Mavic 3: Spezielle Propeller für EU-Piloten (C1 Klasse)?

Bereitet DJI sich aktuell auf die (Re-)Zertifizierung der Mavic 3 und Mavic 3 Cine Drohnen vor? Diesen Eindruck könnte man zumindest bekommen, wenn man neue Gerüchte zu speziellen Mavic 3 Propellern für die EU deutet. Hier sind die Details.

Die Mavic 3 (zum Testbericht) und die Mavic 3 Cine (zum Testbericht) sind die derzeitigen Topmodelle im Consumer-Bereich von DJI. Durch ihren Launch im November 2021 verfügt jedoch keines der Modelle über eine offizielle Cx-Klassifizierung.

Dadurch ergeben sich spätestens ab dem 01.01.2023 einige Einschränkungen für Piloten innerhalb der EU, die den neuen EU-Drohnenregeln folgen müssen. Eine Einstufung in eine der offiziellen Drohnenklassen, könnte das für die Mavic 3 ändern und mit Glück tut sich an dieser Front etwas.

Mavic 3: Endlich C1 danke spezieller EU-Propeller?

Update 18. August 2022: DJI hat angekündigt, dass die DJI Mavic 3 als erste Drohne ein C1-Zertifikat erhalten hat. Neue Propeller (wie im Artikel vermutet) braucht es dafür nicht.

Die neuen Informationen, welche wir zu diesem Zeitpunkt absichtlich als Gerüchte bezeichnen, stammen von dem stets gut informierten DJI-Leaker OsitaLV. Über seinen Twitter-Account teilt der Insider neue Details zur Mavic 3 Serie mit uns.

Propeller der Mavic Serie
Die Propeller der Mavic 3 (rechts) sind derzeit (?) die größten der Mavic Familie.

Demnach soll DJI eine spezielle Version der Mavic 3 Propeller entwickelt haben, die ausschließlich für die EU-Version der Mavic 3 bestimmt sind. Nur damit – so die Aussagen des Leakers – soll sich die Drohne den Gesetzen folgend in der EU betreiben lassen.

Was damit gemeint ist, dürfte auf der Hand liegen: Sollte an der Behauptung etwas dran sein, scheint die Mavic 3 im aktuellen Zustand offenbar nicht einfach so ein C1-Kennzeichen bekommen zu können. Das wäre ziemlich schade, denn DJI gibt für die Drohne Gewichte von 895 g für die Mavic 3 und 899 g für die Mavic 3 Cine an. Zu dem Thema haben wir uns bereits hier ausgelassen.

Mit einer einfachen Waage nachgemessen, ist aber zumindest die Cine-Version offenbar leicht schwerer (was natürlich auch an unserer Waage liegen kann).

Laut OsitaLV sollen die neuen Propeller kleiner sein, als die aktuell mitgelieferten Luftschrauben. Das würde natürlich unweigerlich zu einer Verschlechterung der Effizienz des Antriebes damit auch zu kürzeren Flugzeiten pro Akku führen. Wie stark sich dies jedoch auswirkt, ist natürlich extrem abhängig davon, wie doll die Propeller tatsächlich verkleinert würden.

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Neue MTOM für Mavic 3 nötig?

Warum es genau die Propeller treffen soll, ist derzeit natürlich nicht genau bekannt. Gehen wir mal davon aus, die Gerüchte stimmen, liegt eine Veränderung an den Luftschrauben aber nahe.

Denn um das Gewicht der Drohne zu senken (und so den Cx-Klassen, effektiv der C1-Klasse) zu entsprechen, müsste etwas an der Drohne verändert werden, das bestehende Kunden selbst austauschen können.

Da bleiben nur zwei Komponenten übrig: Die Propeller und der Flugakku.

Die Propeller sind in diesem Kontext wohl die deutlich günstigere Wahl. Gerade vor dem Hintergrund einer Nachrüstung bei Bestandskunden. Und das wäre natürlich unsere ausdrückliche Hoffnung und unser konkret Wunsch, dass DJI dieses vermeintliche Update EU-Kunden kostenfrei zur Verfügung stellt.

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Auch wenn dieser Schachzug für Mavic 3 Piloten in der EU erst einmal nicht besonders toll klingt, dürfte am Ende für die meisten Piloten eine offizielle Kategorisierung nach C1 (und somit eine Betrieb in Open A1) deutlich gegenüber einigen Minuten mehr Flugzeit überwiegen. Dass das im Einzelfall anders ist, ist auch klar. Aber in diesen Situationen hindert einen theoreitsch ja niemand daran, die bestehenden Propeller in OPEN A3 zu nutzen.

Sollte sich die Änderung der Propeller tatsächlich auf das Gewicht der Drohne beziehen, bleibt die genaue Umsetzung jedoch interessant. Denn rechtlich zählt laut den EU-Regelungen nicht das tatsächliche Gewicht der Drohne beim Start, sondern die Klassen beziehen sich stets auf das MTOM.

Das ist laut EU 947/2019 „die vom Hersteller oder Erbauer festgelegte höchstzulässige Masse des unbemannten Luftfahrzeugs, einschließlich Nutzlast und Kraftstoff, mit der bzw. dem das unbemannte Luftfahrzeug betrieben werden kann„. Diese Gewichtangabe müsste dann für die EU-Version auch neu definiert werden. Oder aber wir haben hier den Fall, dass die Angaben von 895 g / 899 g tatsächlich nur eingehalten werden, wenn die neuen Luftschrauben montiert sind.

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In jedem Fall wäre es ein gutes Zeichen im Kontext der Zertifizierung von Drohnen, die bereits auf dem Markt sind. Bisher sorge Fake-Cx-Label nämlich für mehr Verwirrung, als dass das System irgendeinem Piloten konkret hilft.

Weiter unterstützt werden die Informationen von einem Bild, dass eine neue Variante des Storage Covers für die Mavic 3 zeigt, welches speziell für die neuen Propeller gemacht sein soll.

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Quelle: OsitaLV via Twitter

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Nils Waldmann

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