Drohnen sollen EU-Grenzen für 100 Mio. Euro schützen

Die EU-Grenzen sollen in den kommenden Jahren vermehrt durch Drohnen geschützt und überwacht werden. Dazu hat die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) nun Verträge im Wert von 100 Millionen Euro an Airbus und zwei israelische Unternehmen vergeben, die die passende Technologie bereitstellen sollen.

Der Schutz und die Überwachung der EU-Außengrenzen liegt in der Hand der EU-Institution Frontex. Seit der so genanten „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 ist das Budget, das die EU zum Schutze der Außengrenzen abgibt, immer weiter gestiegen.

Nun sind von einem Teil dieser finanziellen Mittel sogar 100 Millionen Euro in zwei Verträge zur Ausrüstung mit Überwachungsdrohnen investiert worden, die die EU-Grenzen ab dem kommenden Jahr aus der Luft überwachen sollen.

Drohnen sollen Mittelmeer überwachen

Die neue Ausstattung lässt sich die EU dabei zunächst 100 Millionen Euro kosten. Das Kapital wurde dabei in zwei Verträge zu je 50 Millionen Euro aufgeteilt.

Elbit Hermes 900s DrohneBildquelle: Matthieu Sontag | CC BY-SA 3.0
Eine Hermes Drohne von Elbit.

Die Hälfte davon geht an AirBus, das in Kooperation mit dem israelischen Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) den Betrieb der „medium-altitude long-endurance, remotely piloted aircraft systems“ sicherstellen wird. Weitere 50 Millionen Euro bekommt das Unternehmen Elbit, welches ebenfalls aus Israel stammt. Der Elbit-Vertrag hat dabei einen identischen Leistungsumfang.

Die Drohnen werden dabei in Griechenland, Italien und Malta stationiert und können von dort aus auf die Reise über das Meer geschickt werden. Ein Testbetrieb wird von der griechischen Insel Kreta aus stattfinden.

Der Einsatz von Drohnen zur Überwachung der EU-Grenzen über dem Mittelmeer steht dabei auch in der Kritik. Kritiker befürchten, dass sich die EU / Frontex damit ihren rechtlichen Verpflichtungen zur Rettung von Menschen in Seenot entziehen könnte. Dazu hat The Guardian einen umfassenden Artikel veröffentlicht (englisch).

Zwei verschiedene Drohnen sollen EU-Grenzen schützen

Eingesetzt werden sollen zwei verschiedene Drohnentypen. Airbus und IAI werden die so genannte Heron Drohnen einsetzen. Diese sind in der Lage bis zu 24 Stunden in der Luft zu bleiben und können dabei bis zu 1000 Meilen zurücklegen. Die Flughöhe der Drohne kann dabei über 35.000 Fuß (10668 m) betragen. Dieser Drohnentyp ist bereits von israelischen und deutschen Streitkräften erprobt und kann keine Waffensysteme tragen.

Elbit wird hingehen die hauseigene Hermes Drohne zum Einsatz bringen, die bis zu 36 Stunden mit einer Tankfüllung eingesetzt werden kann. Dabei sind Flughöhen bis zu 30.000 Fuß möglich (9144 m).

Die Drohnen sollen weiß gestrichen und mit dem offiziellen Frontex-Logo bemalt werden, um sie als nicht-militärische UAVs zu kennzeichnen.

Quelle: The Guardian

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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