Zipline Drohne wirft Ladung ab

Zipline liefert erste COVID-19 Proben per Drohne in Ghana

Publiziert von Nils Waldmann

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Das Unternehmen Zipline ist schon seit einigen Jahren in der Drone Delivery Branche tätig. Nun haben Zipline Drohnen erstmals COVID-19 Proben autonom an medizinische Einrichtungen zur Untersuchung geliefert.

Zipline ist ein US-amerkanisches Unternehmens, welches seine aktuellen Betrieb vor allem auf die afrikanischen Länder Ghana und Ruanda fokussiert. Die Drohne sorgen hier schon seit Jahren für eine bessere Infrastruktur im medizinischen Sektor und stelle dringend benötigtes Material bereit.

Nun wurden erstmals Proben von potenziellen Corona-Infizierten mit den Zipline Drohnen erfolgreich transportiert und an der gewünschten Stelle abgeliefert.

Enorme Zeitersparnis durch Luftweg

Die ersten 51 Proben wurden bereits am 17. April 2020 von insgesamt vier Zipline-Drohnen aus dem Zipline-Hub in der Stadt Omenako in die Hauptstadt Accra geflogen.

Zipline Drohne wirft Ladung abBildquelle: Zipline | ©
Eine Zipline Drohne wirft ihre Landung am Fallschirm ab.

Die zurückgelegte Strecke betrug dabei über 112 km für den Hin- und Rückweg der Drohne.

Das Ziel in der Stadt Accra war das Noguchi Memorial Institute for Medical Research, über welchem die COVID-19 Proben mit einem Fallschirm abgeworfen wurden. Das Personal ab Boden sammelte die Lieferung danach ein und konnte diese direkt bearbeiten.

Statt einer Lieferdauer von mehreren Tagen mit einem LKW, kann die Strecke mithilfe der Zipline Drohnen in knapp einer Stunde bewältigt werden – gerade in Zeiten der Corona Krise ein enormer Vorteil.

Zipline arbeitet dabei mit einem Hub-Konzept. Das Unternehmen hat mehrere Center etabliert, von denen aus Drohnen starten und landen können. Zu diesen Centern gehören auch spezielle Lagereinrichtungen, die medizinische Proben in Empfang nehmen und anderes medizinisches Material einlagern können.

Die Proben werden so aus ländlichen Gebieten zunächst zu einem Zipline Center transportiert, um von dort aus möglichst schnell an den weiter entfernten Bestimmungsort geflogen zu werden.

Mittlerweile ist man in den Regelbetrieb übergegangen und es wurden bereits viele mehr dieser Lieferungen absolviert.

Zipline setzt auf Flugzeug-Drohnen

Zipline setzen dabei auf Flugzeuge als Drohnen, da diese deutlich effizienter arbeiten, als Drehflügler (Quadcopter, Helicopter, usw.). So erreichen die kleinen autonomen Flugzeuge auch ohne Probleme die 100-km-Grenze und können dabei noch einiges an Zuladung (bis zu 1,75 kg) mitnehmen.

Gestartet werden die Flieger mit einer Art Seilwinde auf einer Rampe. Daher stammt wohl auch der Name „Zipline“. Diese Art des Starts sorgt dafür, dass die Drohne trotz des Fixed-Wing-Designs nur sehr wenig Platz zum Starten benötigen.

In einer Disziplin sind Flugzeuge den Copter-Drohnen aber ohne Frage unterlegene: Sie können nicht auf der Stelle schweben, um beispielsweise Ladung abzuladen.

Das Unternehmen nutzt dafür den Abwurf der Ladung per Fallschirm. Ein Konzept, welches sich in den bisher über 35.000 Flügen der Drohnen als ebenfalls sehr genau herausgestellt hat.

Zipline will in die USA

Das Unternehmen stammt eigentlich aus den USA, ist dort selbst aber noch nicht im Bereich der Drohnenlieferungen aktiv.

Das liegt wohl vor allem daran, dass die Regeln und Gesetze in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren den Einsatz dieser Technologie noch nicht ermöglicht haben.

Seit geraumer Zeit will der Drone Delivery Anbieter aber auch in den USA Fuß fassen und arbeitet bereits seit vor dem Ausbruch des Corona Virus mit der FAA zusammen. Ein Start war für den Herbst 2020 geplant.

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Mehr Informationen
Quelle: Zipline

Ob die aktuelle Krisensituation, die die USA besonders stark getroffen hat, für eine Beschleunigung des Einsatzes der Drohnen in ihrem Heimatland sorgt, ist noch offen.

Zipline würde sich hier vor allem auf die effizientere Verteilung von Schutzmaterial, wie Masken und Handschuhen, zwischen verschiedenen Einrichtungen konzentrieren.

Quelle: Axios, Fastcompany

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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  • Zipline Drohne wirft Ladung ab: Zipline | ©

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