Lipo Sicherheitskoffer Teaser

Vorstellung: Lipo Sicherheitskoffer

Publiziert von Nils Waldmann

am

Dass die im Modellbau verwendeten Lithium-Polymere Akkus (kurz LiPo) nicht ganz ungefährlich sind, ist wohl hinlänglich bekannt. Wer bereits einmal einen Lipo gekauft hat, dem wird sicher das entsprechende, nicht ganz kurze, Sicherheitsdatenblatt beim Auspacken aufgefallen sein, an das man sich besser hält. Der Umgang im Betrieb und beim Laden sollte also klar sein, aber wie lassen sich LiPos eigentlich sicher lagern? In einem Lipo Sicherheitskoffer.

Update: Mittlerweile gibt es professionelle Aufbewahrungskoffer für Lithium-Akkus. Diese sind selbstgebaute Lösungen definitiv vorzuziehen.

Ich habe ein kurzes Video für euch aufgenommen, auf dem ich euch meine Lösung in Form eines Stabilit Dokumenten-Safes von Bauhaus vorstelle. Der Koffer ist äußerst massiv, wasserdicht und sollte der Explosion eines LiPos im Inneren hoffentlich standhalten.

Praktische Erfahrungen habe ich hiermit aber (glücklicherweise noch) nicht. Trotz allem ist dieser Koffer solider konstruiert als so manche andere Aufbewahrungsmöglichkeiten, die speziell für LiPos konzipiert worden ist. Davon habe ich mir vor Ort bei meinem Mlodellbauhändler vor dem Kauf ein Bild gemacht.

Der Stabilit Koffer kostet bei Bauhaus um die 40 € (gibt es auch unter anderen Markenbezeichnungen zu kaufen) und ist in meinen Augen somit eine Alternative zu den teuren Produkten der großen Modellbauhersteller.

Sicherer als die LiPos einfach auf der Werkbank oder in einem LiPo-Bag zu lagern, dürfte es ggf. sein. Mich lässt der (modifizierte) Lipo Sicherheitskoffer (Dokumentensafe) zumindest ruhiger schlafen.

WICHTIG: Bevor der Koffer jedoch als Lipo Sicherheitskoffer eingesetzt werden kann, muss auf irgendeine Art und Weise für einen Druckausgleich im Falle einer Explosion geachtet werden. Andernfalls dürfte ein Lipo-Brand im Inneren genug Druck aufbauen, um den Deckel einfach aufzusprengen und womöglich brennende Stücke der Akkus im Raum verteilen. Rauch und Qualm werden somit auf jeden Fall austreten, jedoch kontrollierter, als beim Abbrennen eines Akkus, der im Regal gelagert wird. Im ersten Schritt empfiehlt es sich, die Gummilippe zu entfernen. Ich würde darüber hinaus noch zwei Löcher mit min. 10 mm Durchmesser in den Deckel bohren, um das Entweichen der Gaswolke zu ermöglichen. Über bzw. auf dem Koffer darf deshalb nichts gelagert werden!

Mittlerweile lagere ich meine Lipo-Akkus in alten Munitionskisten, bei denen ebenfalls die Gummilippe aus dem Deckel entfernt worden ist. Diese Munitionskisten (ich habe drei davon) sind in einem selbstgebauten Behälter aus Gipskarton-Platten untergebracht. Der Umstieg erfolgt ganz einfach aufgrund der Anzahl an Akkus, die nicht mehr in den Lipo Sicherheitskoffer passen.

LiPo Bunker aus Gipskartonplatten Schwerentflammbar
Alte Munitionsboxen Ammoboxen zur Aufbewahrung von LiPo Akkus

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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3 Gedanken zu „Vorstellung: Lipo Sicherheitskoffer“

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    Super Video! Danke für den Tipp. Werde morgen gleich mal bei BAUHAUS anrufen und guggen ob die noch einen vorrätig haben. Vielen Dank für den Tipp! Gruß Nevermind71

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    Ja das ist ne tolle und günstige Möglichkeit die Lipos aufzubewahren. Im Video hast du eingeblendet das der Koffer nicht ohne Druckausgleich sein sollte, um Explosionen vorzubeugen.
    Wie hast du diesen Druckausgleich realisiert? Ich weiß das einige Leute diese Koffer getestet haben ohne Druckausgleich. Das war wie ne Bombe als die Lipos dann abgegast haben und anfingen zu brennen.

    Wäre schön wenn du mir dazu mal antworten könntest.
    MfG
    Peter

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      Hallo Peter,

      ich habe zum Glück noch nie testen müssen, was bei einem Lipo-Feuer mit dem Koffer passiert. Ich habe schon mehrere Aussagen gehört. Die einen sagen, es funktioniert ohne Modifikation und ohne Explosion, die anderen meinen, der Druck muss entweichen können. Ich schließe mich rein aus physikalischen Überlegungen der letzteren Gruppe an. Bei meinem Koffer habe ich daher die Dichtungslippe entfernt, die den Koffer im original Zustand Luft- und Wasserdicht macht. Ob das im Ernstfall genug ist? Gute Frage, weiß ich leider auch nicht. Alternativ könnte man ein paar Löcher in den Deckel bohren. Hier müsste man dann nur gewährleisten, dass sich nichts brennbares über dem Koffer befindet. Aber das sollte wohl so oder so klar sein.

      Hilft dir das? Verbindlich kann ich mich dazu nicht äußern.

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