Zuggleise

Belgien: Frau beim Bergungsversuch ihrer Drohne getötet

Publiziert von Nils Waldmann

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In Belgien ist es zu einem tragischen Unfall gekommen. Eine Frau kam bei dem Versuch ihre abgestürzte Drohne wiederzubeschaffen ums Leben. Der Vorfall reiht sich in eine Reihe tödlicher Unfälle ein.

Zivile Drohnen im Flugbetrieb haben bisher eine außergewöhnlich gut Sicherheitsbilanz und sind durch direkte Auswirkungen eher für Sachschäden, als für tödliche Verletzungen verantwortlich.

Der Versuch abgestürzte Drohnen in gefährlichen Gebieten zu bergen, hat in diesem Punkt leider eine ganz andere Statistik. Ein Belgien kam es nun erneut zu einem solchen traurigen Unfall.

40 Jährige stirbt durch Kollision mit Zug in Belgien

Der Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Tubize in der Provinz Wallonisch-Brabant südwestlich von Brüssel (Belgien). Hier fanden am vergangene Wochenende die jährliche Festlichkeiten im Rahmen des Belgisch-Italienischen Wochenendes statt, dass auch unter dem Namen „WEBI“ bekannt ist.

Die Verunglückte (40 Jahre) war dabei die Veranstaltung mit der Drohne aus der Luft aufzuzeichnen. Aus bisher noch nicht genauer benannten Gründen kam es dann zum Absturz des UAVs in das Gleisbett einer naheliegender Zugstrecke.

Die Frau machte sich daraufhin offenbar auf den Weg, um die Drohne wiederzubeschaffen. Dabei wurde Sie von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Zwar konnten Rettungskräfte die Drohnenpilotin noch ins Krankenhaus bringen, dort erlag die Frau aber wenig später ihren schweren Verletzungen – vor allem am Kopf. Das berichtet The Brussel Times unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft.

Der Fahrer des Zuges sah die Person im Gleisbett offenbar und löste darauf hin sofort ein Warnsignal aus, um die Frau auf den sich schnell nähernden Zug (110 km/h) aufmerksam zu machen. Diese haben laut Aussagen des Lokführers aber überhaupt nicht auf die Hupe reagiert. Wieso ist bisher unklar.

Weiterer tödlicher Unfall durch Bergungsversuch

Der jüngste Fall in Belgien ist ein weiterer tragische Vorgang, der in Zusammenhang mit der Rettung einer Drohne ein Menschenleben kostet.

In den USA kam im US-Bundesstaat Georgia ein Mann bei einem Versuch ums Leben, eine Drohne aus einer Hochspannungsleitung zu befreien. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Frühjahr 2020 in Deutschland (Seeg, Bayern). Auch hier Starb ein Jäger bei eine Rettungsversuch eines UAVs aus einer Stromleitung.

Ein früher Fall ist im Jahr 2016 bekannt, bei dem ein Mann in Madison County (USA) in einen überfrorenen See einbrach von dem er seine abgestürzte Drohne bergen wollte und ertrank. Im April diesen Jahres starb ein Mann im US-Bundesstaat New York bei dem Unterfange seine abgestürzte Drohne aus einer Senke zu retten und stürzte von einem Damm.

Die Vorfälle sollten allen Drohnenpiloten in Erinnerung bleiben, die sich – verschuldet oder unverschuldet – zukünftig in einer ähnlichen Absturzsituation wiederfinden. Im Zweifelsfall also Profis (Betreiber oder Behörden) einschalten. Besonders in allgemeinen Gefahrenbereichen (Stromleitungen, Bahnanlagen, etc) gibt es keine Toleranz.

Quelle: The Brussel Times

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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