Ford Fusion 2020

Patent: Ford lässt Drohnen auf Autodächern landen

Publiziert von Nils Waldmann

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Der US-Automobilhersteller Ford hat ein neues Drohnenpatent veröffentlicht, das eine Technologie beschreibt, die Drohnen beim Landen auf Fahrzeugen helfen soll. Damit baut der Automobilkonzern sein Engagement in der Entwicklung im Drohnenumfeld offenbar weiter aus.

Dass auch die Automobilbranche sich für UAV-Anwendungen interessiert, ist kein Geheimnis mehr. Egal, ob Drohnen als direkte Konkurrenz für die zukünftige Personenbeförderung oder UAV als Ergänzung „klassischer“ Fahrzeuge: Die Schnittmenge der Fahrzeug- mit der Drohnenbranche sind groß.

Ford macht nun erneut mit einer interessanten Patentschrift in diesem Bereich auf sich aufmerksam. Bereits vor einigen Jahren entwickelte der Konzern ein Konzept für Remote ID für Drohnen (mehr dazu hier) mithilfe von LEDs. Im Jahr 2019 folgte dann ein weiteres Patent, welches Drohnen als Sicherheitsaspekt von Autos beschreibt, um beispielsweise bei Pannen bereits aus der Ferne auf die Situation aufmerksam zu machen.

Ford Patent: Sichere Landung auf Dächern

In dem neuen Patent gehen die Entwickler eine weitere Herausforderung an, die bei der Paarung von Drohnen und Autos auftreten: Die Landung eines UAVs auf einem Fahrzeug.

Dabei ergeben sich direkt zwei Problemstellungen: Zum einen muss die Drohne bei einem fahrenden Fahrzeug zunächst richtig positioniert werden. Zum anderen muss das Fahrzeug die Drohne nach der Landung richtig festhalten können, um weiterführende Aktionen, wie zum Beispiel den Wechsel des Akkus durchführen zu können.

Beschrieben werden passende Lösungen nun in dem Patent mit der Nummer US2021/047053, welches tatsächlich ebenfalls bereits im Jahr 2018 von Ford eingereicht wurde.

Drehende Platte zentriert Drohne auf dem Autodach

Die in dem Dokument detaillierte Lösung ist einfach, aber genial: Eine Plattform mit einer drehbaren Platte im Inneren kann mehrere nach außen stehende Stifte bewegen. Diese verschieben sich in vorgegebenen Bahnen und sorgen dabei für eine automatische Zentrierung der Drohne auf der Plattform.

Das bedeutet, auch wenn die Drohne nicht mittig auf der speziellen Plattform landen kann, wird diese durch die Stifte arretiert und automatische zentriert.

So soll auch bei einem fahrenden Auto sichergestellt werden, dass die richtige Position des UAV auf der Plattform unabhängig von der tatsächlichen Landeposition stets getroffen wird. In seinem Patent beschreibt Ford hierbei Aktivitäten, wie beispielsweise den Wechsel des Flugakkus oder der Payload. Danach kann sich die Drohne dann wieder für neue Aufgaben von dem Auto in die Lüfte erheben.

Konkrete Anwendungsfälle für das Patent haben wir bisher aber noch nicht im Produktportfolio von Ford entdeckt – es bleibt spannend, was die Zukunft in diesem Bereich bringt.

Quelle: Ford via Goggle Pantents

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

Bildquellen

  • Ford Fusion 2020: Ford | ©

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