HERA: „Rucksackdrohne“ kann 15 kg Payload tragen

Viele industrielle Drohnen legen nicht unbedingt ihren primären Fokus auf die Portabilität. Das US-Startup RTROBOTICS will mit dem neuen HERA UAV beweisen, dass auch kompakt zu transportierenden Drohnen keine Kompromisse in Sachen Payload machen müssen – ganz im Gegenteil.

Vor allem der Markt für spezielle Drohnenanwendungen im industriellen Umfeld differenziert sich immer weiter. Das liegt zum einen an den stetig neuen Anwendungsfällen, zum anderen aber auch an einer Vielzahl an Unternehmen, die sich mittlerweile in dieser Branche tummeln.

Um in diesem Markt zu bestehen, müssen die Drohnenhersteller innovativ sein und mit neuen Konzepten überzeugen. Die HERA Plattform von RTROBOTICS scheint das erkannt zu haben und kombiniert kleine Packmaße mit ordentlich Leistung.

HERA transportiert bis zu 15 kg Payload

Auf den ersten Blick sieht die neue HERA Drohne des US-Drohnenherstellers aus, wie eine aufwändig designter Quadcopter für Aufgaben, bei denen Leistung gefragt ist. Die Hauptteile des Rahmens sind komplett aus Kohlefaser gefertigt, um das Eigengewicht gering zu halten. So bringt es das UAV selbst auf ein Leergewicht von 15 kg.

HERA Drohne im Transportmodus - RtR HERA Drohne AusgeklapptBildquelle: RTRobotics | ©

Durch einen speziellen Mechanismus kann die Industriedrohne so zu einem knapp 55 x 34 x 22 cm großen Paket zusammengefaltet werden. Betriebsbereit soll das UAV trotzdem in circa einer Minute sein und erreicht dann Maße von 100 x 110 x 56 cm.

Angetrieben wird Hera von vier Brushless-Motoren, die von einem Lithium-Akku gespeist werden. Dieser arbeitet in einer 12S-Konfiguration (44,4 V) und verfügt über eine Kapazität von 29,4 Ah (das entspricht einer gespeicherten Energie von knapp 1,3 kWh).

Zu ihrem Eigengewicht kann die Drohne dann insgesamt weitere 15 kg an Nutzlast durch die Luft tragen. Die Flugzeit ohne Payload soll bei bis zu 56 Minuten liegen. Mit einer Last von 2,5 kg in Form einer Phase One P3 Mediumformatkamera soll die Flugzeit dann bis zu 46 Minuten betragen.

Platz für vier verschiedene Sensoren

RTROBOTICS geht dabei nicht nur bei dem zusammenklappbaren Design einen interessanten Weg für eine Heavy-Lift-Plattform. Auch in Sachen Flexibilität will man das HERA UAV offenbar möglichst attraktiv positionieren.

Dazu kann die Drohne gleichzeitig vier verschiedene Kameras oder Sensoren tragen, die alle durch ein Gimbal stabilisiert werden. Dafür stehen drei Befestigungspunkte für Kameras inklusive 3-Achsen-Gimbal bereit. Zusätzlich lässt sich ein LiDAR-Sensor am Gimbal der mittleren Kamera ausstatten.

Alle Kameras können dabei durch das vollständig einklappbare Landegestellt eine 360°-Rundumblick genießen. So will man bei RTROBOTICS mehrere Aufgaben parallel mit nur einem UAV in einer Flugmission abdecken. Als Beispiel nennt der Hersteller das zeitgleiche Inspizieren mit visueller Kamera, IR-Kamera sowie Korona-Kamera und das Vermessen mithilfe von LiDAR-Daten.

RtR HERA Drohne AusgeklapptBildquelle: RTRobotics | ©

Die nötige Rechenleistung kommt dafür von einem NVIDIA SoC, dass Berechnungen für die Sensordaten direkt im Flugbetrieb durchführen kann.

Unterstützt werden unter anderem folgende Payloads:

  • VianSight Dualkamera (Sony FCB-EV9500 und FLIR Boson 640×512)
  • M61 (Sony A7R4) mit einem Gremsy Gimbal
  • Phase One P3 
  • Velodyne Lidar Puck 
  • RIEGL Lidars 
  • Arrowing Multispectral A7R4 
  • Micasense Kameras
  • Korona Kameras 
  • Lautsprecher, Beleuchtung oder SAR-Ausrüstung

Die Drohne ist für den Einsatz mit RTK und PPK vorbereitet und soll eine Steuerungsreichweite von bis zu 11 km aufweisen. Eine allseitige Objekterkennung soll Zusammenstöße mit Hindernissen selbst bei Nacht und im Neben zuverlässig vermeiden.

Preislich müssen für die Basiskonfiguration inklusive Controller, Flugakku, Ladegerät und Tablet 24,900 US-$ (ohne Steuern) für das UAV eingeplant werden.

Quelle: RTROBOTICS

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Bildquellen

  • HERA Drohne im Transportmodus – RtR HERA Drohne Ausgeklappt: RTRobotics | ©
  • RtR HERA Drohne Ausgeklappt: RTRobotics | ©

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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