damit geht eine Ära im Drohnenflug zu Ende, die erstmals durch eine App von einer Stelle in staatliche Hand für mehr Sicherheit begleitet wurde.

Mittlerweile sollten entsprechenden Drohnen Apps zur Grundausstattung jedes Piloten gehören, der mit seiner Drohne aufsteigen will. Diese Apps bieten wichtige Informationen über den Luftraum, Infrastruktur in der Nähe oder informieren über Naturschutzgebiete. Kurz und knapp: Sie helfen dabei, die geltenden Gesetze und Verordnungen einzuhalten und niemanden unnötig zu gefährdend.

Eine Übersicht der aus unserer Sicht besten Drohnen Apps haben wir euch separat zusammengestellt.

DFS DrohnenApp bekommt keine Updates mehr

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) stellt seit dem Inkrafttreten der Erneuerung der Luftfahrtverordnung im Jahr 2017 (auch als Drohnenverordnung bekannt) eine Smartphone-App bereit, die die grundlegenden Inhalte der 2017er Rechtsverordnung abdeckt.

DFS Drohnen App Screenshot
Die DFS DrohnenApp geht auf ihr Ende zu – 2021 ist Schluss.

Die App bietet Drohnenpiloten basierend auf der aktuellen Position des Smartphones Informationen über die Möglichkeit eines Fluges mit der Drohne. Dabei werden nicht nur luftraumrelevante Daten auf einer Karte angezeigt, sondern auch die typische Infrastruktur, wie Krankenhäuser, Gefängnisse, Polizeistationen usw. erkannt und bei zu geringer Distanz davor gewarnt.

Für viele Piloten dürfte die DFS DrohnenApp die erste Wahl gewesen sein, denn als Herausgeber trat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH auf, die sich vollständig in Staatshand befindet und durch das BMVI als Eigentümerin vertreten wird. Die App kam damit also von offizieller Stelle.

Nun hat die DFS das Ende von Deutschlands erster (offizieller) Drohnen-App bekanntgegeben. Ab Jahres Ende wird die App nicht mehr aktualisiert. Wobei man fairerweise sagen muss, dass auch das „aktuelle“ Update mehr als ein Jahr zurückliegt. Ab dem 31. Dezember 2020 ist aber endgültig Schluss.

Droniq App wird als Alternative beworben

Zusammen mit der Ankündigung der eigene DFS DrohnenApp (engl. DFS UAV App) weist die Deutsche Flugsicherung die App-Nutzer auf eine neue Alternative hin. Wer ab 2021 mit noch größerem Funktionsumfang weiterfliegen will, soll die bald verfügbare Droniq App nutzen.

Das unternehmen Droniq wurde als Joint-Venture zwischen der DFS und der Telekom Anfang 2019 gegründet. Zunächst spezialisierte sich Droniq vor allem auf Luftraummanagementsysteme für Drohnen (UTM). Nun wird Droniq auch die neue Drohnen-App für den deutschen Raum bereitstellen.

Im Gegensatz zu der DFS DrohnenApp soll die neue Droniq App auch direkt mit den Auflagen und Strukturen der neuen EU-Drohnenregeln (mehr dazu hier) kompatibel sein. Das heißt, entsprechende No Fly Zones (NFZs) und Restricted Fly Zones (RFZs) sollen direkt in der App angezeigt werden. Voraussetzung wird natürlich sein, dass die Länder bis dahin entsprechende Zonen ausgewiesen haben.

Die App soll zur Jahreswende in den Apple App Store (iOS) und den Google Play Store (Android) kommen. Ein genaues Datum nennt Droniq noch nicht.

Wie auch die DFS DrohnenApp, wird die neue Droniq App kostenlos sein und soll dieses auch bleiben. Und das trotz der sehr regelmäßig angekündigten Updates. Die wird es aber wahrscheinlich in der ersten Zeit auch benötigen, nachdem sich Deutschland an die neuen EU-Drohnenregeln „gewöhnen muss“.

Bisherige Nutzerdaten können migriert werden

In der DFS DrohnenApp bestand die Möglichkeit mit einem kostenlosen Nutzerprofil seine Drohnenflüge mit einer Logbuchfunktion zu dokumentieren. Dazu wurde sogar das entsprechende Drohnenmodell ausgewählt.

All diese Daten können laut DFS nahtlos in die neue Droniq App migriert werden. Zwar wird der Nutzeraccount in der DFS DrohnenApp zum Ende des Jahres deaktiviert, dafür sollen sich die Accounts inklusive Daten auch in der neuen Droniq App nutzen lassen.

Droniq hat außerdem bekannt gegeben, dass die neue App über das einfache Logbuch-Feature der alten DFS App hinausgehen wird. Man will so zum Beispiel auch die Möglichkeiten von Missionsplanung integrieren und rückt damit in das Gebiet der ebenfalls sehr guten Map2Fly App vor.

Quelle: DFS via Mail, Droniq

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Nils Waldmann

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