Die Mavic Air 2 und die Air 2S gemeinsam am Himmel

BMVI: Deutschland will UAM-Vorreiter werden

Publiziert von Nils Waldmann

am

Deutschland als Vorreiter im Bereich UAM? Das ist das ausgerufene Ziel – zumindest wenn es nach dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) und seinen vier Partnerregionen geht. Eine unverbindliche Vereinbarung soll neue Drohnenanwendungen vorantreiben.

Rund um die Welt setzen vor allem technologisch proaktiv Regierungen unter anderem auf die Karte Urban Air Mobility, wenn es um den Kampf gegen stetig verstopfe Straße und überholte Mobilitätskonzepte geht. In vielen Ländern dürfen Hersteller und Betreiber von Taxi-Drohnen daher schon testen und Praxiserfahrung sammeln. Asien nimmt insgesamt eine führende Rolle ein.

Aber auch hierzu Lande bewegt sich etwas – wenn auch zunächst auf dem Papier. Ein neues Memorandum soll die Zusammenarbeit im Bereich UAM zwischen dem BMVI und vier Modellregionen verstärken und langfristig strukturieren.

Deutschland soll Leitmarkt für UAM-Lösungen werden

Die neue Absichtserklärung geht dabei vom BMVI aus. Die Behörde ist in Deutschland für alle Verkehrsfragen auf Bundesebene zuständig. Gemeinsam mit vier Modellstädten und -regionen soll nun das Thema Urban Air Mobility in den Fokus gerückt werden. Unter diesem Begriff versteht man den Transport von Personen mithilfe von Luftfahrzeugen. Oftmals wird UAM auch synonym mit autonomen Taxi-Drohnen und Kurzstreckentransport gesetzt. Das muss aber nicht immer zutreffen.

Die Mavic Air 2 und die Air 2S gemeinsam am Himmel
Sehen wir in Deutschland bald auch größere Drohnen am Himmel?

Mit dabei sind im Falle des neuen „Memorandum für smarte Städte und Regionen“ die Stadt Aachen, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Stadt Ingolstadt und die Region Nordhessen.

Alle vier Kommunen sind schon seit 2018 Teil der UAM Initiative for Cities & Communities (UIC2), die mit insgesamt 46 europäischen Städten die Einsatzmöglichkeiten von UAM-Technologie in einem losen Netzwerk prüft.

Für Deutschland soll diese Zusammenarbeit nun durch die nationale Absichtserklärung ein wenig forciert werden. Theoretisch können zukünftig auch weitere Städte und Regionen beitreten.

Best Practice Sharing und Kommunikationsarbeit

Die definierten Ziele lesen sich zunächst wie eine allgemeine Liste der möglichen Vorteile von Urban Air Mobility Anwendungen: Mehr Flexibilität, bessere Bedarfssteuerung und Verringerung von Emissionen beim Kurzstreckentransport. Im Grunde sind sich alle fünf Parteien einig, dass UAM eine gute Sache ist und Teil der zukünftige Mobilität im Lan sein kann.

Konkret will man sich außerdem um die offenen Fragestellungen im Bereich UTM (Unified Traffic Management) kümmern. Hier ist die EU auf Basis der übernationalen Ebene mit dem U-Space aber schon vorgestoßen. Im Kontext von bemannten Transporten wollen die Partner aber ihre Erkenntnisse Teilen und so zur Beantwortung offner Fragen beitragen. Auch in anderen Bereichen soll ein organisierter Austausch stattfinden.

Einen wichtigen Punkt nimmt die Kommunikation in der breiten Bevölkerung ein. Das Papier geht explizit darauf ein, dass UAM-Anwendungen nur erfolgreich durchgesetzt werden können, wenn die Bevölkerung insgesamt positiv gegenüber der neuen Technologie eingestellt ist. Um das zu erreichen sollen BMVI und die vier Teilnehmer „Maßnahmen [identifizieren und umsetzen], die geeignet sind, die gesellschaftliche Teilhabe und den Dialog zu stärken“, heißt es in dem Memorandum.

Letztendlich steht vor erst eine neue Absichtserklärung im Raum. Was darauf basierend tatsächlich in der Praxis passiert, bleibt abzuwarten.

Quelle: BMVI

Bleibt in Kontakt!

Wenn ihr über die neuesten Drohnen-News, Drohnen-Leaks, Drohnen-Gerüchte, Drohnen-Guides und Drohnen-Testberichte auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann folgt uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen!

Außerdem freuen wir uns natürlich über eure Nachrichten oder Fragen in den Kommentaren!


Hinweis: Mit Sternchen (*) markierte Links sind Affiliate-Links / Partnerlinks. Mit einem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision. So kannst du Drone-Zone.de ganz einfach unterstützen. Bitte beachtet, dass es sich bei Drone-Zone um eine reine Website zur Information und keinen Online-Shop handelt. Ihr könnt über unsere Seite keine Kaufverträge über die dargestellten Artikel abschließen und auch keine persönliche Beratung hierzu in Anspruch nehmen. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Avatar-Foto

Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Schon gesehen?

DJI Blacklist USA Teaser

DJI verurteilt militärischen Einsatz eigener Produkte

Der Kamera- und Drohnenhersteller DJI hat sich nun mit einer offiziellen Stellungnahme erneut zu der Verwendung von Drohnen im militärischen Kontext geäußert und nimmt damit natürlich auch indirekt Bezug auf ... jetzt lesen!

Joby Aviation eVTOL auf der Startbahn

Joby eVTOL stürzt bei Hochgeschwindigkeitsflug ab

In den USA ist es zu einem Absturz einer Taxidrohne während eines Testfluges gekommen. Das eVTOL von Joby Aviation ging dabei glücklicherweise über unbesiedelten Gebiet zu Boden, sodass niemand zu ... jetzt lesen!

DJI Your Data is not our business Quote

DJI äußert sich zu Datensicherheitsbedenken des DHS

DJI ist im Zuge des Handelskrieges zwischen China und den USA offensichtlich in das Visier der US-amerikanischen Behörden geraten. Das Department of Homeland Security (DHS) hatte vor einigen Tagen andere ... jetzt lesen!

Mavic 2 Mino Wasserfall Drone Ban

DJI landet auf wirtschaftlicher Blacklist der USA

Der chinesische Drohnenhersteller DJI sieht sich mit neuen großen Herausforderungen in den USA konfrontiert. Das US Department of Commerce führt DJI ab sofort auf seiner wirtschaftlichen Blacklist. Das kann zukünftig ... jetzt lesen!

Schreibe einen Kommentar