DJI Power 1000 Powerstation von vorn fotografiert.

Test: DJI Power 1000 – Was kann DJIs erste Powerstation?

Publiziert von Nils Waldmann

am

Mit der DJI Power 1000 macht der bekannte Drohnenhersteller DJI einen Ausflug in ein neues Produktsegment: Powerstations. Völlig verliert das Unternehmen seine Wurzeln dabei jedoch nicht aus den Augen. Wir verraten euch, was die Power 1000 kann.

Mit der Vorstellung der Power 1000 und des kleineren Modells Power 500, überraschte DJI Ende des Jahres 2023 viele seiner Kunden. Zunächst waren die Produkte lediglich in Asien erhältlich. Jetzt gibt es die DJI Power-Serie auch in Deutschland.

Zugegeben: Die Frage nach der Zielgruppe dürfte sich vielen bisherigen DJI-Kunden unweigerlich gestellt haben. Ein besonderes Schnelllade-Feature macht die DJI Power 1000 aber vor allem für Drohnenpiloten interessant.

Am Anfang des Testberichtes möchten wir euch darüber informieren, dass das Produkt direkt vom Hersteller für einen Test zur Verfügung gestellt wurde. Diese Tatsache hat aber keinen Einfluss auf die Objektivität unserer Meinung/das Testergebnis.

DJI Power 1000: DJI baut jetzt Powerstations

Kurz zur Abholung: Unter einer Powerstation versteht man ein Gerät, welches elektrische Energie mobil zur Verfügung stellen kann. Im Gegensatz zu einem Stromerzeuger, welcher Kraftstoff zum Betrieb verwendet, wird die Energie bei Powerstations in Akkus gespeichert, die vor der Verwendung aufgeladen werden müssen.

Draufsicht auf die Power 1000 von DJI.
Zwei große Griffe erlauben das leichte Heben.

Im Grunde könnt ihr euch eine Powerstation wie eine sehr große USB-Powerbank vorstellen. Der Hauptunterschied und Vorteil einer Powerstation sind dabei, dass die Geräte auch einen Wechselrichter an Bord haben. Dieser kann die Gleichspannung des verbauten Akkus, in Wechselspannung umwandeln. Somit lassen sich unabhängig vom öffentlichen Stromnetz normale Haushaltsverbraucher mit Schuko-Stecker anschließen und betreiben.

Das Marktsegment ist spätestens seit der Verschärfung der deutschen und europäischen Energiekrise in den Jahren 2022/2023 förmlich explodiert. Dementsprechend scharf ist auch die Konkurrenz. DJI geht hier also gegen wohl etablierte Branchengrößen, wie Anker, Bluetti, Ecoflow oder Jackery ins Rennen.

Design und Features

Grundsätzlich gibt es beim Design der DJI Power 1000 keine extremen Überraschungen. Das Produkt ähnelt von seiner Form und Größe vielen seiner Konkurrenten. Einen vollständig anderen Designansatz, welchen die Designer bei der Power 500 verfolgt haben, sucht ihr bei der Power 1000 vergebens.

DJI Power 1000 Powerstation von vorn fotografiert.
Das simple Design verspricht eine einfache Bedienung.

Am Ende macht das aber wenig aus. Der knapp 13 kg schwere, mobile Akku lässt sich dank der großen und ergonomisch geformten Griffe noch gut tragen. Für eine Wanderung ist das Gerät natürlich viel zu schwer. Für ein Camping-Wochenende oder einen Tag auf dem Flugplatz ist das Gerät aber definitiv portabel genug.

Alle Anschlüsse sind rund um das helle und deutlich ablesbare Display in der Mitte der Front platziert. Hier bekommt ihr im Betrieb stets den aktuellen Ladestand des Akkus sowie die eingespeiste bzw. entnommene Leistung angezeigt. Auch eine Anzeige für die verbleibende Lauf- bzw. Ladezeit ist vorhanden.

Das Display der DJI Power Station in der Nahaufnahme.
Einfach, dafür hell und gut ablesbar: Das Display.

Die hinter den Griffen abgeschrägten Seitenflächen beherbergen das Kühlsystem der DJI Power 1000, welche bei Bedarf aktiv belüftet wird. Das Geräusch hält sich auch unter größerer Last noch im Rahmen, ist aber deutlich wahrnehmbar (siehe weiter unten). Outdoor sicher kein Problem, im Wohnraum sollte man jedoch kein absoluter Silent-Freak sein. Der Lüfter läuft jedoch nicht durchgehend, sondern nur bei Bedarf.

Seite mit Kühlöffnung im Detail
Die Seiten sind von großen Schlitzen zur Kühlung durchzogen.

Die Verarbeitungsqualität des Kunststoffgehäuses ist auf hohem Niveau, wie wir dies von DJI gewohnt sind. Das Gerät ist im Übrigen nicht gegen Wasser oder Feuchtigkeit geschützt. Positiv wirkt sich hier aber immerhin aus, dass die Ober- und Unterseite per se keine Öffnungen besitzen.

Power 1000: Anschlüsse, Anschlüsse und noch mehr Anschlüsse

Mit der Power 1000 bringt DJI ziemlich viel Flexibilität mit, um die Energie des knapp 1 kWh großen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus (LiFePo4 / LFP) im Inneren zu nutzen.

Der Power-Knopf der DJI Power 1000 im Fokus.
Nach einem Druck auf den Power-Knopf erklingt die bekannte DJI-Melodie.

Zwei Schukosteckdosen teilen sich die Leistung des internen Wechselrichters. Dieser kann maximal 2400 Watt an 230 V Wechselspannung (AC) bereitstellen. Das genügt auch für stärkere Haushaltsverbraucher. Wer den Dreisatz beherrscht, kann sich aber schnell ausrechnen: Bei dieser maximalen Leistungsabgabe ist die Power 1000 auch in unter 25 Minuten leer gelutscht.

Für kleinere Verbraucher mit USB-Schnittstelle gibt es jeweils zwei USB-A- und USB-C-Ports. Die USB-A-Schnittstellen können dabei jeweils 24 W pro Port abgeben. Die USB-C-Schnittstellen sind sogar USB PD 3.1 kompatibel und leisten pro Anschluss bis zu 140 W – vorausgesetzt, das angeschlossene Gerät und verwendet Kabel unterstützten dies.

Die Schuko-Steckdosen der DJI Power 1000 Powerstation
AC-Leistung bringt die Power 1000 bis zu 2,2 kW kombiniert.

An der Stelle, wo sich bei der Konkurrenz häufig Bananenkupplungen oder KFZ-Zigarettenanzünderbuchsen finden, geht DJI seinen eigenen Weg und führt mit SDC und SDC Lite zwei neue Schnittstellen für Gleichspannungsverbraucher ein.

Neuer SDC-Port lädt Drohne mit bis zu 230 W

„Einfach nur eine weitere Powerstation zu bauen ist doch langweilig“, müssen sich die Entwickler bei DJI gedacht haben. Um die Power 1000 aus der Masse herausstechen zu lassen, hat man sich daher den SDC-Port ausgedacht.

Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle mit sechs Kontakten, die einen proprietären Steckanschluss von DJI verwendet. Die Power 1000 verfügt über zwei solcher Ports, wobei einer den Namen SDC und der zweite den Namen SDC Lite trägt.

SDC Anschluss in der Nahaufnahme
Die SDC-Ports liefern Gleichspannung (DC) oder nehme diese entgegen.

Bei der Power 1000 unterscheiden sich diese beiden Anschlüsse nicht in ihren Spezifikationen. Das kleinere Modell Power 500 verfügt lediglich über eine SDC Lite-Schnittstelle mit reduzierter Leistung.

Wichtig zu verstehen: Die SDC-Ports können sowohl als Eingang, zum Aufladen der Powerstation, als auch als Ausgang, zum Betreiber anderer Geräte, fungieren.

Welche diese Funktionen die Schnittstelle wahrnimmt, wir über passende Adapterkabel geregelt, die DJI separat anbietet. Hier ein kurzer Überblick:

Adapterkabel für Verbraucher:

  • DJI Power SDC für Schnellladekabel der Matrice 30 Serie (bis 230 W)
  • DJI Power SDC für Schnellladekabel der DJI Mavic 3 Serie (bis 150 W)
  • DJI Power SDC für Schnellladekabel der DJI Air 3 (bis 125 W)
  • DJI Power SDC für Schnellladekabel der DJI Inspire 3 (bis 200 W)
  • DJI Power SDC für XT60 Netzkabel (für 12-V-Verbraucher)
  • Netzkabel DJI Power SDC für Autoladestecker (für 12-V-Verbraucher)

Adapter Kabel zum Laden über SDC:

  • DJI Power Autosteckdose-zu-SDC-Netzkabel (12 V/24 V)(65 W)
  • DJI Power Adaptermodul für Solarpanel (MPPT)

Zum Aufladen über SDC kann also entweder die 12/24V-Steckdose im PKW oder LKW bei laufendem Motor verwendet werden oder es lassen sich zwei MPPT-Module mit entsprechenden Solarpaneelen zum Tanken von Sonnenenergie verwenden. Diese Option stand uns für unseren Test jedoch nicht zur Verfügung.

Füße auf der Unterseite der Powerstation
Zwei große Gummifüße sorgen für sicheren Stand.

Grundsätzlich schafft DJI mit dem SDC-Port also ein hochflexibles Anschlusssystem. Einziger Wermutstropfen: Ohne den passenden Adapter geht gar nichts. Für diese müsst ihr pro Stück 19 Euro (UVP) einplanen. Mit Ausnahme des MPPT-Moduls für die Solaraufladung, dieses ist mit 59 Euro (UVP) deutlich teurer.

Wer im DJI-Ökosystem unterwegs ist, für den macht SDC Sinn. Wer keine DJI-Produkte verwendet, bekommt Standardanschlüsse, wie XT60 oder eine KFZ-Steckdose bei der Konkurrenz ohne zusätzlichen Adapter geliefert und kommt so meist günstiger weg.

DJI Power 1000: Aufladen mit bis zu 1200 W

Wer die Powerstation zügig wieder aufladen will, kann diese auch einfach an die Steckdose (AC-Ladung) hängen. Das integrierte Ladegerät leistet bis zu 1.200 W.

Wenn es einmal nicht so schnell gehen muss, gibt es auch einen 600-W-Lademodus. Das schont zusätzlich den verbauten Akku, da die Ladeströme reduziert werden. Der passende Schalter findet sich direkt unter dem Anschluss für das Kaltgerätekabel, welcher hinter einer Abdeckung vor Staub und Schmutz geschützt ist.

AC-Eingang der DJI Power 1000 im Detail fotografiert.
Die Kaltegerätebuchse erlaubt das Laden mit bis zu 1,2 kW.

Die Ladeleistung schwankte in unserem Test während der Ladung von 0 auf 100 % zwischen 700 und 1200 W. Eine vollständige Ladung könnt ihr in ungefähr 70 bis 75 Minuten erreichen. Langsamer geht es, wenn die Power 1000 durch die vorhergehende Entladung noch relativ warm ist. Dann drosselt das System die Leistung.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, die Power 1000 über Gleichstromquellen via SDC zu laden. Maximal lassen sich hier bei Verwendung beider Ports 800 W kombiniert zur Ladung nutzen.

Über USB-C lässt sich die Power 1000 im Übrigen nicht aufladen. Dies ist leider ausschließlich der kleineren DJI Power 500 vorbehalten.

Praxistest: Was kann die DJI Powerstation?

Natürlich wollen wir wissen, was DJIs erste Powerstation tatsächlich kann. Dazu haben wir das Gerät mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert.

AC-Entladung: Der Elektrogrill

Lust mobil ein paar Würstchen zu grillen? Kein Problem für die DJI Power 1000. In unserem Dauerlasttest haben wir einen Elektrogrill mit einer Nennleistung von 2,3 kW über die Powerstation versorgt.

Dabei drehen die Lüfter entsprechend auf (siehe unten). Der Grill ließ sich so fast 20 Minuten durchgehende betreiben. Die automatische Abschaltung der Steckdosen erfolgte bei einer Restkapazität von 17 % und damit etwas später, als DJI in seinem Handbuch angibt. Hier heißt es, dass die maximal Leistung nur bei einem Akkustand von 20% oder höher abrufbar ist.

Interessanterweise lassen sich die Steckdosen einfach erneut aktivieren und die Leistung steht dann auch für Kapazität bis zur Abschaltung bei 0% bereit. Dann schaltete sich die Power 1000 aber komplett ab – inklusive aller Lüfter. Nach einer solchen Tortur wäre ein Nachlaufen der Gebläse thermisch sicher die bessere Option. Das lösen andere Hersteller besser.

AC-Überlastszenario

In einem zweiten Test fand die DJI Power 1000 ihren Endgegner in Form eines Wasserkochers mit 3 kW Nennleistung. Da dieser Wert deutlich über den maximalen Leistungswerten des integrierten Wechselrichters liegt, schaltete die Powerstation zuverlässig nach wenigen Sekunden mit einer Überlastwarnung ab.

Eine gewisse Überlast von knapp 2,6 kW akzeptiert die Powerstation für eine gewisse Weile, macht nach knapp einer Minute aber durch wiederkehrendes Piepen auf den Zustand aufmerksam.

AC-Verbraucher mit hohem Anlaufstrom

Bei den angeschlossenen Geräten müssen wir außerdem zwischen ohmschen Verbrauchern mit konstanter Last und beispielsweise induktiven Verbrauchern mit hohen Einschaltströmen unterscheiden.

Die DJI Power 1000 startete in unserem Test einen Luftentfeuchter mit hohem Anlaufstrom (Kompressor) problemlos. Gleichermaßen lässt sich auch ein Haushaltskühlschrank ohne Probleme anschließen. Das ist gut zu wissen, falls der Strom einmal ausfällt.

USB Power Delivery: Ebenfalls schnell

Da die Power 1000 den USB Power Delivery 3.1 Standard unterstützt, sind theoretisch bis zu 140 W Leistung möglich. In unserem Test haben wir ein Macbook Pro über Magsafe geladen. Zwischen 81 und 90 Watt gehen problemlos über das originale Kabel von Apple.

 USB PD Laden mit der DJI Power 1000
Laden und Entladen ist zeitgleich problemlos möglich.

Damit könnt ihr die Power 1000 auch als riesige Powerbank für USB-Verbraucher mit hohen Leistungsanforderungen verwenden.

By-Pass-Modus und USV-Funktion

DJI hat seiner Power-Serie auch einen By-Pass-Modus verpasst. Das bedeutet, die Powerstation kann gleichzeitig über das Stromnetz geladen werden, während sie selbst AC-Verbraucher versorgt.

Der Clou: Fällt das öffentliche Stromnetz aus, schaltet die Powerstation blitzschnell auf Akkuversorgung um. Diese Funktion wird auch als USV (unterbrechungsfreie Spannungsversorgung) bezeichnet. Laut Datenblatt übernimmt die USV innerhalb von 20 ms. Das ist für weniger anspruchsvolle Geräte schnell genug. Für Server oder andere kritische Verbraucher, z.B. im medizinischen Bereich, ist die Funktion hingegen nicht geeignet. Dafür gibt es professionelle Lösungen mit 0 ms Umschaltzeit (sogenannte Online-USVs).

Trotzdem ist der USV-Bonus praktisch, um im unteren Lastbereich den eigenen PC oder Router vor einem Stromausfall zu schützen. Das klappt problemlos, auch wenn andere USV-Lösungen sicherlich etwas weniger Platz auf / unter dem Schreibtisch wegnehmen.

Aufladen von Mavic 3 Flugakkus

Über den passenden SDC-Adapter haben wir außerdem ein paar Flugakkus für die Mavic 3 aufgeladen. Für die Ladung stehen hier noch einmal 50 Watt mehr Leistung, als beim Laden in der Drohne mit einem 100-W-USB-PD-Ladegerät bereit.

SDC-Adapter für die Mavic 3 an der DJI Power 1000 in Betrieb.
Die Ladung von Flugakkus der Mavic 3 funktioniert sehr schnell.

Die Ladezeit wird hiermit im typischen Nutzungsbereich von 15 % bis 95 % auf unter 30 Minuten verkürzt. Das ist für den professionellen Einsatz schon praktisch, um die Drohne mit ständigem Nachladen der Akkus an Orten ohne Stromversorgung in der Luft zu halten.

Fairerweise muss aber auch erwähnt werden, dass die Akkuzellen durch den höheren Ladestrom dabei höheren Beanspruchungen ausgesetzt werden, was sich dauerhaft negativ auf die Lebensdauer auswirken kann.

Geräuschentwicklung der Lüfter

Hier findet ihr eine Hörprobe, um die Geräuschkulisse der beiden integrierten Lüfter besser einschätzen zu können. Die Lautstärke ist auf diese Weise natürlich nicht objektiv übermittelbar.

Der Lüfter der DJI Power 1000.
Ein Lüfter schiebt pro Seite Luft durch das Gehäuse.

Das Tonbild (die Aufdringlichkeit) der Gebläse lässt sich aber recht gut transportieren.

Die Lüfter sind last-gesteuert und laufen immer nur dann, wenn das System entweder heiß ist oder eine höhere Leistung abgerufen wird.

Wärmeentwicklung unter Volllast

Wo Gleichspannung (Akku) in Wechselspannung (Steckdosenanschlüsse) umgewandelt wird, entstehen natürlich Wandlungsverluste in Form von Wärme. Diese muss die Power 1000 mithilfe der Lüfter an die Umwelt abgeben.

Wir haben einen Lasttests (2,16 kW AC-Last) für euch mit der Wärmebildkamera dokumentiert (20x beschleunigt wiedergegeben). Die Temperaturen an der Oberfläche des Gerätes fallen nach etwa 21 Minuten Dauerstress mit knapp 40 ° C positiv aus. Das Kühlkonzept – wenn auch nicht lautlos – geht also auf.

Auch die restlichen Flächen des Gerätes erreichen nach längerer Last keine kritischen Temperaturen.

Was die DJI Power 1000 besser machen könnte

Hier noch einige Punkte, die uns weniger gefallen haben oder negativ aufgefallen sind:

Kein Lüfternachlauf: Sobald die Power 1000 bei 0% Kapazität abschaltet, gibt es keine Reserve, um die Lüfter nachlaufen zu lassen. Das ist gerade dann suboptimal, wenn die Powerstation gerade noch größere Leistung bereitstellen musste und abrupt nicht mehr gekühlt wird.

SDC-Adapter-Dschungel kostet zusätzlich Geld: Die SDC-Ports sind zwar super, wer mehrere Drohnenmodelle oder andere DC-Verbraucher darüber betreiben will, wird jedoch pro Kabel erneut zur Kasse gebeten. Ohne Adapter lässt sich mit den SDC-Ports nichts anfangen.

Fazit: Für wen ist die DJI Power 1000 interessant?

Mal abgesehen, dass DJI bisher eher im Bereich von Drohnen und Kameras für solide Produkte bekannt ist, gelingt dem Unternehmen auch mit der Power 1000 ein solides Debüt im Powerstation-Segment.

Die DJI Power 1000 ist hochwertig verarbeitet, sieht gut aus und lässt sich gut transportieren – mit einem Gewicht von 13 kg natürlich nur im begrenzten Maße. Die Auswahl an verschiedenen Anschlussoptionen ist gut. Besonders der AC-Wechselrichter überzeugt mit hoher Dauerleistung und packt auch größere AC-Verbraucher.

Mit der Kapazität von 1 kWh kommt ihr zum Aufladen von Kamera- und Drohnenakkus Meilen weit. Wer den Wasserkocher oder die Kaffeemaschine anklemmt, kann aber auch hier wortwörtlich zusehen, wie die Kapazitätsanzeige Prozentpunkte verliert. Das liegt jedoch in der Natur der Sache: Der Speicher ist eben endlich.

Der neuartige SDC-Anschluss bringt viel Flexibilität und erlaubt sogar das Aufladen über PV-Module, sofern ihr den passenden Adapter für weitere 59 Euro (UVP) besorgt.

Apropos Extras: Die Schnellladung für aktuelle Drohnenmodelle über SDC funktionierte bei uns in Kombination mit der Mavic 3 ausgezeichnet. Jedoch müsst ihr auch hier pro Akkutyp einen zusätzlichen Adapter für 19 Euro pro Stück zusätzlich erwerben.

Wo wir schon bei Preise sind: Für die DJI Power 1000 zahlt ihr 999 Euro (UVP). Das ist in Anbetracht der Features und Leistung fair und auf Augenhöhe der Mitbewerber.

Wer also im DJI-Universum zu Hause ist und sich nicht scheut, weiteres Geld für SDC-Adapter auszugeben, bekommt hier eine gute Powerstation. Im Gegensatz zum Drohnenmarkt ist dieses neue DJI-Produkt jedoch keinesfalls konkurrenzlos.

Pro

  • hohe Verarbeitungsqualität
  • sehr gutes Display
  • einfache Bedienung ohne App
  • hohe AC-Dauerleistung
  • SDC-Port bietet viele Möglichkeiten
  • PV-Aufladung möglich
  • gute Kühlung
  • USV-Funktion an Bord
  • updatefähig via USB

Contra

  • SDC-Lösung fordert zusätzliche Adapter (teuer)
  • kein Nachlaufen der Lüfter bei Kapazitätsabschaltung
  • Lüfter bei Last deutlich hörbar

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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3 Gedanken zu „Test: DJI Power 1000 – Was kann DJIs erste Powerstation?“

  1. Avatar-Foto

    Hallo Nils,

    vielen Dank wieder für den guten Beitrag(wie immer)
    Wieder ein tolles Produkt aus dem Hause DJI
    Meine Frage: ist bei beiden Modellen reiner Sinus vorhanden
    Was bei manchen Verbrauchern gefordert ist
    Sorry, wenn ich es überlesen habe

    Grüße
    Herbert

    Antworten
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      Hallo Herbert,

      danke für dein positives Feedback! :)

      Dazu macht DJI leider keinerlei Angaben, während andere Hersteller bekanntermaßen ja offensiv damit werben.
      Ich habe leider gerade kein Oszilloskop zur Hand, um es objektiv zu prüfen. Es war aber kein Problem, auch sensiblere Elektronik, wie Monitore oder ein Notebook (über Schaltnetzteil) zu betreiben. Das ist zwar keine klare Antwort auf deine Frage, aber ein gutes Indiz, dass die Power 1000 reine Sinusfrequenz liefert. Die Frequenz lässt sich im Übrigen gegenüber vielen Mitbewerbern auch einfach zwischen 50 und 60 Hz umstellen, wenn man dafür einen Anwendungsfall hat.

      Viele Grüße,
      Nils

      Antworten
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      Hallo Herbert, es handelt sich beim AC-Ausgang um einen superreinen Sinus. Ich hätte auch eine schöne Aufnahme von einem Oszi zur Hand.

      Gruß Johann

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