Rest eines durch Aufschlag zerstörten Drohnen-Akkus

Versuch: Drohne schlägt mit 540 km/h in Flugzeug ein

Publiziert von Nils Waldmann

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Was passiert, wenn eine Drohne mit einem Flugzeug kollidiert ist weiterhin ungeklärt. Es gibt Stimmen, die sagen katastrophale Schäden voraus, während andere Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass der Schaden eher minimal ist.

Eine deutsche Forschergruppe des Fraunhofer Institute for High-Speed Dynamics will der Frage nun wissenschaftlich auf den Grund gehen.

Anstelle sich auf aktuell noch eher ungenaue Computersimulationen und Schätzungen zu verlassen, setzte die Forscher des Ernst-Mach-Institut in Freiburg auf handfeste Experimente.

Das es früher oder später aufgrund der wachsenden Anzahl von Drohnen zu einer Kollision kommen wird, haben wird erst in unserem Kommentar zum Thema Drohnen in Deutschland thematisiert.

Drohnenteile schlagen mit über 255 m/s in Wand ein

Um den Schaden zu analysieren, den Drohnen und einzelne Drohnenkomponenten bei einem Einschlag in ein Flugzeug hinterlassen, wird aktuell an der Konstruktion eines speziellen Teststandes gearbeitet.

LiPo-Akku für Crashversuch mit 700 Gramm GewichtBildquelle: Fraunhofer EMI | ©

Dieser beschleunigt einzelne Drohnenteile und später auch ganze Drohnen mit Luftdruck auf Geschwindigkeiten zwischen 115 und 255 m/s (das entspricht 414 km/h bzw. 918 km/h) und lässt die Objekte auf verschieden Oberflächen aufschlagen.

Die ersten Experimente wurden bereits mit einzelnen Drohnenkomponentzen durchgeführt. Dabei handelte es sich um einen LiPo-Flugakku sowie einzelne Motoren.

Die während der Versuche gesammelten Daten sollen zweierlei Zwecke dienen: Zum einen wird der Schaden untersucht, den die Objekte an dem getesteten Material hinterlassen (im Beispiel bis zu 8 mm dicke Aluminiumplatten). Außerdem soll erforscht werden, wie die Drohnenteile sich beim Aufprall verhalten (Splitterbildung, Trümmergröße, etc).

Die nächste Stufe ist die Konstruktion eines Teststandes, der ganze Drohnen kollidieren lassen kann. Hier will man verschiedene Modelle aus dem Hobby- und semi-professionellen Bereich mit einem Gewicht von bis zu 3 kg untersuchen.

Daten sind Grundlage für sicherere Flugzeuge

Neben der fundierten Klärung der Fragen, ob Drohnen eine Gefahr für Flugzeuge darstellen, sollen die gesammelten Daten zur Verbesserung und Erstellung neuer Simulationsmodelle genutzt werden.

Diese können zukünftig für die Optimierung der Konstruktion von Flugzeugen verwendet werden, um ggf. dafür zu sorgen, dass Drohnen-Einschläge in neuen Flugzeuggenerationen genau so berücksichtigt werden, wie der Zusammenstoß mit Vögeln.

Natürlich werden die Ergebnisse auch für alle Behörden der Flugsicherheit signifikante Bedeutung haben. Denn sollte sich herausstellen, dass Drohnen tatsächlich nur eine minimale Gefahr für Flugzeuge darstellen, sollte dies in der zukünftigen Gesetzgebung bedacht werden, um Drohnenservices rund um Flughäfen nicht unnötig stark zu regulieren.

Wie groß die Chance ist, dass eine Drohne überhaupt mit einem Flugzeug kollidiert, haben wir euch bereits vor einigen Jahren in einem Artikel beschrieben.

Rest eines durch Aufschlag zerstörten Drohnen-AkkusBildquelle: Fraunhofer EMI | ©
Der Akku wird bei dem Aufschlag in kleine Teile zerfetzt.

Quelle:  Fraunhofer EMI

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

Bildquellen

  • LiPo-Akku für Crashversuch mit 700 Gramm Gewicht: Fraunhofer EMI | ©
  • Rest eines durch Aufschlag zerstörten Drohnen-Akkus: Fraunhofer EMI | ©

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