FAA: LAANC für Drohnengenehmigungen in den USA kommt Ende Juli

Publiziert von Nils Waldmann

am

Das LAANC System geht noch im Juli 2019 in den USA an den Start. LAANC soll die Genehmigung von Drohnenflügen innerhalb des kontrollierten Luftraums in nahezu Echtzeit bearbeiten können.

Die Abkürzung LAANC steht dabei für Low Altitude Authorization and Notification Capability. Das System ist für kommerzielle Drohnenflüge schon seit Ende letzten Jahres verfügbar und hat den Genehmigungsprozess für Fluganträge im kontrollierten Luftraum deutlich vereinfacht.

Im Mai wurde bekannt, dass auch zu Freizeitzwecken geflogene Drohnen ab sofort in den USA als Luftfahrzeuge gewertet werden. Das verhinderte effektiv den legalen Aufstieg für alle Drohnenpiloten, die ihrem Hobby innerhalb des kontrollierten Luftraums nachgehen wollten. Das Problem: LAANC war nur für kommerzielle Flüge verfügbar.

Besserung in Sicht: LAANC kommt für alle

Genau das soll sich nun ändern. Am 23. Juli 2019 will die FAA das System für alle Piloten freischalten. So werden dann auch Freizeitpiloten wieder in die Lage versetzt, ihre Drohne innerhalb der rechtlichen Vorgaben mit einer Genehmigung in kontrolliertem Luftraum aufsteigen zu lassen.

Bildquelle: FAA | ©

Das LAANC System kann dabei über verschiedene Anbieter verwendet werden. Auf der Website der FAA ist eine Liste dieser sogenannten UAS Service Suppliers (USS) zu finden, die die Beantragung von Aufstiegsgenehmigungen via LAANC bieten.

Ob alle USS bis zum 23. Juli 2019 startbereit sind, wird sich zeigen. In der Regel reagieren diese Anbieter aber sehr zügig auf neue Entwicklungen am Drohnenmarkt.

Mehrere Datenquellen für mehr Sicherheit

Der Genehmigungsprozess läuft dabei sehr einfach ab. Der Drohnennutzer verwendet eine App eines USS und beantragt an einer bestimmten Position den Aufstieg seiner Drohne.

Der Antrag wird dann gegen verschieden Datenquellen, wie die temporäre Flugbeschränkungen, NOTAMs und UAS Facility Maps geprüft. Letzter teilen den Bereich um Flufhäfen herum in bestimmte Zonen ein, sodass kein pauschales Verbot in Flughafennähe ausgesprochen werden muss.

Der USS leitet die Daten dann an die FAA weiter. Diese prüft den Antrag in kürzester Zeit (in der Regel voll automatisch) und sendet die Genehmigung an den USS zurück. Dieser bestätigt dem Drohnenpiloten dann den genehmigten Aufstieg.

Damit scheint LAANC deutlich schneller zu funktionieren, als der ebenfalls elektronisch gestützte, aber manuell bearbeitete Entscheidungsprozess, den beispielsweise Portugal einsetzt.

In dem folgenden Webcast sind alle wichtigen Dinge noch einmal zusammengefasst.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Quelle: FAA

Quelle: DroneDJ

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnen-News, Drohnen-Leaks, Drohnen-Gerüchte, Drohnen-Guides und Drohnen-Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!


Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Bitte beachtet, dass es sich bei Drone-Zone um eine reine Website zur Information und keinen Online-Shop handelt. Ihr könnt über unsere Seite keine Kaufverträge über die dargestellten Artikel abschließen und auch keine persönliche Beratung hierzu in Anspruch nehmen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Avatar-Foto

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

  • FAA LAANC Logo Image Source FAA: FAA | ©

Schon gesehen?

Wie groß ist die Chance mit einem Flugzeug zu kollidieren (Drohne)

Bund fördert Drohnen-Abwehrsystem „Falke“ für Hamburg Airport

Ein neues Drohnen-Abwehrsystem mit dem Namen „Falke“ soll am Hamburg Airport getestet werden. Im Notfall soll das System illegale Drohnenflüge auch durch Abfangen beenden können. Das illegal geflogene Drohnen in ... jetzt lesen!

Die DJI Mavic 2 Pro arbeitet mit OcuSync 2.0

„Drone Integration and Zoning Act“ soll lokale US-Regierungen stärken

In den USA wurde ein neuer Gesetzesentwurf unter dem Titel Drone Integration and Zoning Act vorgestellt, der die Lufthoheit für den niedrigen Luftraum in die Hände lokaler Regierungen und Landbesitzer ... jetzt lesen!

Feuer

Amazon Prime Air Drohne setzt Feld in Brand

In den USA ist es offenbar zu einem Unfall bei einem Testflug im Rahmen des Prime Air Programms des Online-Giganten Amazon gekommen. In der Konsequenz soll ein großflächiges Feuer entfacht ... jetzt lesen!

Die DJI Mavic 2 Pro arbeitet mit OcuSync 2.0

Australien führt Drohnen-Registrierung und Piloten-Test ein

Die australische Luftsicherheitsbehörde Civil Aviation Safety Authority (CASA) hat die Einführung einer Pflicht zur Drohnen-Registrierung sowie eine Zulassung für Drohnenpiloten angekündigt. In verschiedenen Ländern rund um die Welt sind bereits ... jetzt lesen!

Schreibe einen Kommentar