IBM Patent gegen Langfingerdrohnen

IBM Patent soll Drohnen vom Pakete klauen abhalten

Publiziert von Nils Waldmann

am

Das Unternehmen IBM hat ein interessantes neues Patent angemeldet. Während die gesamte Branche sich über die Zustellung von Pakete mit Drohnen Gedanken mach, versucht IBM die Inhalte der Drohnenlieferungen zu schützen.

Wer dem Thema Drone Delivery alleine im Jahr 2019 mit ein wenig Aufmerksamkeit gefolgt ist, kann bestätigen, dass diverse Riesen der Logistikbranche teils erhebliche Fortschritte verzeichnen konnten. Als Beispiel ist UPS zu nennen. Der Logistikanbieter ist das erste Unternehmen in den USA, das nun eine vollständige Airline Lizenz für seine Drohnen-Sparte besitzt.

IBM adressiert mit seinem neuen Patent nun aber viel mehr, die per Drohne gelieferten Waren und konzentriert sich weniger auf den eigentlichen Liefervorgang via Drohne.

IBM: Diebstahl-Drohnen zuvorkommen

Die Idee des Patents ist genau so simpel, wie einleuchtend. Wenn immer mehr Pakete via Drohne zugestellt werden, wird dabei ein gewisser Prozentteil ohne Anwensenheit des Empfänger abgeliefert werden (wie auch immer die Warenhaftung dann geregelt sein wird). Auch kann ein Paket einfach so von einem Zusteller auf dem „Landweg“ ableget werden.

IBM Patent gegen Langfingerdrohnen
Eine böse Drohne in Aktion. ;)

In diesem Szenario sieht IBM „böse Drohnen“ als ein realistisches Bedrohungsszenario, die die gerade angelieferte Ware direkt wieder vom Grund des Empfängers stehlen könnten.

Technisch ist das natürlich absolut denkbar. Auch wenn der Aufwand dafür heute sehr hoch wäre, ist ein solches Szenario in der nahen Zukunft nicht auszuschließen. Kriminelle sind ja bekanntlich einfallsreich.

Das neue IBM Patent (US 10,488,220 B2, siehe Anmerkung unten) beschreibt ein Gerät, dass eine solche Diebstahlsituation erkennt und bestimmte Akteure informieren kann.

IoT-Gerät und Blockchain als Paketwächter

IBM schwebt ein kleines IoT-Gerät (Internet of Things) vor, welches durch seine extrem kompakte Bauweise und ein sehr geringes Gewicht ohne Probleme im Inneren des Paketes untergebracht wird.

Das Gerät hat ein Barometer an Bord und kann so jederzeit Veränderungen in der Höhenlage des Paketes erkennen. Außerdem ist es via Internet mit der IBM Blockchain verbunden.

Hier werden alle Änderungen des Lieferlebenszyklus dokumentiert. Sobald das Paket also offiziell von der Lieferdrohne ausgeliefert worden ist, wird die Alarmfunktion des IoT-Device scharf geschaltet.

Sollte das Paket nun über einen vorher definierten Grenzwert hinaus in die Höhe gehoben werden, so wird dieses Event protokolliert und der Sendungsempfänger direkt alarmiert.

Darüber hinaus beschreibt IBM in seinem Patent außerdem eine Ortungsfunktion seines Paketwächters. Somit soll sich im Falle eines Diebstahls auch die Position des Paketes verfolgen lassen.

Quelle: DroneDJ

Anmerkung: Wir haben versucht, dass genaue Patentdokument für euch aufzutreiben, konnten aber bisher keine Patentschrift, die IBM zugeschrieben wäre, ausfindig machen.

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils! Ich bin leidenschaftlicher Modellbauer, Hobby-Fotograf, Akku-Liebhaber und RC-Pilot. Ich berichte hier über die neusten Entwicklungen in der Drohnen-Branche und kümmere mich um detaillierte Anleitungen, Guides und Testberichte.

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