Impossible US-1 Drohne

Impossible Aerospace stellt „Air Support“ Drohnen-Notfallsystem vor

Publiziert von Nils Waldmann

am

Der Drohnenhersteller Impossible Aerospace hat ein neues Produkt mit dem Namen Air Support vorgestellt. Die Idee hinter dem neuen Service ist einfach: Drohnen sollen möglichst schnell an Notfall- und Unfallschauplätzen verfügbar sein.

Impossible Aerospace ist bereits für seine Impossible US-1 Drohne bekannt, die dank großer Akkus bis zu 78 Minuten in der Luft bleiben kann. Möglich wird das durch den Einsatz von Teslas Akkutechnologie und ein besonderes Design des Rahmens.

Auf Basis der US-1 Drohne hat das US-amerikanische Unternehmen nun seine Air Support Lösung vorgestellt, um Einsatzkräfte möglichst effizient aus der Luft zu unterstützen.

Air Support: Drohnen können schneller vor Ort sein

Das Air Support System richtet sich dabei direkt an ganze Städte, die ihr Notfallmanagement verbessern wollen. Dabei geht es nicht nur um Krisensituationen, wie Naturkatastrophen, sondern um die Unterstützung der täglichen Polizei-, Feuerwehr und Rettungskräfte.

Impossible US-1 DrohneBildquelle: Impossible Aerospace | ©
Die Impossible US-1 Drohne ist im Inneren voller Akkus für bis zu 78 Minuten Flugzeit.

Um eine möglichst kurze Reaktionszeit von Notruf bis zur Ankunft der Drohne am Notfallstandort zu gewährleisten, werden die Drohnen in bestimmten Abständen dauerhaft auf Gebäudedächern platziert. Von dort aus ist jede Drohne für einen bestimmten Radius zuständig.

Insgesamt wird das Netzwerk aus Drohnen so geplant und installiert, dass sich eine vollständige Abdeckung des Stadtgebietes ergibt. Für eine 100% Verfügbarkeit der Technologie empfiehlt der Hersteller die Positionierung von zwei Drohnen pro Sektor.

Geht nun ein Notruf in der Standardnortufzentrale ein, kann diese die Luftunterstützung (Air Support) sofort an den gemeldeten Ort des Geschehens schicken. Im Gegensatz zu Rettungskräften am Boden ist die Drohne in der Regel deutlich schneller vor Ort und kann ein erstes Bild der Lage an die Helfer am Boden liefern, bevor diese überhaupt eintreffen.

Kampf gegen Verbrechen und Unterstützung bei Notfällen

Das Air Support System soll dabei nicht nur auf die Informationsbeschaffung bei Unfällen beschränkt sein. Auch für Feuerwehreinsätze kann das System wertvolle Vorabinformationen über die bisherige Ausbreitung des Brandes liefern. Möglich macht das eine Wärmebildkamera.

Außerdem sieht Impossible Aerospace großes Potenzial bei der Unterstützung der Polizeiarbeit. So kann die entsandte Drohne durch ihre kurze Reaktionszeit theoretisch sogar Verbrechen in Aktion stören und somit potenziell Schaden abwenden.

Ausgestattet mit Blaulicht, tritt die Impossible US-1 Drohne damit auch in die Reihen der Polizei, wenn nötig. Ein LED-Scheinwerfer ermöglicht außerdem das Aufklären von dunklen Bereichen. Mit der Wärmebildkamera lassen sich auch Personen aufspüren.

Gesteuert wird die Drohne durch einen ausgebildeten Piloten aus einer Zentrale heraus. Es handelt sich dabei um speziell ausgebildetes Personal, dass für BLVOS-Füge zertifiziert ist. Autonom ist das Air Support System aktuell (noch) nicht unterwegs.

US-Städte die sich für das Air Support System interessieren, bekommen bei Impossible Aerospace das Gesamtpaket: Das Unternehmen berät die Kommunen bezüglich der Platzierung der Drohnen, liefert die Hardware und Software, bildet das Personal aus und kümmert sich sogar um die nötigen FAA-Lizenzen für den Betrieb der Drohnen.

https://www.youtube.com/watch?v=qpmR2zkrFAA
Quelle: Impossible Aerospace

Die US-1 Drohne kann dabei bis zu 78 Minuten in der Luft bleiben. Diese Flugzeit wird durch die Verwendung von Tesla-Akkus in Kombination mit einem intelligenten Design des Rahmens ermöglicht. Die Drohne ist quasi vollständig mit Akkus gefüllt – von Rumpf bis Propellerarm. Gesteuert wird die Drohne durch eine spezielle Fernsteuerung, die mit einem Samsung Tablet* ausgestattet ist.

Quelle: Impossible Aerospace

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnen-News, Drohnen-Leaks, Drohnen-Gerüchte, Drohnen-Guides und Drohnen-Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!


Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Bitte beachtet, dass es sich bei Drone-Zone um eine reine Website zur Information und keinen Online-Shop handelt. Ihr könnt über unsere Seite keine Kaufverträge über die dargestellten Artikel abschließen und auch keine persönliche Beratung hierzu in Anspruch nehmen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Avatar-Foto

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

Schon gesehen?

Die Flughöhe einer Drohne ist in Deutschland auf 100 Meter begrenzt

DJI fordert Piloten zur Vorbereitung auf Hurricane Dorian auf

Der Hurricane Dorian soll heute das Festland im US-Bundesstaat Florida erreichen. DJI hat bereits im Vorfeld alle Drohnenpiloten in offizieller Mission zur Vorbereitung aufgefordert, um die Aufräumarbeiten nach dem Sturm ... jetzt lesen!

Lipo Sicherheitskoffer Teaser

Vorstellung: Stabilit Lipo Sicherheitskoffer

Das die im Modellbau verwendeten Lithium-Polymere Akkus (kurz LiPo) nicht ganz ungefährlich sind, ist wohl hinlänglich bekannt. Wer bereits einmal einen Lipo gekauft hat, dem wird sicher das entsprechende, nicht ... jetzt lesen!

Mache dich immer mit den Vorschriften der Airline vertraut, bevor du deine Drohne einpackst.

Anleitung: DJI NFZ für Flug freischalten (No Fly Zones)

Das DJI GEO System kann in bestimmten Fällen das Abheben einer Drohne verhindern, wenn ihr euch in einer NFZ (DJI No Fly Zone) befindet. Wie ihr eine NFZ freischalten könnt ... jetzt lesen!

Fadenkreuz Drohne Anti-Drone Mavic 2

Deutsche Forscher finden Sicherheitslücken in DJI Mavic 3 und Co

Eine Gruppe von IT-Sicherheitsforschern der Ruhr-Universität Bochum haben im Rahmen des Network and Distributed System Security Symposium ihre Erkenntnisse zur Untersuchung von DJI Drohnen veröffentlicht. Insgesamt sechzehn Sicherheitslücken wurden identifiziert. ... jetzt lesen!

Schreibe einen Kommentar