Autel Evo Nano+ Drohne vor Lavefluss

Autel stellt EVO Nano und EVO Lite Drohnen vor

Publiziert von Nils Waldmann

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Der Drohnenhersteller Autel hat heute gleich zwei neue Drohnenserien für den Consumer-Bereich vorgestellt. Dabei stehen unter anderem Funktionen, wie 6K-Video und 50-MP-Fotos sowie Hinderniserkennung auf der Tagesordnung.

Viele Details zu der neuen EVO Nano und der EVO Lite Serie waren bereits im Vorfeld durch zwei umfangreiche Leaks ans Licht gekommen. Diese Informationen werden nun durch die offizielle Vorstellung seitens Autel in großen Teilen bestätigt. Der heutige Launch war ebenfalls kein Geheimnis mehr.

Besonders interessant ist dabei, dass der Hersteller praktisch vier neue Drohnen parallel auf den Markt bringt. Denn Die EVO Nano und EVO Lite Serie unterteilen sich ihrerseits jeweils in zwei verschiedene Varianten.

EVO Nano: Unter 249g, inklusive Hinderniserkennung

Den Einsteigerbereich deckt bei Autel ab sofort die EVO Nano Reihe ab. Hier muss zwischen der EVO Nano und der EVO Nano+ unterschieden werden.

Autel EVO Nano SerieBildquelle: Autel Robotics | ©

Beide Modelle unterbieten die 250-Gramm-Grenze und unterliegen somit vielerorts weniger strengen Regelungen, das gilt auch für die neuen EU-Drohnenregeln. Die Flugzeit der beiden Drohnen gibt Autel mit bis zu 28 Minuten pro Akkuladung an.

Den ersten großen Unterschied zwischen der EVO Nano und der EVO Nano+ gibt es in Sachen Hinderniserkennung. Die EVO Nano muss ohne entsprechende Sensoren auskommen, während die EVO Nano+ über eine Objekterkennung mit Kameras an der Vorder- und Rückseite sowie an der Unterseite verfügt.

Auf das neue DynamicTrack 2.1 können aber offenbar beide Modelle zurückgreifen, um automatisiert Aufnahmen zu erstellen. Damit dürfte Autel ordentlich Druck auf die Konkurrenz von DJI in Form der DJI Mini 2 (zum Testbericht) ausüben.

EVO Nano: Kameras im Fokus

Natürlich wundert es nicht, dass Autel die EVO Nano und die Nano+ hauptsächlich über ihre Kameras differenziert. Was das Unternehmen jedoch in seine Sub-250-Gramm-Drohnen gesteckt hat, dürfte viele überraschen.

Demnach kommt die EVO Nano mit einem 1/2-Zoll-Sensor, der mit 48 MP auflöst und entsprechende Standbilder machen kann. Videos sollen mit bis zu 4K bei maximal 30 fps aufgezeichnet werden können. Außerdem soll 4K-HDR-Video möglich sein. Die Blende des Objektives beträgt f/2.8. Natürlich wird die Kamera durch ein 3-Achsen-Gimbal stabilisiert.

Bei der EVO Nano+ legt Autel noch einen drauf: Hier bekommen Käufer einen 1/1,28-Zoll-Sensor mit einer Auflösung von 50 MP, der mit einer f/1,9-Linse gepaart wird. Statt eines Bayer-Farbfilters, setzt dieser Sensor auf das RYYB-Schema. Diese Technologie ist im großen Stil erstmals in Smartphones eingesetzt worden, da mit der neuen SoC-Generation dieses verhältnismäßig rechenintensive Verfahren erstmals sinnvoll anwendbar ist. Im Ergebnis soll es rauscharme Aufnahmen, auch bei wenig Licht geben.

Außerdem gibt es ein zweifaches Autofokussystem (PDAF + CDAF), was in dieser Drohnenklasse bisher unbekannt war.

Insgesamt sprechen die technischen Daten also für eine neue Generation von Ultraleichtdrohnen, die in vielen Punkten mit bisher teureren Modellen gleichziehen.

ModellEVO NanoEVO Nano+
Gewicht249 g249 g
Kamerasensor1/2-Zoll 1/1,28-Zoll (RYYB)
Standbildauflösung48 MP50 MP
AutofokusNeinJa (PDAF + CDAF)
Objektiv24 mm / f/2.823mm / f/1.9
Videoauflösung4K bei 30 fps4K bei 30 fps
Max. Videobitrate100 MBit/s100 MBit/s
Sensorsystem-Stereokameras (Front, Heck, Unterseite)
ObjektverfolgungJaJa
Reichweite6,2 Meile (FCC)6,2 Meile (FCC)
RC-ProtokollAutel SkyLinkAutel SkyLink
Max. Flugzeit28 Minuten28 Minuten
FarbenOrange, Weiß, Rot, GrauOrange, Weiß, Rot, Grau
Preisab 3.999 Yuan (ca. 530 Euro)t.b.d
Bezugsquellet.b.dt.b.d

EVO Lite: Die neue Mittelklasse

Ebenfalls neue ist die EVO Lite Serie, die wiederum aus zwei Modellen besteht: Der EVO Lite und der EVO Lite+. Auf der Feature-Liste der EVO Lite finden sich viele Funktionen wieder, die auch die kleinere EVO Nano bietet. Darunter das Tracking-System und das Angebot mehrere Farbvarianten (okay, auf das rote Finish müssen Käufer der EVO Lite verzichten).

Die Drohne ist insgesamt ein wenig größer und schwerer. Das genaue Gewicht fehlt aktuell noch auf der Website von Autel.

Die maximale Flugzeit der Lite Serie ist mit 40 Minuten angegeben. Ebenfalls gibt es ein Hinderniserkennungssystem mit größerem Sichtfeld (150°) an der Front.

Autel EVO Lite SerieBildquelle: Autel Robotics | ©

Autel SkyLink sorgt auch bei der EVO Lite für die Verbindung zwischen Drohne und Controller. In diesem Fall sollen unter FCC-Bedingungen sogar Reichweite von bis zu 7,4 Meilen (ca 11,9 km) möglich sein. Mit dem europäischen CE-Grenzwerten sinken die Werte aber sicher deutlich.

Kameras: 6K und 1-Zoll-Sensor auf Wunsch

Interessant werden die Unterschiede vor allem bei der Kameraausstattung. Während die EVO Nano das Einsteigersegment auf ein neues Level heben will, räumt die EVO Lite im Mittelklassesegment auf.

Bei der EVO Lite (ohne Plus) kommt derselbe 1/1,28-Zoll-Sensor, wie bei der EVO Nano+ mit einer Auflösung von 50 MP und RYYB-Verfahren zum Einsatz. Dieser soll 4K-HDR-Video ermöglichen und ist natürlich auch im Kontext der EVO Lite Serie mit dem Doppel-AF-System ausgestattet.

Offenbar einzig und allein der EVO Lite vorbehalten, ist ein neues 4-Achsen-Gimbal. Dieses soll neben der vollständigen 3-Achsen-Stabilisierung der Kamera zusätzlich das vertikale Schwenken ermöglichen, um einfacher vertikale Aufnahmen zu erstellen.

Ein Blick auf die EVO Lite+ (das größere Modell) verrät dann, wie Autel die neue Mittelklasse definiert. Wie bei der DJI Air 2S (zum Testbericht) gibt es auch hier nun einen 1-Zoll-Sensor. Dieser hat eine Fotoauflösung von 20 MP. Als Besonderheit ist in jedem Fall das Objektiv mit einer variablen Blende von f/2.8 bis f/11 zu nennen, das bis jetzt der EVO 2 Pro vorbehalten war. Im Videomodus kann die EVO Nano Lite+ mit bis zu 6K bei 30 fps aufzeichnen.

ModellEVO LiteEVO Lite+
Gewicht820 g820 g
Kamerasensor 1/1,28-Zoll (RYYB)1 Zoll
Standbildauflösung50 MP20 MP
AutofokusJa (PDAF + CDAF)?
Objektiv23 mm / f/1.929 mm / f/2.8 - f/11
Videoauflösung4K bei 60 fps6K bei 30 fps
SensorsystemStereokameras (Front, Heck, Unterseite) ?Stereokameras (Front, Heck, Unterseite) ?
ObjektverfolgungJaJa
Reichweite12 km (FCC)12 km (FCC)
RC-ProtokollAutel SkyLinkAutel SkyLink
Max. Flugzeit40 Minuten40 Minuten
FarbenOrange, Weiß, GrauOrange, Weiß, Grau
Preisab 7.399 Yuan (ca. 980 Euro) t.b.d
Bezugsquellet.b.dt.b.d

EU-Preise und Verfügbarkeit: Noch unbekannt

Zu keinem der beiden Modelle hat Autel bisher genauere Preisangaben für Europa gemacht. Auch die Verfügbarkeit ist unbekannt. Für Europa bzw. Deutschland könnte sich der Start der neuen Modelle aber wohl noch etwas hinziehen. Das Händlernetz ist deutlich kleiner, als bei der Konkurrenz von DJI. Wer eine Analogie zum Launch der EVO 2 Serie ziehen will, kennt die Geschichte.

In China berichtet KANZHAJI von 3.999 Yuan (ca. 530 Euro) als Startpreis für die EVO Nano Serie. Für die EVO Lite werden ab 7.399 Yuan (ca. 980 Euro) angegeben.

Sobald es hierzu Informationen gibt, wird der Artikel aktualisiert.

Quelle: Autel, KANZHAJI

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

Bildquellen

  • Autel EVO Nano Serie: Autel Robotics | ©
  • Autel EVO Lite Serie: Autel Robotics | ©
  • Autel Evo Nano+ Drohne vor Lavefluss: Autel Robotics | ©

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