LMT Drohne mit 5G-Ausrüstung startet zu ihrem BVLOS-Flug

5G: Lettland und Estland zeigen ersten grenzübergreifenden BVLOS-Flug

Publiziert von Nils Waldmann

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Im Rahmen des LAMPA Conversation Festival hat der Mobilfunkanbieter LMT (Latvian Mobile Telephone) einen ersten rein auf 5G basierenden Flug einer Drohne über eine Landesgrenze in Europa demonstriert.

Viele aktuelle Drohnenmissionen basieren auf WLAN oder anderen Funkstandards, die in Sachen Reichweite eher begrenzt sind. Zur Zeit ist das häufig noch kein Problem, da der rechtliche Rahmen den Einsatz von BVLOS-Flügen in der Regel ohnehin nicht erlaubt.

Zukünftig wird die Kommunikation zwischen Drohne und Kommandozentrale aber eine wesentlich entscheidendere Rolle spielen, wenn es darum geht, dass Drohnen lange Strecke abfliegen, um Infrastruktur wie Pipelines oder Schienensysteme zu inspizieren. Zu diesem Zweck kann das unter anderem 5G-Mobilfunknetzwerk verwendet werden.

Drohne überfliegt Ländergrenze mit 5G

Die nun erfolgreich vor einem Live-Publikum und ins Netz gestreamte Demonstration des Mobilfunknetzbetreiber Latvian Mobile Telephone sollte zeigen, wozu die neue 5G-Technologie in Zukunft eingesetzt werden kann und das auch Drohnen hier einen wichtige Rolle bei der Verwendung der neuen Infrastruktur spielen werden.

LMT Drohne mit 5G-Ausrüstung startet zu ihrem BVLOS-FlugBildquelle: LMT | ©

Während der Demonstration flog eine speziell ausgestattete DJI Matrice 600 Pro Drohne eine vorab definierte Strecke ohne direkten Sichtkontakt zum Piloten (BVLOS). Gesteuert wurde das UAV dabei einzig und alleine über einen internetbasierte Datenlink via 5G-Netzwerk.

Insgesamt legte die Drohne dabei eine Strecke von 8 km ganz ohne direkten Aufpasser zurück. Die Steuerung erfolgte zentral über eine speziell entwickelte Basisstation namens UgCS Ground Station.

Zwei SIM-Karten an Bord

Die Demonstration war gleichzeitig auch eine Machbarkeitsstudie, die den Wechsel zwischen zwei 5G Basisstationen mit einer sich bewegenden Drohne im Praxistest beweisen sollte.

Dazu hatte die Matrice 600 Pro gleich zwei SIM-Karten und 5G-Modems an Bord. So ausgestattet, war es kein Problem, die Grenze zum Nachbarland Estland zu überqueren und sich dort innerhalb weniger Millisekunden in das 5G-Netz des lokalen Netzbetreibers einzuwählen.

Die Verbindung zu Drohne blieb auch nach dem Wechsel in das andere Mobilfunknetz hinter der lettischen Landesgrenze stabil und das UAV konnte seine Mission ohne Unterbrechung zu Ende bringen.

Für LMT, die ebenfalls Mitglied GSMA und GUTMA Drohnenarbeitsgruppe sind, war die Demonstration schon das zweite Live-Event in diesem Kontext. Bereits im November 2019 demonstrierte der Latvian Mobile Telephone President Juris Binde zusammen mit dem lettischen Premierminister Krišjānis Kariņš, wie eine Drohne basierend auf 5G-Technologie im eigenen Land aus der Ferne auf BVLOS-Missionen geschickt werden kann.

Quelle: LMT

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Nils Waldmann

Hi, ich bin Nils. Ich bin Modellbauer seit frühen Kindertagen. Meinen ersten Multicopter habe ich bereits im Jahr 2012 gebastelt und bin FPV-Pilot der ersten Stunde. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Drohnen & UAVs berichte und teste ich auf Drone-Zone.de die neuesten Drohnen, Kameratechnologie sowie interessantes Drohnenzubehör.

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