Airbus schickt seine Zephyr S Drohne auf 23 km Höhe

Der Fluggerätebauer Airbus arbeitet nicht nur an Taxi-Drohnen, sondern ist auch anderweitig im UAV-Sektor aktiv. Die Zephyr S Drohne hat nun einen neuen Höhenrekord für sich aufgestellt und blickt auf einen Sommer erfolgreicher Testflüge zurück.

Die vier Buchstaben HAPS stehen dabei für High Altitude Platform System und beschreibt eine UAV-Kategorie, die für Langzeitflüge in großer Höhe konzipiert sind. Airbus hat seine HAPS-Drohne auf den Namen Zephyr S getauft.

Das UAV war diesen Sommer über in den USA stationiert, um dort diverse Testflüge zu absolvieren und somit die Entwicklung der Zephyr S als moderne Trägerplattform für Sensoren voranzutreiben.

Zephyr S fliegt erneut in die Stratosphäre

Die meisten Drohnen sind für den Betrieb im unteren Luftraum gedacht. Also dort, wo auch Verkehrsflugzeuge unterwegs sind. Für die meisten privaten Drohnenpiloten dürften die Höhen in denen sich Airbus Zephyr S Drohne auffällt beinahe unvorstellbar sein, denn die EU-Drohnenregeln begrenzen Flüge in der OFFENEN Kategorie ja bekanntermaßen auf 120 m AGL.

Airbus Zephyr S Drohne TakeoffBildquelle: Christian Otto 2021 (via Airbus Press) | ©

Während zwei neuer Testflüge in die Stratosphäre erreicht das HAPS-UAV von Airbus nun eine neue Rekordhöhe von 76.100 ft. Das entspricht etwa 23195 Meter über dem Meeresspiegel.

Dank der großen Solarzellen, die die Oberseite des autonomen Fliegers bedecken, ist die Zephyr S dabei vollständig CO2-neutral unterwegs. In großer Höhe erlaubt es die Leistung des Photovoltaiksystems sogar, die Drohne über lange Zeiträume in der Luft zu halten. Insgesamt absolvierte die Drohne so mehr als 36 Tage in der Luft. Die Zeit ist dabei auf zwei Flüge aufgeteilt, die jeweils rund 18 Tage dauerten. Insgesamt war das UAV damit schon 2435 Flugstunden in den Stratosphäre unterwegs.

Ein Adlerauge am Himmel

Zu den zwei Flügen in extreme Höhen konnte das HAPS-UAV zusätzlich vier weitere Testflüge in geringer Höhe erfolgreich absolvieren. Alle Flüge wurden dabei mit einer Sondergenehmigung der FAA durchgeführt, da Airbus seine Tests im US-Bundesstaat Arizona startete.

Die Drohne hatte sich dabei nicht leer in große Höhen vorgearbeitet. Zur Demonstration der wirtschaftlichen und militärischen Nutzbarkeit der HAPS-Plattform war die so genannte OPAZ-Payload mit an Bord. Die Abkürzung steht für Advanced Earth Observation system for Zephyr und stellt ein Sensorsystem dar, das verschiedene Daten aus vielen Kilometern Höhe direkt an die Erdoberfläche senden kann,

Airbus sieht den Anwendungszweck von Zephyr und OPAZ sowohl im kommerzielle, als auch im militärischen Bereich. Beispielsweise in Katastropensituationen können HAPS-Drohnen sehr zuverlässig und genaue Informationen von der Situation am Boden liefern und das über Tage oder Monate hinweg. Genannt werden als Beispiele die Ausbreitung von Waldbränden oder das Monitoring von Öl-Verschmutzung in Meeren.

Quelle: Airbus

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  • Airbus Zephyr S Drohne Takeoff: Christian Otto 2021 (via Airbus Press) | ©

Nils Waldmann

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