FLIR Hadron Hybridkamera für Drohnen

FLIR präsentiert Hadron Dual-Kamera für Drohnen

Publiziert von Nils Waldmann

am

Der Wärmekameraspezialist FLIR hat sein neue Hadron Kamera vorgestellt. Das neue Modul wurde speziell für den Einsatz mit Drohnen entwickelt und soll sich einfach in neue Produkte integrieren lassen.

Vor allem Kameramodule haben sich im Drohnensegment in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Drohnenhersteller auf immer bessere Standardkomponenten zurückgreifen können, die sich schnell und einfach in die eigenen Produkte integrieren lassen.

Den gleichen Weg will FLIR nun für Hybrid-Kameramodule ebnen, die heute in den meisten Fällen noch aufwändige Eigenentwicklungen der Drohnenhersteller sind.

Hadron Kamera soll Time-to-Market verkürzen

Genau an dieser Stelle setzt FLIR mit seiner Hadron Kamera an. Das Module wurde in Kooperation mit den Drohnenhersteller Teal und Vantage Robotics entwickelt und getestet.

FLIR Hadron Hybridkamera für DrohnenBildquelle: FLIR | ©
Die neue Hadron Kamera integriert Sichtbild- und IR-Kamera in einem kompakten Gehäuse.

Die Hadron Kamera vereint eine Sichtbildkamera und eine Wärmebildkamera in einem extrem kompakten Modul und soll den Drohnenhersteller damit viel Arbeit bei der Integration der Kamera ersparen.

Im Inneren arbeiten ein Sony Exmor IMX412 Sensor mit einer Auflösung von 12 MP. Videos können mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde bei 4K aufgezeichnet werden. Als Objektiv kommt eine Linse mit einer Brennweite von 6,3 mm (bzw. 34° HFOV) zum Einsatz.

Direkt neben der Sichtbildkamera ist außerdem ein IR-Sensor der FLIR Boson-Serie eingelassen, der für die Erzeugung des Wärmebildes zuständig ist.

Die IR-Auflösung beträgt 320 x 256 Pixel bei einer Bildwiederholungsrate von 30 oder sogar 60 Hz. Die Wärmebildkamera ist mit einer f/1.0-Optik mit einer äquivalenten Brennweite von 3,7 mm bzw. 80° HFOV ausgestattet.

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Kompakte Abmessungen für leichte Drohnen

Das Ziel der Hadron Kamera ist dabei aber nicht nur die Integration zweier Kameramodule. FLIR will mit dem neuen Sensor auch ein möglichst kleines Modul zur Verfügung stellen.

Daher misst die Hadron Kamera gerade einmal 24 x 45 x 36 mm bei einem Gewicht von nur 42,8 g. Diese technischen Daten machen die Kamera damit auch für deutlich kleinere Drohnen attraktiv, die trotzdem eine hochwertige IR-Lösung benötigen.

Der Entwicklungspartner Teal hat die neue Kamera bereits in seine Golden Eagle Drohnenplattform integriert. Die Drohne wurde für Aufklärunsarbeiten des Militärs entwickelt, soll aber auch bald für industrielle Kunden und Anwendungen zur Verfügung stehen. Die Drohne wiegt knapp 900 Gramm und profitiert daher direkt von dem geringen Gewicht der neuen FLIR Kamera.

Auch Vantage Robotics hat die Hadron Kamera bereits in seine Vesper UAV-Plattform integriert. Diese Drohne wiegt lediglich 650 Gramm und wird somit noch stärker positiv durch das Geringe Kameragewicht beeinflusst.

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Quelle: FLIR

In der Zukunft können wir uns also auf mehr Drohnen mit IR-Fähigkeiten und höherer IR-Auflösung freuen, die zu einem hoffentlich attraktiven Preis auf den Markt kommen. Zunächst ist jedoch zu erwarten, dass vor allem Enterprise-Modelle mit entsprechender Technik ausgestattet werden.

Quelle: FLIR

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

Bildquellen

  • FLIR Hadron Hybridkamera für Drohnen: FLIR | ©

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