Pilotenfehler: Top 1 Grund für Versicherungsfälle in 2021

Statistiken können manchmal wirklich interessant sein. Eine niederländische Versicherung hat nun ihre Daten für Versicherungsfälle veröffentlicht, die durch Drohnenbesitzer im Jahr 2021 gemeldet wurden. Demnach sind Pilotenfehler auch in diesem Jahr die Nummer Eins, wenn es um Beschädigungen von Drohnen geht.

Wer in Deutschland eine Drohne fliegt, ist verpflichtet eine entsprechende Haftpflichtversicherung abzuschließen, die den Betrieb von Drohnen explizit abdeckt. Weitere Informationen dazu findet ihr in unseren Artikel zum Thema Drohnenversicherungen.

Eine solche Versicherung deckt im Ernstfall aber lediglich den Schaden, den die Drohne an fremden Eigentum anrichtet. Der Schaden oder Verlust der eigenen Drohnen bleibt „Privatvergnügen“. Passende Vollkaskoversicherungen für Drohnen können jedoch auch diese Schäden abdecken. Daten aus solche Versicherungspolicen geben nun interessante Einblicke.

Pilotenfehler führen auch in 2021 zu den meisten Versicherungsereignissen

Die niederländische Versicherung Coverdrone hat wieder einige Auswertungen ihrer Versicherungsfälle für 2021 veröffentlicht. Damit setzt der Versicherer einen Trend fort, der vor wenigen Jahren begonnen hat. Damit stehen also nicht nur Werte für das Jahr 2021 sondern auch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zur Verfügung.

Auf die absoluten Zahlen seiner Statistik gibt die Versicherung leider keinen Zugriff. Dafür bekommen wir ein Ranking der Top 10 Gründe für Schadensfälle genannt, die im Kontext mit Drohnen als versicherter Gegenstand entstanden sind.

Wie auch im Vorjahr bleiben Pilotenfehler dabei die häufigste Ursache für Schäden. Es ist aber ein positiver Trend zu erkennen: Diese Fälle nehmen statt wie im Vorjahr mit 49% nur noch 33% der Gesamtschadensbilanz ein.

Insgesamt verwundert es aber wenig, dass Pilotenfehler weiterhin an der Spitze stehen, denn Drohnen werden von neuen Anwendern nach wie vor in der Vorbereitung und der Beschäftigung mit dem Thema vor einem Erstflug unterschätzt. Weitere Faktoren die zu Fehlern führen, sind offenbar Ablenkung, Müdigkeit oder Unachtsamkeit sowie die fehlende Auseinandersetzung mit verschiedenen Flugmodi der Drohne.

Unfälle landen auf dem zweiten Platz. Diese Ereignissen grenzen sich offenbar durch ihren nicht-hervorsehbaren Charakter von anderen Fehlbedienungen ab. An dritter Stelle führt die Versicherung den Abriss der Kommunikationsverbindung zwischen Pilot und Drohne an, der dann wiederum zum Verlust oder Absturz führte.

Beinahe ein wenig erschrecken ist der viert-häufigste Grund: Flyaways. In diese Kategorie fallen Vorkommnisse, bei denen sich die Drohne aufgrund fehlerhafter Sensordaten oder anderer falscher Parameter von alleine vom Acker macht. In 2022 waren Flyaways noch auf dem sechsten Platz und haben sich somit gesteigert.

Weniger mechanische Defekte, mehr Unachtsamkeit

Die hinteren Plätze gehen dieses Jahr unter anderem auf das Konto von mechanischen Defekten, die in ihrer Folge zu einem Versicherungsfall wurden. Diese Vorfälle stehen im Coverdrone-Ranking auf Platz 6 (2020 war es noch der vierte Platz).

Geradezu explodiert sind offenbar die Fälle in denen Piloten ihre Drohne oder Equipment durch versehentliches Verlieren oder Vergessen aus dem Besitz streichen müssen. 2020 war dies der letzte Platz im Top 10 Ranking, in 2021 nahmen diese Art von Fällen offenbar stark zu und schafften es so auf Platz 5.

Anbei noch die vollständige Liste, die Coverdrone in einem Blogartikel veröffentlicht hat:

  1. Pilotenfehler
  2. Unbeabsichtigte Beschädigung
  3. Verlust der Datenverbindung
  4. Flyaway
  5. Unbeabsichtigter Verlust
  6. Mechanisches Versagen
  7. Vogelschlag
  8. Stromausfall
  9. Wetter
  10. Diebstahl aus einem Fahrzeug

Wichtig ist natürlich zu erwähnen, dass es sich hierbei nur um die Daten einer Versicherung handelt. Über die Grundgesamtheit der Fälle wissen wir ebenfalls nicht viel. Die Ergebnisse sind also sehr wahrscheinlich nicht repräsentativ. Sie geben aber durch den Jahresvergleich trotzdem einen interessanten Einblick.

Quelle: Coverdrone

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Nils Waldmann

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