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Stick Modes für Drohnen im Überblick: Mode 1 bis Mode 4?

Publiziert von Nils Waldmann

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Für viele Piloten passiert es unterbewusst: Man hält das erste Mal einen Controller in der Hand und wenn ein Knüppel betätigt wird, macht die Drohne irgendeine Bewegung. Konkret stecken dahinter aber bestimmte Muster, die die Knüppelbelegung vorgeben: die Stick Modes. Wir geben einen Überblick-

Im Modellflug ist die Belegung der einzelnen Steuerkanäle ein üblicher Schritt, der für jedes neu aufgebaute Modell korrekt konfiguriert werden muss. Nur dann ist sichergestellt, dass bei einer Bewegung des Steuerknüppels die richtige bzw. erwartete Aktivität durchgeführt wird.

Das ist bei Drohnen nicht anders, nur dass hier häufig direkt zur Voreinstellung des Herstellers gegriffen wird. Trotzdem sollten Drohnenpiloten über die Bedeutung von Stick Modes und die vier wichtigsten Ausprägungen Bescheid wissen. Genau dieses Wissen vermitteln wir euch in den folgenden Zeilen.

Was genau muss denn da gesteuert werden?

Wer schon einmal eine Drohne geflogen ist, für den ist es ganz selbstverständlich, dass die Basisflugfunktionen eines UAVs auf vier Aktionen basieren. Diese werden auf vier unabhängige Kanäle der Fernsteuerung in den Händen des Piloten verteilt und sind hier meist über zwei Steuerknüppel ansteuerbar.

Diese vier Grundfunktionen sind im Flugmodellbau klassischerweise:

  • Gas (Drehzahl)
  • Höhenruder („Nick“ oder „Pitch“)
  • Querruder („Roll“)
  • Seitenruder („Yaw“)

Übertragen auf eine Drohne in Form eines Multicopters – also eines Drehflüglers, heißen diese vier Aktionen:

  • Sinken / Aufsteigen
  • Vorwärts / Rückwärts
  • Rollen (nach links oder rechts)
  • Drehen (um die vertikale Achse, auch Hochachse genannt)

Alle weiteren Funktionen, wie das Umschalten des Flugmodus oder das Auslösen der Kamera, geschieht auf weiteren Kanälen, die im Kern jedoch nicht für den Flug der Drohne essenziell sind.

Wieso gibt es verschiedene Stick Modes?

Vier grundlegende Funktionen sind also zum Steuern einer Drohne notwendig. Wieso braucht es dann verschiedene Stick Modes?

Ganz einfach: Die zwei Steuerknüppel („Sticks“) eines klassischen Controllers oder einer RC-Fernsteuerung stellen erst einmal nur vier Kanäle bereit. Wie genau die einzelnen Funktionen auf die Steuerknüppel verteilt werden, ist damit noch nicht geklärt.

Ein Stick Mode ist also nichts anderes als eine konkrete Zuordnung einer Kombination von Funktionen auf einen bestimmten Steuerknüppel. Hier gibt es rechnerisch natürlich mehr als vier Kombinationen, um die vier Steuerfunktionen auf die vier Kanäle zu verteilen.

In der Praxis haben sich aber vier Stick Modes durchgesetzt, die kurz einfach nur als Mode 1, Mode 2, Mode 3 und Mode 4 bezeichnet werden.

Die einzelnen Stick Modes im Überblick

Im Folgenden gehen wir auf die vier am weitesten verbreiteten Modi ein, die sich in der Regel bei jeder etwas besser ausgestatteten Fernsteuerung konfigurieren lassen.

Mode 1

Bei Mode 1 liegt das Gas auf der vertikalen Achse des rechten Steuerknüppels. Davon leite sich in diesem Modus ab, dass das Querruder (Roll) auf dem horizontalen rechten Knüppel gelegt wird.

Stick Mode 1 Darstellung

Beim linken Knüppel finden wir auf der vertikalen Achse das Höhenruder (Nick) und auf der horizontalen das Seitenruder (Yaw).

Mode 2 (der Bekannteste)

Die wohl am weitesten verbreitete Konfiguration ist Mode 2. Dieser Stick Mode ist in so gut wie allen aktuellen Drohnenmodellen aus dem Regal direkt voreingestellt. Mode 2 war initial vor allem in den USA stark verbreitet, hat sich in vielen Bereichen der RC-Branche aber als Defacto-Standard etabliert.

Bei Mode 2 liegt das Gas auf der vertikalen Achse des linken Sticks. Das Seitenruder (Yaw) findet sich auf der linken Horizontalen. Dementsprechend liegt die Nick-Achse auf dem rechten Stick in der vertikalen und die Roll-Achse links auf der horizontalen Achse.

Stick Mode 2 Darstellung

Mode 2 ist im Übrigen auch der Modus, den viele Konsolen- und PC-Spiele für sich übernommen haben, wenn es um das Steuern von Flugzeugen oder Helikoptern in Spielen geht.

Mode 3 (der Invertierte)

Bei Mode 3 handelt es sich um eine Konfiguration, die Mode 2 eigentlich nur exakt spiegelt. Das heißt, der Gas-Stick wandert von der linken auf die rechte Seite und die beiden horizontalen Achsen werden ebenfalls mit vertauscht.

Stick Mode 3 Darstellung

Das heißt, dass das Querruder (Roll) dann auf der linken Seite liegt und das Seitenruder (Yaw) auf die rechte Seite wandert.

Mode 4 (der Invertiert #2)

Dasselbe gilt im Grunde für Mode 4. Bloß ist hier die Vorlage entsprechend der Mode 1. Die Vertauschung erfolgt aber nach der gleichen Logik.

Stick Mode 4 Darstellung

Konkret wandert der Gas-Stick bei Mode 4 auf den vertikalen linken Stick. Der Roll-Kanal wandert ebenfalls mit auf die linke Seite. Nick (vertikal) und Yaw (horizontal) finden sich dementsprechend auf dem rechten Stick wieder.

Mode 5 (der individuelle Spezialist)

Eigentlich gibt es allgemeingültig nur die vier genannten Stick Modes, die relativ durchgängig mit gleicher Belegung der Kanäle als Mode 1 bis Mode 4 bezeichnet werden. Manchmal ist in einigen Konfigurationen oder Anleitungen von Mode 5 die Rede. Gemeint ist damit dann ein Stick Mode, der eine andere Kombination der Kanäle widerspiegelt, die nicht Mode 1 bis Mode 4 entsprechen.

Im Grunde ist Mode 5 also eine individuelle Konfiguration der Knüppelbelegung, die sich der Pilot selbst ausgedacht hat.

Welchen Stick Mode solltest du auswählen?

Diese Frage zu beantworten, fällt pauschal etwas schwer. Wenn du einen Lehrer hast, mit dem du das Fliegen im Lehrer-Schüler-Modus lernst, solltest du dich im Bestfall an die Auswahl des Trainers anpassen und einfach den gewählten Stick Mode auch für deine Fernsteuerung übernehmen.

Wenn ihr euch das Fliegen mit der Drohne alleine beibringt, dann ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Mode 2 die beste Wahl. Wie oben bereits erwähnt, ist dieser Modus in so gut wie allen modernen Drohnen voreingestellt und dementsprechend auch weiter verbreitet.

Ihr solltet euch nur über eines im Klaren sein: Ein einmal gelernter Stick Mode ist anschließend nur noch schwer wieder „umzulernen“. Da ist das menschliche Gehirn in der Regel leider sehr beharrlich.

Schlusswort

Wir hoffen, euch hat dieser kurze Artikel zum Thema Stick Modes für Drohnen-Controller und -Fernsteuerungen weitergeholfen und ihr habt jetzt einen guten Überblick, wie ihr eure Drohne konfigurieren wollt.

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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