Autel EVO Max 4T im Regen

Autel stellt EVO Max 4T Enterprise-Drohne vor

Publiziert von Nils Waldmann

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Der Drohnenhersteller Autel Robotics hat anlässlich der CES 2023 Messe in Las Vegas seine neue Enterprise-Drohnenplattform EVO Max 4T vorgestellt. Die neue Drohne kommt mit einer Dreifach-Kamera, AI-Meshing und Laserdistanzmessung.

Bereits in den ergangenen Jahren hat Autel die Bühne der Consumer Electronics Show genutzt, um neue Produkte vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Im letzten Jahr waren das die EVO Lite und EVO Nano Modelle der Consumer-Serie, die die Aufmerksamkeit der CES genießen durften.

Nun legt Autel im Enterprise-Segment nach und bietet damit dem Weltmarktführer DJI die Stirn. Die Features der neuen EVO Max 4T Drohne lesen sich dabei schon einmal vielversprechend.

Autel EVO Max 4T: Goldene Mitte?

Die EVO Max 4T ist aufgefaltet (ohne Propeller) 340 x 407 x 148 mm groß und nimmt damit ein wenig mehr Volumen als die Modelle der DJI Mavic 3 Enterprise Serie ein (ca. 347,5 × 283 × 107,7 mm). Um genau zu sein, platziert Autel die EVO Max 4T geschickt zwischen der DJI M3E und der DJI M30 Serie (470 × 585 × 215 mm).

Beim Abfluggewicht bringt es die neue EVO Max auf 1,6 kg. Auch hier der kurze Vergleich: DJI M3E (920 g) und DJI M30 (3,77 kg). Im Gegensatz zu DJIs Mavic 3 Enterprise Serie verfügt die EVO Max 4T über ein IP43-Schutzrating und soll somit auch bei mäßigem Regen verwendbar sein.

Autel EVO Max 4T im RegenBildquelle: Autel Robotics | ©
Die EVO Max 4T fliegt im Regen.

Der Rahmen ist dabei als typischer Faltquadcopter ausgeführt, sodass die Drohne leicht transportiert werden kann und schnell einsatzbereit sein soll. Zusammen mit dem Autel Smart Controller V3 wirbt man sogar vollmundig damit, dass sich die Drohne innerhalb von 15 Sekunden in die Luft bringen lassen soll.

Angetrieben wird die Drohne von einem 4S-Lipo mit beachtlichen 120 Wh Energie, die die Drohne dann bis zu 42 Minuten in der Luft halten können. Neu in dieser Klasse: Die EVO Max 4T verfügt über eine Hotswap-Funktion für den Akku. Dabei wird die Drohne durch eine interne Stützbatterie für kurze Zeit weiter mit Spannung versorgt, sodass das Gerät für einen Akkuwechsel nicht aus- und wieder eingeschaltet werden muss.

Die neue SkyLink 3.0 Übertragungstechnologie setzt nun auf sechs unabhängige Antennen und kann bis zu vier Frequenzbänder verwenden (je nach Bestimmungen am Einsatzort auch 900 Mhz und 5,2 GHz). Die Bildübertragung läuft auch bei Autel jetzt mit 1080p/60fps und einer Latenz von 120 ms. Außerdem soll ein neues Anti-Jamming- und Anti-Reference-Feature die Drohne immun gegen Funkstörungsattacken (EMI, RFI und GNSS) machen, sodass der Flight Controller beispielsweise gefälschte GPS-Signale erkennen kann. Zukünftig soll der Kommunikationslink zudem mit 256 Bit AES verschlüsselbar sein.

Dreifach-Kamera mit Laserdistanzmessung

Auch bei der Payload legt Autel ordentlich nach. Die EVO Max 4T verfügt nun über eine Dreifach-Kamera, die natürlich von einem mechanischen 3-Achsen-Gimbal stabilisiert wird.

In dem Modul sind eine Weitwinkelkamera mit einem 1/1,28-Zoll-Sensor und 50 MP (23 mm, f/1,9) sowie eine Telekamera basierend auf einem 1/2-Zoll-Sensor mit 48 MP untergebracht. Das Objektive der Telekamera erlaubt einen 10x optischen Zoom im Bereich von 64-234 mm und hat eine Lichtstärke von f/2,8-f/4,8 – abhängig von der Brennweite. Insgesamt erlaubt die Telekamera damit einen Hybridzoom von 160x.

Autel EVO Max 4T Drohne am BodenBildquelle: Autel Robotics | ©

Als Drittes im Bunde gesellt sich die Wärmebildkamera mit einem FOV von 64° und einer fixen Blende von f/1,2 dazu. Der IR-Sensor löst mit 640 x 512 Pixel /30fps auf und eignet sich für Punkt- und Flächenmessungen im Bereich von 20° C bis 150° C bzw. 0 bis 550° C, je nach gewählter Verstärkung.

Abgerundet wird das Gesamtpaket von einem Laserdistanzmesser (Range Finder), der einfache Entfernungsmessungen ermöglicht. Die maximale Reichweite des Sensors beträgt dabei 1.200 m, mit einer Messgenauigkeit von 1 m.

Allseitige Hinderniserkennung und A-Mesh 1.0

Apropos Sensoren: Hier hat Autel auch rund um die Drohne nicht gespart, um es der EVO Max 4T Plattform zu ermöglichen, ihre Umwelt möglichst detailliert wahrzunehmen. Dazukommen zwei Kameras in jeder Richtung des UAVs zum Einsatz (oben, unten, vorn, hinten). Ergänzt werden die visuellen Sensoren erstmals durch ein Radar im mm-Wave-Bereich (60 bis 64 GHz).

Diese Kombination soll es der EVO Max erlauben, auch in Umgebungen ohne GNSS-Empfang eigenständig zu navigieren und Hindernissen auszuweichen bzw. seinen Flugpfad selbstständig zu planen.

EVO Max 4T wird aus dem Koffer genommenBildquelle: Autel Robotics | ©

Das Ganze treibt Autel mit einem neuen Feature namens A-Mesh 1.0 auf die Spitze. Erstmals können sich mehrere Autel Drohnen autonom miteinander verbinden und ihre Flugaktivitäten untereinander abstimmen. Damit lässt sich beispielsweise die Signalreichweite für BVLOS-Missionen durch geschickt positionierte Relay-UAVs deutlich erhöhen oder aber für die Steuerung eines ganzen Drohnenschwarms wird durch nur noch ein Pilot benötigt.

All diese Funktionen verpackt der Hersteller in seiner Autel Enterprise App Plattform inklusive 3D-Flugplanung. Diese läuft dann auf dem Autel Smart Controller V3.

Preise und Verfügbarkeit

Genaue Informationen zu Preisen und der Verfügbarkeit der Autel EVO Max 4T gibt es derzeit noch nicht. Wir haben jedoch von Autel erfahren, dass die Preise für die neue Enterprise-Drohne im Bereich zwischen 7.000 und 9.000 US-$ liegen sollen. Abweichungen sind dann, je nach Verkaufsregion, natürlich möglich. Genauere Informationen sollen zeitnah bekannt gegeben werden.

Update 18.01.2023: Erste Preisinformationen aus den USA liegen bereits zu der neuen Autel Drohne vor.

Quelle: Autel Robotics

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

  • Autel EVO Max 4T im Regen: Autel Robotics | ©
  • Autel EVO Max 4T Drohne am Boden: Autel Robotics | ©
  • EVO Max 4T wird aus dem Koffer genommen: Autel Robotics | ©

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